Ratzeburger Allee: Anwohner kommen nicht auf Grundstücke

Lübeck - St. Jürgen: Archiv - 05.09.2025, 14.39 Uhr: Bei der Baustelle für den Radschnellweg musste umgeplant werden. Auf dem gesamten Bauabschnitt können Anwohner ihre Grundstücke nur noch zu Fuß erreichen. Damit die Autos von den Grundstücken kommen, gibt es bis Montagmorgen eine Ausnahme.

Aufgrund von Sicherheitsbedenken musste die Zufahrtssituation zu den Grundstücken im Zuge der Baustelleneinrichtung in der Ratzeburger Allee kurzfristig geändert werden. Die Zuwegungen zu den im ersten Bauabschnitt anliegenden Grundstücken können bedauerlicherweise nicht wie vorgesehen eingerichtet werden. Für das kommende Wochenende wird eine kurzzeitige Ausfahrtsmöglichkeit für die Fahrzeuge der Anwohner:innen eingerichtet.

Ursprünglich war geplant, die Zufahrten zu den Grundstücken so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. So wurde es auch auf den Informationsschreiben für Anwohnende durch die ausführende Baufirma kommuniziert.

Im Zuge der Baustelleneinrichtung haben sich jedoch Sicherheitsbedenken ergeben, da der Anliegerverkehr ein zu großes Risiko für die Mitarbeiter der Baufirma darstellen würde. Ein Vor-Ort-Termin mit der Berufsgenossenschaft hat diese Bedenken bestätigt.

Die Einrichtung von kürzeren Bauabschnitten ist nicht möglich, da die ausführende Firma nur im Bereich des Standesamtes die Möglichkeit hat zu laden, ohne Äste an den Baumkronen zu beschädigen. Nur an dieser Stelle ist also ein Beladen möglich, da der Radlader auch nicht im öffentlichen Verkehrsraum fahren darf. Die lange Baustellenabsperrung wird also benötigt, um die Baumaßnahme beschicken zu können. Somit gibt es derzeit keine rechtssichere Lösung für die Anliegenden, ihre Grundstücke mit dem Auto zu erreichen.

"Die Hansestadt Lübeck bedauert sehr, dass aufgrund der sehr kurzfristigen, für alle Projektbeteiligten überraschenden Entwicklung während der Baustelleneinrichtung keine frühzeitige Kommunikation hierzu an die Anlieger erfolgen konnte", teilt die städtische Pressestelle mit.

Es bleibt vorerst bei der rein fußläufigen Erreichbarkeit der Grundstücke im Bereich des Bauabschnittes. Die maximale Entfernung zwischen den Seitenstraßen beträgt etwa 75 Meter. Der dort stattfindende Breitbandausbau wurde bereits aufgefordert, die Bereiche in der Stresemannstraße, Lessingstraße und Herderstraße zu räumen, um hier keine weiteren zusätzlichen Baustellenkonflikte zu schüren und mehr Platz für Anlieger zu schaffen.

Ausfahrtsmöglichkeit für Anwohner "Natürlich sollen alle betroffenen Anwohner die Möglichkeit bekommen, ihre Fahrzeuge von ihrem Grundstück zu entfernen und umzuparken, sofern noch nicht geschehen", so die Stadt. Hierfür ist die Vollsperrung bis Montag, 8. September 2025, 7 Uhr, unter Einhaltung aller sicherheitsrelevanten Rahmenbedingungen so eingerichtet, dass eine Durchfahrt möglich ist.

Am Brink wird eine mobile Fußgängerampel aufgestellt, um eine kürzere Querung zu ermöglichen. Zudem wurden drei der fünf Taxiparkplätze am Anfang der Baustelle in Kurzzeitparkplätze (30 Minuten) umgewandelt, damit Medikamente aus der Apotheke abgeholt oder Tiere und Menschen zu den Arztpraxen gebracht werden können.

Die Erreichbarkeit für Rettungsfahrzeuge ist weiterhin sichergestellt.

Entgegen den bisherigen Planungen gibt es keine Zufahrten auf die Grundstücke. Foto: STE/Archiv

Entgegen den bisherigen Planungen gibt es keine Zufahrten auf die Grundstücke. Foto: STE/Archiv


Text-Nummer: 174848   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 05.09.2025 um 14.39 Uhr

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