Armbruch am Hundestrand: Halterin bestreitet Vorwürfe

Lübeck - Travemünde: Archiv - 10.09.2025, 09.49 Uhr: Am Mittwochmittag (03. September 2025) stürzt eine Frau am Hundestrand auf der Travemünder Halbinsel Priwall, nachdem sie von einem Hund angesprungen worden sei. Dabei brach sie sich den Arm. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Jetzt meldete sich die Hundehalterin und widerspricht der Darstellung.

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„Ich bin die Hundehalterin“, schreibt Christiane Schollmayer. Sie habe den Bericht von HL-live.de gelesen und dann sofort mit der Polizei telefoniert. Der Darstellung der Spaziergängerin, dass sie von dem Hund angesprungen und dadurch zu Fall gebracht worden sei (Wir berichteten), widerspricht sie. „Dieser Bericht entspricht definitiv nicht der Realität“, so die Hundehalterin.

Ihre Darstellung: (") Ich war mit Schwanitz, meinem fünf Monate alten Labradoodle-Welpen am Hundestrand auf dem Priwall, unten an der Wasserlinie, und unterhielt mich mit zwei Hundebesitzerinnen. Eine der Damen spielte mit Schwanitz und er sprang welpentypisch immer vor ihr hoch und sie versuchte, ihm spielerisch zu erklären, dass er nicht hochspringen soll, auch wenn sie toben.

Als eine sehr schrill gewandete Dame wild fuchtelnd schrie: „Kann ich da vorbei, ohne dass der Hund mich anspringt?“ Ich sagte noch im Scherz, dafür kann ich nicht garantieren, er ist noch ein Welpe, und wollte Schwanitz gerade zurückrufen, als er die Frau zappelnd und schreiend entdeckte und in ihre Richtung lief, weil er es für ein Spiel hielt.

Sie wurde vollkommen hysterisch, als Schwanitz, mit Abstand vor ihr hochsprang, dann aber durch mein Rufen, wieder in meine Richtung lief. Während die Dame kreischend und gestikulierend in Badelatschen rückwärtslief. Dabei verlor sie das Gleichgewicht und stürzte rücklinks auf ihren schweren, vollen Rucksack. Währenddessen war Schwanitz bereits wieder bei mir und angeleint.

Die Dame, die mit Schwanitz vorher getobt hatte, lief zu ihr hin und versuchte, ihr aufzuhelfen und sie zu beruhigen, weil sie nach wie vor zappelte, schrie und vollkommen hysterisch war.

Ich wollte ihr selbstverständlich auch aufhelfen, nur hatte ich ja Schwanitz an der Leine und hätte nur mit Hund an sie rangehen können, was ich in dem Augenblick für kontraproduktiv hielt. Da sie aber bereits wieder auf den Beinen stand, bestand auch kein Anlass mehr dazu.

Die Dame, die ihr aufgeholfen hatte, sagte zu ihr: „Wenn sie so schreien und rumfuchteln, wird jeder Hund erst recht auf sie aufmerksam und meint sie wollen mit ihm spielen. Warum gehen sie denn hier am Hundestrand lang, wenn sie so eine Angst vor Hunden haben?“ Sie hätte einfach nur ganz normal vorbeigehen können, wie alle anderen auch, und Schwanitz hätte sie überhaupt nicht beachtet.

Die Dame brachte sie dann in Richtung der Sanitäter, da das Handgelenk geschwollen war, und ich folgte im Abstand von ein paar Metern, mit Schwanitz an der Leine. Ein junger Sanitäter kam uns bereits entgegen und übernahm die Gestürzte dann zusammen mit der anderen Dame. Ich rief insgesamt dreimal, ob ich noch irgendetwas tun könne, weil ich mich nicht einfach entfernen wollte, aber die Dame, die ihr half, winkte ab und bedeutete mir, mit einer Handbewegung, dass ich gehen solle. Ich blieb aber trotzdem noch über eine Stunde auf dem Priwall, am Strand, für den Fall, dass es noch Klärungsbedarf gegeben hätte.

Schwanitz hat die Frau nicht angesprungen oder in irgendeiner Weise berührt, geschweige denn umgeworfen. Auch ist er noch viel zu klein, um an ihre Brust ranzureichen. Die Frau ist gestürzt, weil sie rückwärts, in Schlappen, mit einem gefüllten Rucksack, im Sand weggerannt ist und dabei das Gleichgewicht verloren hat.

Es wäre sehr hilfreich, wenn sich die Dame, die ihr geholfen hat, bei mir oder der Polizei melden würde, und auch die zweite Dame, die dabei war, mit ihrem hellen Labrador.

Wenn mein Hund die Frau (…) angesprungen und den Sturz verursacht hätte, hätte ich dies selbstverständlich sofort meiner Hundehaftpflichtversicherung gemeldet. Aber hieran ist sie absolut selber schuld, und mich deswegen anzuzeigen, ist wirklich unverfroren, und ich werde eine Gegenanzeige wegen Verleumdung in Travemünde aufgeben. (")

Polizei sucht weiterhin Zeugen des Vorfalls
Zur Klärung des Vorfalls werden Zeuginnen gesucht: Eine Frau soll sich um die Verletzte gekümmert haben, eine weitere Frau mit einem hellen Labrador, soll ebenfalls die Situation mitbekommen haben. Hinweise nimmt die Polizei Travemünde unter der 04502/863430 entgegen.

Labradoodle „Schwanitz“ hätte die Frau nicht angesprungen und auch nicht umgeworfen, erklärt die Hundehalterin jetzt in einer Stellungnahme zu dem Unfall am Priwallstrand. Fotos: Privat

Labradoodle „Schwanitz“ hätte die Frau nicht angesprungen und auch nicht umgeworfen, erklärt die Hundehalterin jetzt in einer Stellungnahme zu dem Unfall am Priwallstrand. Fotos: Privat


Text-Nummer: 174923   Autor: red.   vom 10.09.2025 um 09.49 Uhr

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