Björn Engholm verkauft Currywurst im Café Salut
Lübeck - Innenstadt: Archiv - 10.09.2025, 14.23 Uhr: Seit 20 Jahren bietet das Café Salut der Heilsarmee ein Anlaufpunkt auch für Menschen mit wenig Geld. Hier gibt es Gespräche und vor allem ein Frühstück und ein warmes Mittagessen für ein paar Euro. Der Einrichtung droht die Schließung. Die Stadt hat eine finanzielle Unterstützung abgelehnt. Der ehemalige Ministerpräsident Björn Engholm kam am Mittwoch vorbei, um auf die Situation aufmerksam zu machen.
Stephan Dormann von der Lübecker Tafel, Björn Engholm und Rosi Scharf von der Heilsarmee engagieren sich für Leute, bei denen das Geld nicht für ein warmes Mittagessen reicht.
Am Mittwoch war "Currywurst-Tag" im Café Salut an der Ecke Engelsgrube/An der Untertrave. Die Gäste wurden von Björn Engholm bedient. Für ihn sei es vollkommen unverständlich, dass 500 Milliarden zusätzlich für Rüstung ausgegeben werden, einige Euro für so wichtige Projekte aber nicht übrig seien.
Das Café hatte auf eine Unterstützung durch die Stadt gehofft. "Die Stadt beteiligt sich in 2025 mit 60.000 Euro an der Finanzierung des Cafè Salut", hat die Bürgerschaft im vergangenen Jahr beschlossen. "Für die Sicherung des Weiterbetriebes und die Verstetigung der Unterstützung wird der Abschluss eines Budgetvertrages geprüft und der Bürgerschaft berichtet." Eine dauerhafte Hilfe für die Einrichtung gibt es aber wohl nicht.
Die Heilsarmee ist auf Freiwillige und Spenden angewiesen. Mit 50 Euro am Tag ist ein kostenloses Frühstück möglich, für 120 Euro am Tag kann allen Gästen ein kostenloses Mittagessen bereitet werden. Weitere Infos gibt es unter www.heilsarmee.de/currywurst.html.
Im O-Ton hören Sie Interviews von Harald Denckmann mit Björn Engholm und Rosi Scharf von der Heilsarmee.

Björn Engholm engagierte sich beim Currywurst-Tag, um auf die finanziellen Probleme der Einrichtung aufmerksam zu machen. Fotos, O-Ton: Harald Denckmann
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Text-Nummer: 174935 Autor: VG vom 10.09.2025 um 14.23 Uhr
