Diskussions- und Aktionstreffen in Lübeck
Lübeck: Archiv: „Nein zu Kriegspolitik und Militarisierung, Ja zu Frieden und Abrüstung!“ Unter diesem Motto fand einer Mitteilung der DKP am 17.09.2025 in Lübeck ein gut besuchtes Diskussions- und Aktionstreffen statt. Es diente zur Mobilisierung und Vorbereitung der bundesweiten Demonstrationen am 03. Oktober in Berlin und Stuttgart. Eingeladen hatten Landesorganisationen aus Schleswig-Holstein: aufstehen – die Sammlungsbewegung, Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), DKP Bezirk S-H, die Unbeugsamen - Linke Sammlung

Wir veröffentlichen die Mitteilung der DKP im Wortlaut:
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Zu den etwa 70 Teilnehmern sprach einleitend Zaklin Nastić, Ex MdB.
Sie verurteilte die geplante Stationierung von US-Mittelstreckenraketen, die 2026 nach Deutschland kommen sollen. Dies seien Erstschlagwaffen für einen Enthauptungsschlag,
die Deutschland zur strategischen Zielscheibe machen.
Diese Politik sei Teil einer Reihe von Maßnahmen, welche die Spannungen in Europa und damit die Kriegsgefahr drastisch erhöhen. Statt diplomatische Initiativen zu ergreifen, versuchten europäische Regierungen, die Kontakte zwischen Russland und den USA zur Beendigung des Tötens in der Ukraine zu hintertreiben.
Gleichzeitig seien von Seiten der Bundesregierung massive Kürzungen im sozialen Bereich geplant, während der Wirtschaftsstandort Deutschland systematisch ruiniert werde. Dies auch aufgrund der Abkoppelung von preiswerter Energie aus Russland und der Hinnahme des Terroranschlags auf die Gasleitung Nord Stream.
Das Sondervermögen von 500 Milliarden Euro stelle eine gewaltige Verschuldung Deutschlands auf Generationen dar und diene vor allem der weiteren Aufrüstung. Deutschland brauche jedoch nicht eine Erhöhung seiner Kriegstüchtigkeit, sondern dringend eine Erhöhung seiner Friedensfähigkeit.
Sie berichtete unter anderem von einer Israelreise, ihren Eindrücken von der völkerrechtswidrigen Kriegs- und Vernichtungspolitik der Netanjahu- Regierung in Gaza. Sie schilderte deren Enteignungs- und Besetzungspolitik gegen die Palästinenser im Westjordanland und das aggressive Vorgehen gegen die israelische Friedensbewegung.
Als gebürtige Polin verfolge sie die künstlich geschürte Aufregung über angeblich russische Drohnen in Polen und stelle befriedigt fest, das große Teile der dortigen Bevölkerung über diesen Hype nur den Kopf schütteln. Hoffnung bereite der Widerstand gegen Aufrüstung und Kriege, der sich weltweit zunehmend organisiere.
Zaklin Nastić rief zur Teilnahme an den geplanten Demonstrationen auf. Anschließend kam es zu einer regen Diskussion, bei der verabredet wurde, künftig gemeinsam Aktionen in Schleswig-Holstein durchzuführen.
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Kommentare zu diesem Text (5):
Lars
schrieb am 19.9.2025 2.27 Uhr:
Spricht von sozial, findet aber, einen Angriffskrieg zu finanzieren ist schon ok, wenn man dafür preiswerte Energie bekommt...
Martin S.
schrieb am 19.9.2025 9.20 Uhr:
"Terroranschlags"
Interessante Formulierung, soll wohl emotional mobilisieren. Dumm nur dass es kein Terroranschlag war, denn wer wurde dabei denn terrorisiert?
OK es ist nicht bekannt ob eine Plattfischkolonie am Anschlagsort gesiedelt hat, das müsste ggf. noch recherchiert werden.
Mazillpan
schrieb am 19.9.2025 10.23 Uhr:
@Martin Walter
Die DKP wurde 1968 gegründet und ist seitdem eine legale vom Verfassungsschutz beobachtete Partei, die nicht erst heute, sondern seit fast sechzig Jahren ebenfalls legale Versammlungen durchführt. Finde die Bildungslücke!
Niki Müller
schrieb am 19.9.2025 14.01 Uhr:
Fast 400 Friedensinitiativen, Gruppen und Organisationen mobilisieren für diese großen Demonstrationen am 3. Oktober unter dem Motto „Nie wieder kriegstüchtig - Stehen wir auf für Frieden“. Eine auch dafür informative und mobilisierende Veranstaltung in Lübeck ist sehr erfreulich! Ergänzend möchte ich für alle, die sich gegen Krieg, Hochrüstung und den daraus resultierenden wirtschaftlichen und infrastrukturellen Verfall mit begleitender galoppierender Verarmung engagieren möchten, noch die beiden Links zur Information mitgeben: https://nie-wieder-krieg.org/ Busfahrten u.a. ab Hamburg: https://busfahrt-frieden.de/
Fritze Bolle
schrieb am 19.9.2025 17.56 Uhr:
Zitat: diplomatische Initiativen zu ergreifen, versuchten europäische Regierungen, die Kontakte zwischen Russland und den USA zur Beendigung des Tötens in der Ukraine zu hintertreiben.
Lese und sehe ich die falschen Nachrichten? Ja, wenn die Ukraine kapituliert und dann Putin zu Diensten ist, hört das Töten sofort auf. Das sieht Tramp auch so. Zumindest müsste die Ukraine ein Viertel ihres Staatsgebiets abgeben.
Ich bin auch für Frieden und Abrüstung. Das hat Deutschland lange gemacht. Solange, bis die Bundeswehr fast nicht mehr einsatzfähig ist (Munition für 3 Tage, fehlende persönliche Ausrüstung der Soldaten).
Aber Putin fühlte sich angeblich bedroht.
Der Bauer schützt seine Lämmer gegen den Wolf mit einem Elektrozaun. Der Elektrozaun greift den Wolf nicht an. Wer schützt uns, wenn Putin jetzt Appetit bekommen hat?