Initiative: Erste Schritte zu inklusiven Spiel- und Sportflächen

Lübeck - Travemünde: Archiv - 04.09.2025, 14.41 Uhr: Die „Initiative Inklusion“ sieht in Lübeck eine wegweisende Entwicklung: Mit dem Antrag der Fraktion „Die Fraktion“, die Nutzung des Lagerplatzes am Leuchtenfeld in Travemünde als mögliche Spiel- und Sportfläche zu prüfen, sei das Thema barrierefreie Freizeitangebote erneut in der Lübecker Politik angekommen.

Wir veröffentlichen die Mitteilung der Initiative im Wortlaut:

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„Es ist ein wichtiges Signal, dass sich die Stadt mit den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen befasst“, sagt Mandy Schellbach von der Initiative Inklusion. „Wir freuen uns sehr, dass Lübeck die Chance hat, einen Ort zu schaffen, an dem wirklich alle Kinder gemeinsam spielen können.“

Chancen für mehr Teilhabe
Ein inklusiver Spielplatz bedeutet echte Begegnung und Teilhabe für alle Kinder. Bisher stoßen viele Kinder auf unsichtbare Hindernisse: Normierte Spielgeräte, ungeeignete Untergründe oder schwer zugängliche Wege schließen sie oft aus. Doch es gibt längst Lösungen – von barrierefreien Fallschutzböden wie EPDM über Rampen und anpassbare Spielgeräte bis hin zu sinnesorientierten Elementen, die zusätzlich die Entwicklung und das soziale Miteinander fördern.

Rückenwind aus Politik und Gesellschaft
Dass diese Fragen nun in die politische Diskussion einfließen, ist ein Meilenstein für Lübeck. Eine Studie von Aktion Mensch macht deutlich, wie groß der Handlungsbedarf bundesweit ist: Nur 21 Prozent aller Spielplätze in Deutschland sind teilweise inklusiv gestaltet.

Vollständig barrierefreie Anlagen sind sogar noch seltener. In Lübeck gibt es bislang keinen einzigen inklusiven Spielplatz. Lübeck hat nun die Chance, Änderungen anzustoßen – gerade in Travemünde, wo die Debatte um das Leuchtenfeld zeigt, wie wichtig die Gestaltung von Freiräumen für Kinder und Familien ist.

Ein Gewinn für alle Generationen
Barrierefreie Spiel- und Sportflächen sind nicht nur für Kinder mit Behinderungen ein Gewinn. Auch Eltern mit Kinderwagen oder Großeltern mit Gehhilfen profitieren von zugänglichen Wegen, vielfältigen Sitzgelegenheiten und sicheren Untergründen. „Ein inklusiver Spielplatz ist ein Ort der Begegnung, der das Miteinander stärkt und die Stadtgesellschaft bereichert“, so Mascha Benecke-Benbouabdellah von der Initiative Inklusion.

Die Initiative Inklusion ist überzeugt: Mit dem jetzigen politischen Impuls hat Lübeck die Möglichkeit, ein sichtbares Zeichen für Vielfalt und Teilhabe zu setzen – und Kindern wie Familien neue Räume zum Spielen, Sport treiben und Begegnen zu eröffnen.
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Die Initiative sieht mit dem Antrag das Thema barrierefreie Freizeitangebote erneut in der Lübecker Politik angekommen. Foto: Archiv/HN

Die Initiative sieht mit dem Antrag das Thema barrierefreie Freizeitangebote erneut in der Lübecker Politik angekommen. Foto: Archiv/HN


Text-Nummer: 174820   Autor: Initiative/red.   vom 04.09.2025 um 14.41 Uhr

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