Auszeichnung: Kinder bei Venenpunktion die Angst nehmen

Lübeck - St. Jürgen: Archiv - 11.09.2025, 15.29 Uhr: Zum ersten Mal stand am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) die wissenschaftliche Arbeit von Pflegekräften sowie Therapeutinnen und Therapeuten im Mittelpunkt: Der Healthcare Professional Poster Award für Pflege- und Therapieberufe präsentierte 15 Poster in vier thematischen Clustern. Den ersten Preis gewann Jule Steinbach, Pflegefachkraft am Campus Lübeck.

„Die Gesundheitsberufe befinden sich in einem stetigen Wandel. Ihre zentrale Rolle in der Versorgung gewinnt an Sichtbarkeit – und die akademische Pflegeausbildung ist dabei ein wichtiger Baustein. Sie schafft neue Handlungsspielräume, stärkt die interprofessionelle Zusammenarbeit und trägt dazu bei, die Versorgung qualitativ weiterzuentwickeln“, sagte Monika Alke, Vorstand für Krankenpflege, Patientenservice und Personalangelegenheiten am UKSH. Entsprechend den Empfehlungen des Wissenschaftsrates haben sich das UKSH und die Universität zu Lübeck gemeinsam auf den Weg gemacht, Strukturen zu schaffen, in denen wissenschaftlich arbeitende Pflegekräfte und Therapiefachpersonen ihre Expertise gezielt in die klinische Praxis einbringen können – und Schleswig-Holstein damit zu einem Vorreiter in der Weiterentwicklung akademisierter Gesundheitsberufe zu machen.

Die Posterbeiträge spiegelten die Vielfalt und Innovationskraft der Berufsgruppen wider. Im Themenbereich Arbeitswelt und Organisation standen die Arbeitsbedingungen, Führungsmodelle und Rollenverständnisse im Mittelpunkt. Der Bereich Kinder- und Jugendgesundheit widmete sich speziellen klinischen und psychosozialen Herausforderungen junger Patientinnen und Patienten.

Den ersten Preis erhielt Jule Steinbach, Pflegefachkraft am Campus Lübeck, für ihre Arbeit zu Maßnahmen, die Kindern während einer Venenpunktion Angst und Schmerzen nehmen können – etwa durch Ablenkung, spielerische Elemente oder den Einsatz digitaler Hilfsmittel. Damit wurde ein Thema gewürdigt, das für Kinder, Eltern und Fachpersonal gleichermaßen von hoher Bedeutung ist. Sie erhielt dafür einen Bildungsgutschein für ein europäisches Symposium im Wert von 2000 Euro.

Jule Steinbach (5.v.r.) mit der Jury und den anderen Preisträgern. Foto: UKSH

Jule Steinbach (5.v.r.) mit der Jury und den anderen Preisträgern. Foto: UKSH


Text-Nummer: 174960   Autor: UKSH/red.   vom 11.09.2025 um 15.29 Uhr

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