Bürger für Lübeck fordern Investitions-Stopp

Lübeck: Archiv: Die Wählergemeinschaft Bürger für Lübeck (BfL) fordert ein Investitionsmoratorium bis zum 01. September 2026. „Neue Bauprojekte, Beschaffungen und Grunderwerb sollen in dieser Zeit nicht gestartet werden – es sei denn, die Finanzierung ist bereits gesichert“, so die BfL in einer Mitteilung.

Wir veröffentlichen die Mitteilung der BfL im Wortlaut:

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„Wir brauchen jetzt finanzielle Stabilität statt neuer Risiken“, betont Lothar Möller, Vorsitzender der BfL und Mitglied der Lübecker Bürgerschaft. „Solange völlig unklar ist, wie Bund und Land ihre Milliarden aus dem geplanten Sondervermögen verteilen, dürfen wir keine neuen Verpflichtungen eingehen.“

Das Sondervermögen des Bundes umfasst 500 Milliarden Euro, von denen rund ein Fünftel an Länder und Kommunen gehen soll. Doch wie diese Mittel konkret fließen, ist derzeit noch offen.

Von dem geplanten Stopp wären unter anderem Projekte wie die Umwandlung des Museums für Natur und Umwelt in ein Umweltbildungszentrum betroffen.

Ausgenommen bleiben nur dringend notwendige Vorhaben – insbesondere im Katastrophenschutz, beim Fernwärmeausbau, im Schulbereich sowie bei der Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur.

„Wichtig ist, dass Lübeck nicht den Überblick verliert – wir müssen die Mittel konzentriert dort einsetzen, wo sie unverzichtbar sind“, betont Möller.
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Die Wählergemeinschaft Bürger für Lübeck (BfL) fordert ein Investitionsmoratorium bis zum 01. September 2026. Foto: Archiv
Die Wählergemeinschaft Bürger für Lübeck (BfL) fordert ein Investitionsmoratorium bis zum 01. September 2026. Foto: Archiv

Text-Nummer: 175035    Autor: BfL/red.    vom 16.9.2025 12.17 Uhr

Kommentare zu diesem Text (7):

falscher Hase

schrieb am 16.9.2025 20.10 Uhr:
Was sagt Herr Möller denn zu der jetzt angeblich notwendigen Sanierung des massiv defizitären Lübecker Theaters ? Hier werden Kostenschätzungen von 217 Millionen Euro für die Sanierung genannt. In Köln begann die Sanierung der dortigen Oper mit Kostenschätzungen von 250 Millionen Euro, heute sind es dort bereits 1500 Millionen Euro, also das 6-fache der ursprünglich veranschlagten Kosten.

ExPope

schrieb am 16.9.2025 22.03 Uhr:
Egal wie viel Geld kommt. Zu jeder Zeit muss man vernünftig mit Steuergelder umgehen. Zivilschutz- gibt es Bunker. Schulen- siehe das Katharina.. Der Eintritt ins Schwimmbad ist schon in astronomischen Höhe. Otto Normal Bürger werden schon ausgeschlossen. Zahlen sollen alle. Energiekosten wie Strom und Gas sind noch teurer geworden. Aber nicht billiger.

OV

schrieb am 16.9.2025 22.12 Uhr:
Die Überschrift stimmmt allerdings nicht mit dem Inhalt des Textes überein.

ExPope

schrieb am 17.9.2025 8.59 Uhr:
@ OV - es hat wohl mit Investitionen zu tun. Die Bäder kosten allen Bürgern, aber nicht alle können es sich nicht leisten. Alles kostet Geld, aber die Art und Weise wie es ausgegeben wird kann mit Prioritäten zu tun haben, es sei denn das es einfach ausgegeben wird. Keine Philosophie steckt dahinter. Energiekosten müssen reduziert werden. Wie vor langem versprochen. Das Wasser fließt die Trave hinunter.

gordon zöllner

schrieb am 17.9.2025 12.00 Uhr:
Ich begrüße den Vorstoß der BfL bzw. Lothar Möllers ausdrücklich
Ein Investitionsstopp ist in der aktuellen Situation ein vernünftiger und verantwortungsvoller Schritt. Nur so bleibt Lübeck finanziell handlungsfähig
und kann künftige Mittel dort einsetzen ,wo sie für die Bürger den größten Nutzten bringen

OV

schrieb am 17.9.2025 12.06 Uhr:
ExPope, von einem _Investitions-Stopp_ ist im Text nicht die Rede. Dahin gehend ist die Überschrift falsch gewählt. Hier wird lediglich darauf verwiesen, dass die mglw. eingehenden Mittel aus Sondervermögen (oder was auch immer irgendwann an Mitteln fließen soll - es gibt ja bisher nicht mal annähernd verlässliche Zahlen) möglichst sinnvoll eingesetzt werden sollen. Eine Banalität. Ich verstehe den Beitrag oben so: Hallo, BFL hier, vergesst uns nicht, wir sind noch da.

Gundermann

schrieb am 17.9.2025 13.00 Uhr:
Jetzt bauen wir endlich mal eine Straßenbahn in Lübeck, kostet zwar ein riesiges Investitionvolumen, aber soll sich ja (sehr) langfristig rentieren.
Dafür streichen wir dann ganz heftig im Sozial- und Kulturbereich. Brücken brauchen auch nicht mehr saniert werden, wir sperren einfach die Autos aus und für die paar Fußgänger die noch in die Innenstadt wollen reichen die Brücken eh noch.
Ich freue mich auf eine ganz tolle Zukunft in Lübeck☹️