Großübung mit 500 Beteiligten in Ratekau

Ratekau: Archiv - 13.09.2025, 16.32 Uhr: Ein Jahr Vorbereitung, 500 Einsatzkräfte und Darsteller: Am Samstag fanden an der César-Klein-Schule in Ratekau mehrere Großübungen statt. Ausgangspunkt war mindestens ein gefährlicher Täter im Schulgebäude.

Insgesamt waren knapp 500 Menschen an der Übung an der Gemeinschaftsschule in Ratekau beteiligt. Für das Training in echter Umgebung und originaler Schulkulisse hatte die Polizeidirektion Lübeck zwei Bedrohungsszenarien erarbeitet. 100 Schülerinnen und Schüler, gespielt von Auszubildenden und Studierenden der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung, wirkten an der Übung mit. Zusätzlich sorgten speziell geschminkte und mit fiktiven Verletzungen versehene Darsteller sowie an der Schule tätige Lehrkräfte und Angestellte für ein realitätsnahes Übungsszenario.

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Nach einem durch die Regie bei der Einsatzleitstelle gemeldeten Amok-Alarm an der César-Klein-Schule mussten am Samstagvormittag zunächst Polizisten der Reviere und Polizeistationen aus Lübeck und Ostholstein schwer bewaffnet und mit speziellen Schutzwesten ausgestattet einen bewaffneten Täter in der Schule überwältigen. Zusätzlich kümmerten sie sich um schwer verletzte Menschen und organisierten die Übergabe an den Rettungsdienst außerhalb des Gefahrenbereiches. Dabei gab es Tote und Verletzte.

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Am Nachmittag war es vorrangig die Aufgabe der Spezialeinsatzkräfte des Landeskriminalamtes, einen bewaffneten Täter festzustellen, der sich in der Schule aufhielt und mehrere Personen verletzt hatte.

Parallel liefen am Einsatzort die für die Übungseinsatzlage wichtigen Ermittlungen der Kriminalpolizei an. Um einen möglicherweise flüchtigen Täter zu identifizieren, Fahndungsmaßnahmen zu koordinieren und Aufschluss über die Gefährlichkeit des Täters zu erlangen, befragten die Beamten in einem strukturierten Verfahren Zeugen und Unverletzte.

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In die Übung waren auch auf freiwilliger Basis einzelne Lehrkräfte und Angestellte der Schule aktiv in ihrer eigenen Funktion eingebunden. Auch für sie stellte die Teilnahme eine Herausforderung dar. Wie die eingesetzten Polizeibeamten mussten sie mit psychischem und emotionalem Druck umgehen und für sich und die fiktiven Schülerinnen und Schüler die richtigen Entscheidungen treffen. Im Bedarfsfall wurde und wird für eine entsprechende Betreuung gesorgt.

In einem Fazit erklärte Bernd Olbrich, Leiter der Polizeidirektion Lübeck: "Wir haben diese Großübung so realistisch wie möglich geplant und die handelnden Akteure vor eine echte Herausforderung gestellt. Das ist erforderlich, denn im Ernstfall müssen sie unter hohen Risiken sehr schnell richtige Entscheidungen treffen und handeln, um Menschenleben zu retten und zu schützen. Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Polizisten, Rettungskräften und dem Schulpersonal für ihr hohes Engagement, das zum Gelingen der Übung maßgeblich beigetragen hat."

In den kommenden Wochen werden die Erfahrungen und Ergebnisse der Übung ausgewertet.

An der Schule wurden am Samstag Bedrohungslagen geübt. Fotos, Video: VG

An der Schule wurden am Samstag Bedrohungslagen geübt. Fotos, Video: VG


Text-Nummer: 174985   Autor: PD Lübeck/VG   vom 13.09.2025 um 16.32 Uhr

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