Chemie-Unfall: Großübung in Schlutup
Lübeck - Schlutup: Archiv - 20.09.2025, 11.20 Uhr: Alarm bei Lübecks Berufs- und den Freiwilligen Feuerwehren. Am Samstag um 10 Uhr wurde ein Chemie-Unfall mit eingeklemmter Person gemeldet. Es bestehe Lebensgefahr. Erst vor Ort in Schlutup erfuhren die Einsatzkräfte: Es ist eine Übung.
Zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, der Löschzug Gefahrgut und zahlreiche Freiwillige Feuerwehren eilten ins Industriegebiet nach Schlutup. "Die Übung war unangekündigt geplant, um die Abläufe und Reaktionen der Einsatzkräfte möglichst realitätsnah zu testen", so die Feuerwehr. Die Einsatzbereitschaft sei aber zu jeder Zeit gesichert gewesen. Bei einem echten Einsatz wäre die Übung sofort beendet gewesen.

Nach gut einer Stunde war der Einsatz beendet. "Dadurch haben wir nun wertvolle Erkenntnisse über mögliche Anpassungen in unseren Konzepten gewonnen", berichtet Tim Nienhaus, der die Übung vorbereitet hat. Dabei geht es nicht nur um die Abläufe innerhalb der Feuerwehr, sondern auch um die Zusammenarbeit mit den Betrieben, die mit Gefahrstoffen arbeiten.
Nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz, bekannt als Störfall-Verordnung, ist es gefordert, sogenannte Störfallübungen in wiederkehrenden Abständen durchzuführen, um so die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und dem Gefahrgutspezialisten weiter zu optimieren beziehungsweise zu verbessern sowie taktische Abläufe, Kommunikation und logistische Prozesse unter realitätsnahen Bedingungen zu überprüfen.

In Schlutup fand am Samstag eine Großübung der Feuerwehr statt. Fotos: STE
Text-Nummer: 175124 Autor: VG vom 20.09.2025 um 11.20 Uhr
