Aktionscamp auf dem Lübecker Markt
Lübeck - Innenstadt: Archiv - 14.09.2025, 10.14 Uhr: Vom 19. bis 21. September 2025 wird es anders als sonst aussehen auf dem Markt Lübeck: Verschiedene politische Gruppen gestalten zusammen ein "Aktionscamp zu Antifaschismus und Klimagerechtigkeit".Wir veröffentlichen die Mitteilung von "Fridays for Future Lübeck" im Wortlaut:
(")Mit dabei sind die Lübecker Ortsgruppen von Fridays for Future, Psychologists for Future und Ende Gelände sowie das Lübecker Flüchtlingsforum. Neben der Möglichkeit, mit allen Gruppen ins Gespräch zu kommen, wird es ein buntes Programm aus Workshops, Filmvorstellung, Yoga, Vorträgen, gemeinsamer Gestaltung des Camps und vieles mehr geben.
Für die Programmpunkte kommen noch viele weitere Kollektive, zum Beispiel das Bündnis "Lübecker Stadtwald retten" oder die solidarische Fahrradwerkstatt "Bike Kitchen", zur Unterstützung ins Camp. So wird ein breites Spektrum an aktuellen Themen, von dem lokal rodungsbedrohten "Bartelsholz" bis zur Klimakrise als Fluchtgrund, thematisiert. Mit dabei ist auch eine Klimacouch, die sich um den Markt bewegt und auf der Gefühle zum Thema Klimakrise besprochen werden können.
Am bundesweiten Klima-Aktionswochenende von Fridays for Future werden in ganz Deutschland Klimastreiks oder andere Aktionsformen stattfinden. Statt einer großen Demo wie zuletzt am 14. Februar 2025 haben die organisierenden Gruppen sich entschieden, dass ein mehrtägiges Camp nicht nur Raum für mehr Themen, die aktuell relevant und mit der Klimakrise verschränkt sind, bietet, sondern auch persönlichen Austausch ermöglicht. Es sind alle Menschen herzlich willkommen, die die Themen oder uns kennenlernen, sich über Möglichkeiten des Aktivismus informieren, oder solidarisches Zusammenleben erleben und in einem geteilten "Wohnzimmer" ihre Hausaufgaben erledigen wollen.
Im Camp ist kein Platz für Rassismus, Sexismus, Queerphobie, Antisemitismus, Ableismus oder jegliche sonstige Form der Diskriminierung und es wird ein Awarenessteam geben, welches für alle ansprechbar ist.
Das Programm steht noch nicht felsenfest und wird tagesaktuell auf den Instagramaccounts der Gruppen veröffentlicht. Vorab sei schon einmal das Abendprogramm erwähnt: Am Freitag, 20 Uhr, wird der Film "Kein Land für Niemand" von SeaEye gezeigt. Wer sich also im gemütlichen OpenAir-Kino gemeinsam mit den Themen Flucht, Migration und den politischen Mechanismen Europas auseinandersetzen möchte, sollte sich den 19. September schon einmal im Kalender markieren. Am Samstagabend könnt Ihr selbst aktiv werden: Bei unserer "offenen Bühne" könnt Ihr ab 20 Uhr das Mikro selbst in die Hand nehmen: singend, sprechend, spielend, tanzend – alles ist möglich! Die Veranstaltenden freuen sich auf vielfältige Beiträge.
Wir finden, Gemeinschaft verbraucht weniger knappe Ressourcen, verhindert Vereinsamung und schützt die psychische Gesundheit. Gleichzeitig ermöglicht sie Zeit und Raum für die Entstehung neuer Ideen zur Eindämmung der Klimakatastrophe und zum Kampf gegen Faschismus und Diskriminierung. Angst im Angesicht aktueller Nachrichten ist verständlich, aber sie darf nicht zu Abschottung führen, sondern kann, geteilt mit anderen Menschen, für mehr Verbundenheit und Solidarität genutzt werden!(")

Am kommenden Wochenende wird es wieder ein Aktionscamp auf dem Lübecker Markt geben. Foto: VG/Archiv
Text-Nummer: 174990 Autor: FFF Lübeck/red. vom 14.09.2025 um 10.14 Uhr
