Radtour zu Stätten von Krieg und Frieden
Lübeck: Archiv - 08.09.2025, 14.41 Uhr: Unter dem Motto „ver.di-Radtour zu Stätten von Krieg und Frieden“ veranstaltete der ver.di- Arbeitskreis Friedenspolitik anlässlich des Antikriegstags eine Radtour, die zu markanten und geschichtsträchtigen Orten im Stadtgebiet führte. Darüber berichtet die Gewerkschaft in einer Mitteilung.Der Bericht von ver.di: (") Die Gruppe der Radlerinnen und Radler fuhr den Bahnhof, das Drägerwerk und die Luther-Kirche an. Ebenso wurde die ehemalige Volksschule in Moisling und das Geburtshaus von Willy Brandt in der Meierstraße besucht.
Kurze Referate erinnerten an die zentrale Rolle des Lübecker Bahnhofs in der Logistik für den 2. Weltkrieg. Von dort wurden die Lübecker Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens, Sinti und Roma und politisch, ethisch und rassistisch Verfolgte deportiert und in die Vernichtungs- und Konzentrationslager verbracht.
Das Drägerwerk und die Lutherkirche symbolisieren sowohl die aktive Unterstützung des Nationalsozialismus als auch in der Person Pastor Stellbrinks den Widerstand gegen das Regime. An der Volksschule in Moisling war mit Wilhelm Waterstrat ein engagierter Sozialdemokrat als Lehrer tätig. Willy Brandt schließlich stand ein für ein friedliches Zusammenleben der Menschen in sicheren Grenzen.
In den Diskussionen thematisierten die Teilnehmer die geschichtlichen Rollen von Kirche, Unternehmen und Staaten und suchten den eigenen Standort in der Gegenwart. Einhellig sprach man sich dafür aus, auch im nächsten Jahr die Aktion in ähnlicher Form wieder stattfinden zu lassen. (")

Die Gruppe fuhr den Bahnhof, das Drägerwerk und die Luther-Kirche an. Foto: Archiv/HN
Text-Nummer: 174884 Autor: ver.di/red. vom 08.09.2025 um 14.41 Uhr
