Smart City Index: Lübeck rutscht auf Platz 19 ab

Lübeck: Archiv: Der Digitalverband Bitkom hat zum siebten Mal den Smart City Index der 82 deutschen Großstädte veröffentlicht. Die Hansestadt Lübeck liegt 2025 mit 80,2 Punkten auf dem 19. Platz. Im Vorjahr lag Lübeck noch auf Platz 8.

Untersucht wurden die fünf Themenbereiche Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. Dabei hat Lübeck innerhalb eines Jahres nur 0,2 Punkte verloren. Allerdings holen die anderen Städte auf. "Deutschlands Städte kommen bei der Digitalisierung in großen Schritten voran. Das gilt für die Spitzenreiter, das gilt vor allem aber auch für die gesamte Breite aller 83 deutschen Großstädte, die wir im Smart City Index untersuchen", sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst.

Schlecht sieht es in Lübeck bei der Digitalisierung interner Prozesse bei der Verwaltung aus. Beim Thema "Verwaltung" rutscht Lübeck um elf Plätze auf Platz 32 der bundesweiten Großstädte. Das Serviceportal und die Online-Terminvergabe für die Bürger bekommen dafür 100 von 100 möglichen Punkten. Bei den Leistungen zum Online-Zugangsgesetz liegt Lübeck im guten Mittelfeld. Eine gute Bewertung gibt es für den flächendeckenden Breitbandausbau und die sehr gute 5G-Abdeckung.

Bürgermeister Jan Lindenau sagte zu dem Ergebnis: "Die digitale Entwicklung ist dynamisch. Es zeigt sich schnell, wenn personelle wie finanzielle Ressourcen nicht mehr vollumfänglich zur Verfügung stehen. Wir waren bisher verwaltungsseitig strategisch und operativ gut aufgestellt. Wenn man bedenkt, dass wir im Index vor einigen Jahren auf Platz 67 gestartet sind, ist Platz 19 von 83 nicht schlecht. Aber es muss konsequent weitergehen, damit wir das Erreichte nicht wieder verspielen. Konkret heißt das: Personal muss für diese Zukunftsaufgabe bereitgestellt, die digitalen und smarten Projekte müssen konsequent weiterverfolgt werden. Insbesondere für die Projekte, die zum Teil bis zu 90 Prozent gefördert werden. Sonst droht uns auch noch Fördermittelverlust."

Der Bitkom Smart City Index ist das Digital-Ranking, das alle 83 deutschen Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern mit Blick auf den Stand der Digitalisierung in 163 Punkten miteinander vergleicht. Die Grundlage für diesen Index bildet eine umfassende Analyse von mehr als 13.000 Datenpunkten.

Weitere Details gibt es unter www.bitkom.org/Smart-City-Index.
Lübeck rutscht beim Thema Smart City ab. Die anderen Städte haben deutlich aufgeholt. Foto: HN/Archiv
Lübeck rutscht beim Thema Smart City ab. Die anderen Städte haben deutlich aufgeholt. Foto: HN/Archiv

Text-Nummer: 174959    Autor: VG    vom 11.9.2025 15.03 Uhr

Kommentare zu diesem Text (13):

Susi59

schrieb am 11.9.2025 16.01 Uhr:
Wen wundert es?

Benny

schrieb am 11.9.2025 16.32 Uhr:
Ich frage mich, was in dieser Stadt "smart" oder "digitalisiert" ist.

Walgemar Waldner

schrieb am 11.9.2025 16.47 Uhr:
Haut rein in die Tasten ihr ewig frustrierten Jammerlappen!

Susi59 hat schonmal den Anfang gemacht.

Marco

schrieb am 11.9.2025 17.29 Uhr:
Na dann werden noch ein paar Leute eingestellt, wo ist das Problem? (...) Rote Stadt, und faule Mitarbeiter ... das ist Lübeck!

Coleroulade

schrieb am 11.9.2025 19.28 Uhr:
Breitbandausbau flächendeckend? Merke ich bei uns in der Straße nichts von.

Alex

schrieb am 11.9.2025 19.28 Uhr:
Ich habe es immer gewusst, dass die Abschaffung der Faxgeräte ein schwerer Fehler war, jetzt sieht man mal, was dabei herauskommt 😅

Christian Kuhlmey-Becker

schrieb am 12.9.2025 8.20 Uhr:
Bei vielen Kommentaren sieht man, dass es den Leuten nicht um die Sache geht, sondern ums Prinzipmeckern, um den allgemeinen Lebensfrust zu bekämpfen. Lübecks Digitalisierung ansich ist ja nicht schlechter geworden, sondern andere Städte haben auf- bzw. überholt. Und das Ranking im Einzelnen zeigt, wo gehandelt werden muss. Und wenn jemand pauschal über die städtischen Mitarbeiter:innen herzieht, ist das nur dumm. Die allermeisten von ihnen machen ihren Job unter den gegebenen Verhältnissen gut und besser.

Quo Vadis Lübeck?

schrieb am 12.9.2025 9.32 Uhr:
L'art pour l'art - Die Kunst um der Kunst Willen - Die Digitalisierung um der Digitalisierung Willen! Also Aktionismus.

Das Ranking der Digitalisierung macht doch keinen Sinn!

Hat man die Nutzer, also die Lübecker, befragt, wie die Digitalisierung bein ihnen ankommt und ob sie diese überhaupt als Zusatznutzen empfinden?

Es wäre darüber nachzudenken, dass nach BM Meinung, für die Digitalisierung zusätzliches Personal benötigt wird. Sollte es eigentlich eher der umgekehrte Fall sein?

Welchen finanziellen Vorteil bringt überhaupt die Digitalisierung für Lübeck und die Lübecker??

Gunnar Baden

schrieb am 12.9.2025 11.20 Uhr:
Es ist immer das gleiche Spiel mit unserem Bürgermeister, der so wenig auf die Kette bekommt.

Bei Erfolgen ist er es gewesen und wenn es nicht läuft, sind andere schuld.

Manfred Vandersee

schrieb am 12.9.2025 11.51 Uhr:
Ein Ranking macht kaum Sinn, schon gar nicht von der Bitkom. Schön wäre, wenn alles in Sachen Digitalisierung irgendwann endlich mal wirklich zuverlässig funktioniert.

Oftmals sind schlechte Benutzerschnittstellen oder auch nur umständliche Anmeldeprozeduren der Grund dafür, dass manche Systeme nicht oder kaum genutzt werden. Das hat jedoch weniger mit den modernen Endgeräten oder fehlender Updates zu tun, sondern damit dass viele digitale Dienste einfach von Grund auf schlecht konzipert sind, wie beispielsweise die (...)-App oder die App der (...).

Leider sind viele digitale Dienste nur auf wenigen Betriebssystemen mit spezieller Software oder vollkommen proprietär nur als "APP" überhaupt nutzbar.

Ein kompetenter Informatiker sagte mal: Erst wenn man mit einem Linux-PC im Browser eine digitale Dienstleistung ohne viel Bastelei und große Umgewöhnung nutzen kann, dann funktioniert das mit der Digitalisierung.

Da stimmt mitunter der Spruch: Vieles war früher besser.

Hirn veraendert

schrieb am 12.9.2025 12.11 Uhr:
Freu Freu Gratulation Herzlichen Glückwunsch Drück die Stadt feste! Als Stadt kann sie super stolz sein, auf dem letzten Platz (hoffentlich bald!) zu landen. Denn genau jenes ist mega sympathisch. Digitale Technik braucht kaum jemand und erst recht kaum eine Privatperson; fluchen eh nur alle herum weil NIX klappt vor allem nicht mit den Apps (zuletzt bei den Ablesern die brauchen 10 mal so lange weil das nicht klappt mit den Apps und den so tollen elektrischen Geräten...) und wird auch nie reibungslos klappen egal in welchem Bereich. Digitalisierung bedeutet größtenteils Dummheit pur. NIX kaufen NIX machen NIX online nutzen. Ressourcen schonen Elektromüll einsparen. Bisher verzögert das "alles digital machen" den einzelnen Bürger so gut wie ALLES und es besteht NULL Interesse daran das weiter zu nutzen, demnächst wird sogar der PC nicht mehr ersetzt wenn er Schrott ist (nach 20 J. ungefähr wahrscheinlich paar Jährchen sind ja gott sei dank schon um). Handys werden sowieso nicht mehr ersetzt. Tschüss Mist Digitalisierung - ohne uns und wir werden immer mehr davon :) Das Problem ist dass die Extrem-Nutzer und Befürworter immer mehr im Hirn "verändert" sind das schließt auch ein dass sie nicht mehr analog schreiben etc. und ihr Denken und Verhalten und Verständnis für andere Menschen sind abgestellt nun ja manche merken gar nichts mehr und sind Technikfreaks ist ja auch ein tolles Geschäft was. Und andere sind halt agressiv von der Strahlung oben unten rechts links selbst in den eigenen strahlungsfreien Vier Wänden hat man dann mindestens 30 Strahlgeräte von Nachbarn die durch die eigenen Räume sichtbar sind und mit Sicherheit auch strahlen das nenn ich mal Täter.

andre klar

schrieb am 12.9.2025 17.58 Uhr:
Dafür gibt es andere Bereiche der Verwaltung, wo Lübeck sicherlich ganz weit vorne liegen würde, z.B. bei den Fehlzeiten der Mitarbeiter.

Hilde Jansen

schrieb am 12.9.2025 22.45 Uhr:
Bei aller Digitalisierung: Es gibt viele - gerade ältere - Menschen, die sich mit der zunehmend digitalisierteren Welt schwertun: Viele Infos gibt es nur noch über die App. Andere Funktionen sind analog nicht mehr nutzbar. Und davon sind nicht nur ältere Menschen betroffen, sondern auch Menschen mit einem sehr geringen finanziellen Spielraum, die sich selbst ein gebrauchtes smartphone nicht immer ad hoc leisten können. Jetzt werden einige Meckerfreunde vielleicht denken: Menschen mit ganz wenig Geld sollen gefälligst arbeiten gehen (tun viele ja auch). Es gibt auch unfreiwillig erwerbsunfähige Menschen. Aber die analoge Alternative muss bleiben. Digitalisierung ist wichtig, aber zu einem WAhn sollte sie nicht ausarten. Plötzlich war Lübeck analog nicht mehr zu nutzen - in sehr vielen Situationen. Infos an den Bushaltestellen zunehmend nur über App abrufbar etc. An vielen Paketshops geht es nur über App - manche funktionieren noch mit Codes.Lübeck lag ganz schnell ganz vorn. Die verschnarchte Stadt wollte plötzlich super-hip sein. Und Viele wurden ausgegrenzt. Na ja, sind vermutlich einfach zu blöde für diese WElt... werden vielleicht jetzt manche denken. Das zeigt, wie sich diese Digi-Welt fatal auf unsere Hirne und unsere Empathie auswirken kann.