Erhebliche Behinderungen in der Ratzeburger Allee
Lübeck - St. Jürgen: Archiv: Die Bauarbeiten für den Radschnellweg in der Ratzeburger Allee haben begonnen. Das führt zu erheblichen Behinderungen für Fußgänger und Radfahrer, da die Baustelle auf ihrer gesamten Länge nicht überquert werden kann. Das betrifft auch die Fußgängerampeln.

"Aufgrund der halbseitigen Sperrung der Straße Ratzeburger Allee im Zuge der Baumaßnahme zum Radschnellweg ist aktuell eine direkte Zufahrt zum Standesamt mit dem Auto oder dem Fahrrad bis voraussichtlich zum Ende des Jahres nicht möglich", teilt die Stadtverwaltung mit. "Besucher des Standesamtes sowie Hochzeitsgesellschaften sollten daher für ihre Anfahrt entsprechend mehr Zeit einplanen."
Die Einbahnstraßenregelung in der Edvard-Munch-Straße wurde vorübergehend aufgehoben, um die Zufahrt zum Stellplatz und zum Standesamt von dieser Seite zu ermöglichen. Weitere Parkmöglichkeiten gibt es am Brink oder in den umliegenden Seitenstraßen.
Radfahrer erreichen das Standesamt über die für den Radverkehr ausgeschilderte Umleitung über Stresemannstraße, Bernt-Notke-Straße und Edvard-Munch-Straße. „Weitere Informationen zur genauen Dauer und Zufahrtsituation folgen in Kürze“, teilt die Verwaltung dazu mit.
Kommentare zu diesem Text (25):
chris radeltlieber
schrieb am 28.8.2025 16.25 Uhr:
Ich als "Täglich-bei-jedem-Wetter-Radfahrerin" (weil ich kein Auto habe und haben möchte und weil es gesund ist, dies nur falls wieder der dumme "Schönwetterfreizeitsportgerät-Kommentar" kommt, und das wird er...) frage mich wieder und wieder:
Und warum wird nicht einfach der bereits bestehende Radweg anständig repariert? Der und auch alle anderen, die es nötig haben?
Wenn es darum geht, Radfahren sicherer und attraktiver zu machen, bin ich grundsätzlich vorn dabei, weil das einfach vernünftig ist, aber doch nicht auf Kosten aller anderen Verkehrsteilnehmer und wenn es dort doch schon Radwege gibt und die Straße ohnehin zu Stoßzeiten für Autos ein Nadelör ist. Jetzt werden noch mehr Autos durch die anliegenden Wohngebiete fahren, ich kann es kaum erwarten.
Man könnte meinen da ist Prestige mal wichtiger als Vernunft. Aber was weiß ich denn schon...
Manfred Vandersee
schrieb am 28.8.2025 16.43 Uhr:
Alles rechtzeitig zur verkehrsreichsten Zeit des Jahres;)
Ein Schelm der Böses denkt.
Sven Clasen
schrieb am 28.8.2025 16.57 Uhr:
Was machen Gebehinderte und Leute die mit dem Bus fahren?Der Wochenmarkt leidet bestimmt auch! Lübeck und seine Baustellen,das ist voll zum (...)
Chris
schrieb am 28.8.2025 17.10 Uhr:
Hole schonmal Popcorn für die üblichen Kommentare. :)
Hermi
schrieb am 28.8.2025 17.30 Uhr:
Moin,
warum wird diese Baumaßnahme als "Baustelle für den Radschnellweg' bezeichnet. Es ist eher die Baustelle für die
"Verkehrsbeschränkung auf dem Hauptzubringer" zur Notaufnahme des UKSH.
Wer sich diesen Mist ausgedacht hat sollte mal die aktuelle Verkehrssituation in Augenschein nehmen, das wird nach Abschluß der
Arbeiten auf dem gleichen Level bleiben.
Vielleicht mal doch lieber das Geld da reinstecken, wo Reparaturen
zwingend notwendig und seit Langem überfällig sind.
Autofreund
schrieb am 28.8.2025 17.43 Uhr:
Der verkehrsplanerische Wahnsinn nimmt seinen Lauf...
Martin Stein
schrieb am 28.8.2025 18.08 Uhr:
Lübeck sollte ernsthaft über eine Änderung des Stadtwappens nachdenken, Statt stolzem Adler ein rot-weißes Absperrgitter. Diese sind garadezu orgiastisch zu x-tausenden im gesamten Stadtgebiet verteilt.
Dass über vier Monate nicht einmal eine provisorische Querung dieses langen Abschnitts hergestellz wird, zeigt die Ignoranz der Planer.
Waldemar Wagner
schrieb am 28.8.2025 18.42 Uhr:
Ich bin gespannt, wie es laufen wird, wenn man erkennt, dass der ganze Irrsinn zurückgebaut werden muss.
Die Planung allein hat ca. 850.000 € sauer erarbeitetes Steuergeld verschlungen.
Von den insgesamt fast 12 Millionen € Gesamtkosten hat die Stadt Lübeck vielleicht gerade mal 1 Million zu tragen.
Aber was ist, wenn zurückgebaut werden muss?
Gibt es dann wieder 10 oder 11 Millionen sauer erarbeitetes Steuergeld als Zuschuss vom Bund oder vom Land?
Das ist ja schon mal eine halbe Hubbrücke oder vier neue Kindergärten.
Rainer
schrieb am 28.8.2025 20.46 Uhr:
Sehr fraglich, ob ein Radschnellweg, wo Speed-Pedelecs langsamere Zeitgenossen endlich mit bis zu 45 Km/h überholen dürfen, überhaupt einen Sinn macht, zumal auf solch einem breiten Radweg auch nebeneinander gefahren werden darf und Pkw den Radweg gefährlich kreuzen müssen, um in die Seitenstraßen oder auf den Parkstreifen zu gelangen. Aber zum Glück ist das Krankenhaus ja in der Nähe...alles wird gut!
Petra
schrieb am 28.8.2025 21.26 Uhr:
Also ich freue mich auf den Radschnellweg.
Bin nur gespannt, ob er am Ende diesen Namen auch verdient, oder ob doch der MIV an vielen Stellen bevorzugt wird.
Lübeckerin
schrieb am 28.8.2025 21.58 Uhr:
He - jetzt sind tatsächlich von dem Lübecker Straßenbau-Irrsinn auch mal die Radfahrer betroffen, bisher waren es nur die Autofahrer, die aber reichlich und auch weiter anhaltend. Wer plant da bitte die Bauarbeiten - vieles scheint mir da nicht durchdacht. Es ist nicht grade umweltfreundlich, Fahrwege über viele Monate durch Umleitungen mindestens zu verdoppeln (aktuell Moislinger Allee), und ebenso wenig bürgerfreundlich, Menschen über Monaten zu verwehren, mit ihrem Auto zu ihrem Haus zu gelangen (Margarethenstr). Abgesehen von den damit verbundenen Umständen sind in dem Karree die Parkplätze eh knapp und durch weitere Parkverbote noch einmal deutlich beschnitten worden... Und nein, davon bin ich nicht betroffen, habe zum Glück eine Garage nahe meines Hauses - aber Mitgefühl für die betroffenen Menschen.
Martin
schrieb am 29.8.2025 5.11 Uhr:
Nachdem die Lübecker Bau- und Verschönerungspolitik die Innenstadt umgebracht hat, kommen jetzt die Außenbezirke dran. Unser Gewerbe ist von der beschriebenen Maßnahme direkt betroffen. Wir können nun 4 Monate lang praktisch keine Kunden empfangen. Informiert wurden wir gestern (!) per Postwurfsendung, aber ohne Angabe eines Enddatums.
Radlerin
schrieb am 29.8.2025 5.18 Uhr:
Ich schließe mich Chris an…
Wenn ich mit dem Rad in Lübeck unterwegs bin, lege ich über den Tag meine insgesamt 35 km zurück (Schule, KiTa, Büro - nachmittags alles retour). Mir wäre es lieber, dass die kaputten und teils echt gefährlichen Radwege (weil zu schmal, kaputt, Wurzelwerk) repariert werden.
Auf dem St. Jürgen-Ring ist der „neue“ Radweg für viel Geld (600.000,-€???) schon wieder „am kaputt gehen“… Uferwege entlang des Kanals (Höhe Kronsforder Allee) wachsen aktuell zu, sind von großen Steinen und Wurzelwerk durchzogen… Das alles ist auch für Fußgänger und radfahrende Kinder (kleine Reifendurchmesser) echt gefährlich und als Nutzer echt unentspannt, weil man an einigen Stellen höllisch aufpassen muss, dass man nicht wegrutscht evtl. stürzt oder sich das Rad kaputt macht.
Kombiniert man solche Schäden mit teils wirklich schmalen Radwegen entlang der Straßen, gibt es Stellen, wo man Gefahr läuft auf die Straße zu stürzen…
Die tolle Rad- und Fußgängerbrücke am Mühlentor hat ebenfalls Übergänge, bei denen die Ausführung „nicht Rund ist“…
Ich könnte jetzt ewig so weiter machen… und ich bin mit meinen Gedanken bei weitem nicht alleine, kenne viele Lübecker, die sich ebenfalls ärgern.
(Aus der Vergangenheit wissen wir jedoch, dass die Stadt für ihre maroden (Fuß-)Wege keine Verantwortung übernimmt, sollte jemand zu Fall kommen…)
Mir wäre lieber, man würde sich aller Stadtteile annehmen und Step by Step den Bestand ertüchtigen, als punktuell solche Maßnahmen zu starten, die z.B. hier (Ratzeburger Allee) einen wichtigen Zubringer schmälern, und möglicherweise gar nicht in der Form notwendig sind.
Und es gibt bestimmt auch ein paar Ecken ein Lübeck, wo die Fußwege 30 bis 60cm „abgeben“ könnten und der Radweg etwas mehr dazubekommt (sofern sich dazwischen kein Grünstreifen mit Baumbewuchs befindet).
JanaKpunkt
schrieb am 29.8.2025 6.01 Uhr:
@vhris radeltlieber
Ich als notwendige Autofahrerin, weil ich in Euton arbeite, danke Ihnen für Ihren Kommentar.
Genau so sehe ich es und viele andere Autofahrer auch.
Brigitte Karnstädt
schrieb am 29.8.2025 6.06 Uhr:
Moin hört denn dieser Wahnsinn von Radfahr Schnellweg ausbauen niemals auf. Es war schon vor 2 oder 3 Jahren auf der Fackenburger Allee total bekloppt die Fahrradfahrer mit den Linienbussen auf eine Spur zu setzten,ohne Rücksicht das es ja eine Hauptverkehsstrasse ist und somit der Stauwahnsinn seinen Lauf nahm,nach einem Jahr wurde dann festgestellt das es wohl doch sinnvoll ist alles wieder zurückzubauen das gesamte Paket hat ja nur kapp 5⁰0.000 Euro gekostet unser Bürgermeister sollte mal über unser Hauhaltsloch nachdenken. Und jetzt geht der Wahnsinn auf der Ratzeburg Allee von vorne los. Eine Hauptverkehrsstrasse die direkt zum UKSH benötigt wird, bin mal gewann dieser ganze Quatsch den für teures Geld wieder zurückgehalten wird.
Justin_Time
schrieb am 29.8.2025 7.48 Uhr:
Crazy People
Man muss sich das mal vorstellen, wenn es fertig ist. Tun die meisten, die sich darauf freuen aber nicht.
Dieser breite Radweg wird wohl kaum nur zum Radfahren genutzt.
Da sind DHL, Amazon, Taxen, Ein- und Ausparker, Skater und was weiß ich noch alles. Na, wollen mal abwarten, wie der Radschnellweg - sofern er fertig gestellt wird - dann genutzt wird.
Hans Hansen
schrieb am 29.8.2025 7.50 Uhr:
Das ist eigentlich nur eine Reparatur des alten Radwegs. "Radschnellweg" ist reine Propaganda.. das hat nichts mit einem Schnellweg zu tun.Wer sowas segen will, muss nach Kiel schauen. Dort gibt es echte Radschnellwege und dort wird nicht wegen 100m Radweg so herumgejammert und herumsimuliert. Da baut man die einfach.
Sylvia Zastrow
schrieb am 29.8.2025 8.11 Uhr:
Ich bin auch nicht motorisiert ,fahre täglich Fahrrad ,weil ich es so will. Mit einem Auto ,in dieser Stadt ,ist man verloren ! Dieser neue Radfahrweg ist nicht notwendig und verursacht weitere Verkehrsstaus ! Eine Reparatur aller Fahrradwege wäre sinnvoller gewesen !
Michael Hoffmann
schrieb am 29.8.2025 8.35 Uhr:
Zumindest Samstags, wenn dort nicht gebaut wird (warum eigentlich nicht?) sollte und könnte die Fußgängerampel beim Markt freigegeben werden.
Ich habe gesehen, daß einige Passanten schon selbst die entsprechenden Absperrungen zur Seite gestellt hatten.
Willi 19
schrieb am 29.8.2025 9.12 Uhr:
Leider hält sich kaum jemand an die 30 Begrenzung. Fahrräder zur Zeit auf der Straße, vor den Verkehr ????
Werden sogar überholt. Kaum zu glauben.
Ahnungsloser
schrieb am 29.8.2025 11.38 Uhr:
Das was da gemacht wird ist der größte Unsinn. Denn wenn nur noch 1 Spur der Fahrbahn für motorisierte Fahrzeuge übrig bleibt, dann werden diese Fahrzeuge unweigerlich auf die Geschwindigkeit des langsamsten auf der linken Seite des Fahrradschnellweges fahrenden Fahrradfahrers heruntergebremst.
Da gibt es ja irgendwo so ne Vorschrift mit 1,5 Meter Abstand beim vorbeifahren.
Und wenn es dann doch geschafft wurde vorbeizukommen, dann geht das gleiche Spiel an der nächsten roten Ampel von vorne los.
Solche Sachen können auch nur von Leuten kommen, die zuviel Gehalt bekommen. Die haben meist wenig Ahnung von dem, was die da so anordnen.
Lilly
schrieb am 29.8.2025 12.01 Uhr:
Hallo Radlerin,
genauso sehe ich das auch, denn isch abe gakeine Auto. Dennoch ist auch der Autoverkehr natürlich notwendig. Aber wenn wir endlich einen Wandel schaffen wollen müssen wir (die da oben) Alternativen schaffen anstatt den Autoverkehr zu erschweren. Allein Moislinger Allee. Da wird gerade alles schick gemacht. Alles? NEIN. Natürlich nicht! Wäre ja auch zu schön. Heute morgen habe ich es gewagt 500 Meter auf der schönen neuen glatten Fahrbahn mit dem Rad zu befahren, da so gut wie nichts los. Ein einsames Taxi kam von hinten, es hatte soooo viel Platz und musste mich trotzdem anhupen. Dabei wollte ich doch auch nur einmal, wenn auch kurz, meinen täglichen Arbeitsweg buckelfrei genießen.
Wenn die Moislinger fertig ist wird sich die lübecker Poserszene freuen. Die Anwohner nicht.
totzi
schrieb am 29.8.2025 16.49 Uhr:
Ideologischer Schwachsinn, wenn ein gute Radwege längst vorhanden sind und nur günstig
erneuert werden müssten. Bin gespannt, wann die ersten Radraser verunfallen...
Benito
schrieb am 29.8.2025 18.59 Uhr:
Da gab es doch schon die besten Radwege in der Umgebung.
Warum baut man denn nicht stattdessen einen Radweg am Mönkhofer Weg? Der kommt einem als Radfahrer auch gefährlich vor wenn man da vom Bus überholt wird
Oder wenn man vom Mühlentorteller zur Uni will, Dann ist die Ratzeburger Allee eigentlich schon ein Umweg.
wenn man schnurgerade fahren würde, würde man irgendwie Stresemannstraße-Dorfstraße-Mönkhofer Weg überqueren. Nur kann man da nicht fahren, da es dazwischen keine Straße/Verbundung gibt. vielleicht könnte man eine neue bauen
Wolfgang Bräuer
schrieb am 2.9.2025 18.48 Uhr:
Das ist doch der einzige Sinn des Radweges! Staus zu verursachen und dem gehassten Autofahrer auf den Sack zu gehen!Die Verkehrspolitik in Lübeck ist sensationell bekloppt.Aber ganz genau so von den Rot/Grünen (...) gewollt!