Ratzeburger Allee: Anwohner kommen nicht auf Grundstücke
Lübeck - St. Jürgen: Archiv: Bei der Baustelle für den Radschnellweg musste umgeplant werden. Auf dem gesamten Bauabschnitt können Anwohner ihre Grundstücke nur noch zu Fuß erreichen. Damit die Autos von den Grundstücken kommen, gibt es bis Montagmorgen eine Ausnahme.
Aufgrund von Sicherheitsbedenken musste die Zufahrtssituation zu den Grundstücken im Zuge der Baustelleneinrichtung in der Ratzeburger Allee kurzfristig geändert werden. Die Zuwegungen zu den im ersten Bauabschnitt anliegenden Grundstücken können bedauerlicherweise nicht wie vorgesehen eingerichtet werden. Für das kommende Wochenende wird eine kurzzeitige Ausfahrtsmöglichkeit für die Fahrzeuge der Anwohner:innen eingerichtet.
Ursprünglich war geplant, die Zufahrten zu den Grundstücken so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. So wurde es auch auf den Informationsschreiben für Anwohnende durch die ausführende Baufirma kommuniziert.
Im Zuge der Baustelleneinrichtung haben sich jedoch Sicherheitsbedenken ergeben, da der Anliegerverkehr ein zu großes Risiko für die Mitarbeiter der Baufirma darstellen würde. Ein Vor-Ort-Termin mit der Berufsgenossenschaft hat diese Bedenken bestätigt.
Die Einrichtung von kürzeren Bauabschnitten ist nicht möglich, da die ausführende Firma nur im Bereich des Standesamtes die Möglichkeit hat zu laden, ohne Äste an den Baumkronen zu beschädigen. Nur an dieser Stelle ist also ein Beladen möglich, da der Radlader auch nicht im öffentlichen Verkehrsraum fahren darf. Die lange Baustellenabsperrung wird also benötigt, um die Baumaßnahme beschicken zu können. Somit gibt es derzeit keine rechtssichere Lösung für die Anliegenden, ihre Grundstücke mit dem Auto zu erreichen.
"Die Hansestadt Lübeck bedauert sehr, dass aufgrund der sehr kurzfristigen, für alle Projektbeteiligten überraschenden Entwicklung während der Baustelleneinrichtung keine frühzeitige Kommunikation hierzu an die Anlieger erfolgen konnte", teilt die städtische Pressestelle mit.
Es bleibt vorerst bei der rein fußläufigen Erreichbarkeit der Grundstücke im Bereich des Bauabschnittes. Die maximale Entfernung zwischen den Seitenstraßen beträgt etwa 75 Meter. Der dort stattfindende Breitbandausbau wurde bereits aufgefordert, die Bereiche in der Stresemannstraße, Lessingstraße und Herderstraße zu räumen, um hier keine weiteren zusätzlichen Baustellenkonflikte zu schüren und mehr Platz für Anlieger zu schaffen.
Ausfahrtsmöglichkeit für Anwohner "Natürlich sollen alle betroffenen Anwohner die Möglichkeit bekommen, ihre Fahrzeuge von ihrem Grundstück zu entfernen und umzuparken, sofern noch nicht geschehen", so die Stadt. Hierfür ist die Vollsperrung bis Montag, 8. September 2025, 7 Uhr, unter Einhaltung aller sicherheitsrelevanten Rahmenbedingungen so eingerichtet, dass eine Durchfahrt möglich ist.
Am Brink wird eine mobile Fußgängerampel aufgestellt, um eine kürzere Querung zu ermöglichen. Zudem wurden drei der fünf Taxiparkplätze am Anfang der Baustelle in Kurzzeitparkplätze (30 Minuten) umgewandelt, damit Medikamente aus der Apotheke abgeholt oder Tiere und Menschen zu den Arztpraxen gebracht werden können.
Die Erreichbarkeit für Rettungsfahrzeuge ist weiterhin sichergestellt.
Ursprünglich war geplant, die Zufahrten zu den Grundstücken so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. So wurde es auch auf den Informationsschreiben für Anwohnende durch die ausführende Baufirma kommuniziert.
Im Zuge der Baustelleneinrichtung haben sich jedoch Sicherheitsbedenken ergeben, da der Anliegerverkehr ein zu großes Risiko für die Mitarbeiter der Baufirma darstellen würde. Ein Vor-Ort-Termin mit der Berufsgenossenschaft hat diese Bedenken bestätigt.
Die Einrichtung von kürzeren Bauabschnitten ist nicht möglich, da die ausführende Firma nur im Bereich des Standesamtes die Möglichkeit hat zu laden, ohne Äste an den Baumkronen zu beschädigen. Nur an dieser Stelle ist also ein Beladen möglich, da der Radlader auch nicht im öffentlichen Verkehrsraum fahren darf. Die lange Baustellenabsperrung wird also benötigt, um die Baumaßnahme beschicken zu können. Somit gibt es derzeit keine rechtssichere Lösung für die Anliegenden, ihre Grundstücke mit dem Auto zu erreichen.
"Die Hansestadt Lübeck bedauert sehr, dass aufgrund der sehr kurzfristigen, für alle Projektbeteiligten überraschenden Entwicklung während der Baustelleneinrichtung keine frühzeitige Kommunikation hierzu an die Anlieger erfolgen konnte", teilt die städtische Pressestelle mit.
Es bleibt vorerst bei der rein fußläufigen Erreichbarkeit der Grundstücke im Bereich des Bauabschnittes. Die maximale Entfernung zwischen den Seitenstraßen beträgt etwa 75 Meter. Der dort stattfindende Breitbandausbau wurde bereits aufgefordert, die Bereiche in der Stresemannstraße, Lessingstraße und Herderstraße zu räumen, um hier keine weiteren zusätzlichen Baustellenkonflikte zu schüren und mehr Platz für Anlieger zu schaffen.
Ausfahrtsmöglichkeit für Anwohner "Natürlich sollen alle betroffenen Anwohner die Möglichkeit bekommen, ihre Fahrzeuge von ihrem Grundstück zu entfernen und umzuparken, sofern noch nicht geschehen", so die Stadt. Hierfür ist die Vollsperrung bis Montag, 8. September 2025, 7 Uhr, unter Einhaltung aller sicherheitsrelevanten Rahmenbedingungen so eingerichtet, dass eine Durchfahrt möglich ist.
Am Brink wird eine mobile Fußgängerampel aufgestellt, um eine kürzere Querung zu ermöglichen. Zudem wurden drei der fünf Taxiparkplätze am Anfang der Baustelle in Kurzzeitparkplätze (30 Minuten) umgewandelt, damit Medikamente aus der Apotheke abgeholt oder Tiere und Menschen zu den Arztpraxen gebracht werden können.
Die Erreichbarkeit für Rettungsfahrzeuge ist weiterhin sichergestellt.
Kommentare zu diesem Text (17):
Justin_Time
schrieb am 5.9.2025 15.38 Uhr:
Ich habs ja gesagt: andere müssen wieder einmal die Zeche zahlen.
Das wäre vermeidbar gewesen, wenn man nicht jedem politisch korrekten (...) hinterher laufen würde.
Als wenn Lübeck irgendwem etwas beweisen müsste. Täuscht den Bürgermeister aus, dann wirds besser werden.
Christian
schrieb am 5.9.2025 15.48 Uhr:
Bitte die Überschrift ändern:
"Ratzeburger Allee: Anwohner kommen mit dem Auto nicht auf Grundstücke"
Manfred Vandersee
schrieb am 5.9.2025 16.35 Uhr:
Wenn Lübeck etwas kann, dann ist es Immobilitätspolitik;) Tröstlich ist, dass die Menschen ihre Grundstücke wenigstens noch zu Fuß erreichen können.
Micha
schrieb am 5.9.2025 17.21 Uhr:
Moin,
alles nur Schwachsinn!!!! Kfz-Besitzer müssen Kfz-Steuer bezahlen. Wovon angeblich der Straßenbau finanziert wird. Was zahlen die Radfahrer??? Eine Nutzungsgebühr für die Straße??
Martin Stein
schrieb am 5.9.2025 17.32 Uhr:
Die allerneueste Ausrede : „da der Anliegerverkehr ein zu großes Risiko für die Mitarbeiter der Baufirma darstellen würde.“
Die Rede ist von 10-15 Häusern mit einer sehr überschaubaren Zahl von Anwohnern…
Was auf -zig Baustellen immer geklappt hat, ist nun nicht mehr möglich, hier soll wohl ein Präzedenzfall geschaffen werden…
Dass es eine „überraschende Entwicklung“ ist, setzt dem Ganzen die Krone auf:
Wo kommen nur plötzlich die ganzen Bäume her??
Pomm
schrieb am 5.9.2025 18.03 Uhr:
Wie aus dem Tollhaus...
Jan H
schrieb am 5.9.2025 18.03 Uhr:
Jetzt mal ihm ernst könntet ihr auch mal euch bei den Bauarbeitern bedanken ohne die würde es keine Straßen geben
Vielen Danke euch weil es ist kein leichter job
PS es werden dringend Fachkräfte usw gesucht also Bewerbt euch bei freien stellen
lg Jan H
Franky
schrieb am 5.9.2025 18.45 Uhr:
Wenn es für einige Arbeiter schon zu gefährlich ist (verständlicherweise), was soll denn werden, wenn alles fertig ist und hunderte Radfahrer da durchrasen?
Werden die Anwohner dann ein und ausgeflogen oder bekommt jede Zufahrt eine Ampel oder Schränke?🤔
Bruno Bär
schrieb am 5.9.2025 18.54 Uhr:
(...) Ich würde mitten auf der Straße parken. Warnblinker an und meine Sachen reinbringen. In aller Ruhe. Lindenau gehört für seine Antiautopolitik und bescheuerte Pro-Fahrrad-Propaganda aus dem Amt gejagt. Für ein paar wohlstandsverwahrloste Schönwettersportgerätenutzer wird jeder Schwachsinn gemacht. Gegen den Mehrheitswillen und jede Vernunft
Baerenkoenig-Bruno@web.de
Horst Mahler
schrieb am 5.9.2025 19.06 Uhr:
Oha... 75m(!!!) zu Fuß zum Haus!
Das bringt den deutschen Autofahrer natürlich an die Grenzen der Belastbarkeit!
Also, ganz wichtig: Proviant, ausreichend Wasser, Zelt und Schlafsack nicht vergessen, da nicht damit zu rechnen ist, diese Tortur ohne Übernachtung in freier Natur zu bewältigen.
Ich wünksche allen Betroffen viel Glück. Mögen eure Wanderschuhe euch sicher ans Ziel bringen!
Direkter Anlieger
schrieb am 5.9.2025 19.28 Uhr:
Wir sind mit unseren Unternehmen direkte Anlieger. Es geht hier nicht um Bequemlichkeit und dass man mit dem Auto nicht schön bis vor die Haustür fahren kann. Es geht hier um An- und Zulieferung, häusliche Pflege, Müllabfuhr, Essen auf Rädern usw. Angeblich sollen Feuerwehr und Krankenwagen an die Häuser kommen. Wie das gehen soll ist aber fraglich, da auch alle Barken ineinander fest verschlossen sind. Und was im Text nicht stand: das alles bis mindestens Januar! Kommunikation Null. Transparenz Null. Bürger- und Anwohnerbeteiligung Null. Unglaublich, dass sowas legal sein soll.
Jana
schrieb am 5.9.2025 19.52 Uhr:
Wofür vor allem? Ich und mein Lastenrad kommen mit den jetzigen Bedingungen super zurecht ohne irgendeinen Neubau
K.Weber
schrieb am 5.9.2025 20.13 Uhr:
@Bruno Bär:
Vorschlag meinerseits: lesen, dann scharf nachdenken und dann kommentieren.
Was hat Herr Lindenau mit der Entscheidung der BG zu tun? Da wissen Sie anscheinend mehr als alle anderen und behalten es für sich.
Und dass Sie für eine Mehrheit sprechen können, glaube ich niemals.
Lars
schrieb am 5.9.2025 20.20 Uhr:
@Micha Die KFZ Steuer (und auch alle weiteren mit dem Auto verbundenen Steuern) decken bei weitem nicht die durch Autos verursachten Kosten, das wird weit mehr aus anderen Steuern bezahlt, als bei Radwegen. Jeder Autofahrer kostet der Gesellschaft ca. 5000€ pro Jahr (https://www.sciencedirect.com/science/article/ pii/S0921800921003943).
Autofreund
schrieb am 5.9.2025 21.29 Uhr:
Die Schildbürger haben ein Rathaus ohne Fenster gebaut und dann versucht das Licht mit Säcken reinzutragen.
Das toppt Lübeck um Längen...
Matthias Neff
schrieb am 5.9.2025 22.23 Uhr:
Für bewegungseingeschränkte Mitbürger sind 75m eine ggf nicht mehr zu bewältigen. Die trainierten Radfahrer mögen sich darüber lustig machen, aber der Vorgang zeigt, daß die Lübecker Verwaltung mit der Planung größerer Maßnahmen in Teilen überfordert ist. Und leider sitzt der Bürgermeister der Verwaltung vor.
Mein Vorschlag: Denkmalschutz einschränken und Personal in die Planung stecken, damit heute die Denkmäler von morgen entstehen.
Oliver
schrieb am 8.9.2025 13.11 Uhr:
Micha
schrieb am 05.09.2025 um 17.21 Uhr:
"Moin,
alles nur Schwachsinn!!!! Kfz-Besitzer müssen Kfz-Steuer bezahlen. Wovon angeblich der Straßenbau finanziert wird. Was zahlen die Radfahrer??? Eine Nutzungsgebühr für die Straße??"
Kfz sind aber auch diejenigen, die Straßen abnutzen und Fahrbahnen beschädigen. Also wegen der KfZ müssen Fahrbahnen auch immer wieder erneuert und saniert werden.
Außerdem ist mir beispielsweise nicht bekannt, dass wegen Radverkehr unsere Brücken alle im A**** sind.
Dann kommen noch die ganzen Abstellplätze für die KfZ, wenn kein Parkplatz auf privatem Grund existiert. KfZ verbrauchen wesentlich mehr Platz.
Bisschen nachdenken, dann kommt man auch von selber drauf wieso ausgerechnet KfZ-Fahrer für Straßenbau blechen dürfen.
Auf meinem Arbeitsweg gibt es einen leicht abgesenkten Kantstein über den ich täglich rüberfahre und den Stein hab ich nun auch nach mehreren Jahren noch nicht kaputtbekommen. Das sähe bei Autos anders aus.