CDU schlägt Alarm: Kleidercontainer werden zur Müllhalde
Lübeck: Archiv: Die CDU Lübeck schlägt Alarm: „Überfüllte Kleidercontainer und allgemein zunehmende Müllansammlung an Sammelstellen verschandeln seit Monaten verstärkt das Stadtbild und belasten nicht nur die Umwelt, sondern auch Anwohnerinnen und Anwohner“, heißt es in einer Mitteilung der Partei. „Immer öfter stapeln sich abgelegte Tüten, Kartons und sogar Sperrmüll neben den Containern, während aufmerksame Bürger berichten, dass Altkleider stadtweit kaum noch regelmäßig abgeholt werden.“
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„Es kann nicht sein, dass die Hansestadt zuguckt, während städtische Flächen zu wilden Müllkippen verkommen“, kritisiert Jens Zimmermann, stellvertretender Kreisvorsitzender der CDU Lübeck. „Die Verwaltung ist hier in der Pflicht – wir brauchen jetzt dringend ein Ende des Wegschauens.“
Bundesweit kämpfen Städte mit demselben Problem: Sinkende Absatzpreise für Textilien und neue gesetzliche Vorgaben erschweren die Sammlung. Einige Kommunen reagieren längst mit strengeren Regeln oder Abbau von Containern – in Lübeck hingegen bleibt offenbar alles beim Alten.
Zimmermann fordert deshalb unter anderem eine schnelle Bestandsaufnahme aller Containerstandorte, deutlich häufigere Leerungen an Problemplätzen sowie ein langfristiges Konzept zur Alttextilien-Sammlung, gegebenenfalls auch in Kooperation mit Wohlfahrtsverbänden. Auch private Aufsteller sollen endlich stärker kontrolliert und bei Verstößen spürbar sanktioniert werden. Außerdem müsse es klare Beschilderungen, verstärkte Kontrollen und schmerzhafte Geldbußen bei illegalen Ablagerungen geben.
„Senator Hinsen trägt die Verantwortung für die Sauberkeit in unserer Stadt – es reicht nicht, Probleme womöglich zu erkennen, er muss sie endlich lösen“, so Zimmermann. „Auch Bürgermeister Lindenau darf hier nicht länger weggucken: Wer Lübeck nach außen repräsentieren will, muss auch im Inneren für Ordnung sorgen. Im Zweifel muss er das Problem hier endlich zur Chefsache erklären.“
„Wir lassen die Menschen in den betroffenen Vierteln nicht länger allein. Sauberkeit ist eine Kernaufgabe der Stadt – und genau daran wird sich die Arbeit von Bürgermeister und Senator eben auch messen lassen. Wir haben hier klare Erwartungen an die Verwaltung. Wir bleiben dran“, verspricht Zimmermann.
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Kommentare zu diesem Text (17):
Autofreund
schrieb am 24.9.2025 11.11 Uhr:
Es liegt gar nicht nur so sehr an der Überfüllung.
Sondern vielmehr daran, dass eine bestimmte Klientel (welche darf ich nicht schreiben) die Container ausräumt um sich neu einzukleiden und die restlichen Sachen nicht wieder zurück in die Container stopft.
Das würde natürlich durch eine häufigere Leerung, zwar nicht verhindert, aber wohl deutlich eingeschränkt werden.
Hinzu kommt dieses blödsinnige Gesetz zur Entsorgung von Textilien.
creativmara
schrieb am 24.9.2025 11.30 Uhr:
Moin,
ja die Personaleinsparung zeigt hier ihre sehr unschöne Seite!
In vielen Bekleidungsgeschäften wird immer zu viel neue, Kleidung angeboten so wie hochwertige und wenig hochwertige, der ständige Wachstumszwang!
Es muss endlich ein Umdenken erfolgen, aus Rücksicht auf die Natur und ihre daraus
resultierenden sehr negativen Ergebnisse.
Gerade unser Bundeskanzler (CDU) will besonders das Wachstum ankurbeln!!!
Ein Blick auf den Klimawandel sollte ihm zeigen, der Zenit ist überschritten!
creativmara
Fritz Knispel
schrieb am 24.9.2025 11.44 Uhr:
Nicht erst seit jetzt werden die Wertstoffsammelplätze zu Müllhalden. Die Altkleider, die z.T. früher wohl Restmüll waren, werden nicht so entsorgt, wie der Bedarf ist. Für den abgelegten Müll hätte ich mir gewünscht, dass der kommunale Ordnungsdienst ein aktives Auge auf dieses Problem wirft, statt Falschparken zu erziehen.
christian2612@arcor.de
Martin Walter
schrieb am 24.9.2025 11.46 Uhr:
Da gibt es eine ganz einfache Lösung: Die Stellplätze einfach schließen und die Container entfernen. So hat man es in der Fregattenstraße gegenüber der Kamelbrücke in Reichweite des Problemhochhauses Klipperstraße auch gemacht. Einfach die Container abgezogen. Fertig. Müll liegt dort keiner mehr.
Von wegen Problemhochhaus Klipperstraße, erinnern sie sich noch an das Hochhaus im Pinassenweg, welches man irgendwann leergezogen und abgerissen hat? Heute stehen dort Reihenhäuser.
J. Gerwien
schrieb am 24.9.2025 11.46 Uhr:
Hübscher Ansatz von der CDU, wenn auch etwas weltfremd.
Natürlich wird an den Entsorgungsinseln alles sofort ganz toll sein, wenn die überfüllten Altkleidercontainer da nicht mehr stehen, und niemand wird dort dann Sperrmüll oder Textilien abladen - ganz ehrlich: wie weltfremd muss man sein, um das zu glauben?
Je abgelegener der Standort, desto regelmäßiger kommt dieses Restmüllproblem doch auf - und das liegt nicht nur an den Altkleidercontainern. Sicher kann man die Standorte abkündigen und hoffen, dass es besser wird, aber die CDU-Schelte ist mir hier etwas zu einfach gestrickt. Das Volk stellt so nen Kram leider heutzutage stupide einfach hin, ob das n Glascontainer, n Papiercontainer oder n Textilcontainer ist, das ist den Leuten, die das machen, doch wurscht. Oder sollen die das wie die absoluten Entsorgungsexperten dann auch lieber aufn Waldweg kippen?
Das Grundproblem liegt im fehlenden Verantwortungsbewusstsein vieler Leute. Vielleicht wäre es manchmal besser, nicht solche Containerburgen zu bauen, wie es aktuell häufig ist. Das lädt offenbar zum Müll hinstellen ein. Wie wärs mal mit getrennten Standorten für die einzelnen Dinge, also Glas hier, Papier dort und Altkleider noch mal woanders? Vielleicht ist dann das Müll ablagern beim einen oder anderen doch mit etwas mehr Skrupel verbunden...
Markus
schrieb am 24.9.2025 12.13 Uhr:
Danke, CDU. Danke A.M.
Wir schaffen das.
Tom Meier
schrieb am 24.9.2025 12.14 Uhr:
Da muss nix erfasst werden, das gibt es schon fertig:
https://overpass-turbo.eu/s/2cgH
Und ja, bitte die Klamottencontainer entfernen! Vermüllen nur!
Jean Pierre Hintze
schrieb am 24.9.2025 12.26 Uhr:
Tatsächlich werden Kleiderspenden entgegen vielen Erwartungen nicht an "arme Menschen" weitergegeben, sondern verkauft, in Zellstoff umgewandelt und z.b. als Lappen für die Industrie weiterverarbeitet. Es besteht also eine kommerzielle Nachfrage. Aber ob Kleidercontainer oder Bücherboxen - manche Menschen scheinen darauf angewiesen, hier Material für ihre Privatverkäufe zu sammeln. Leider sieht es dann oft eher nach "Plünderung" aus. Ein Pfandsystem für die Abgabe von gebrauchten Textilien wäre deshalb sinnvoll. Noch sinnvoller wäre es aber, gebrauchsfähige Textilien denen zu geben, die sie praktisch nutzen, also an die Flüchtlings- und Obdachlosenhilfe.
jp@hintze.es
Susi59
schrieb am 24.9.2025 12.27 Uhr:
Dann stellt wieder mehr Container auf! Ich habe auch vergeblich nach Containern gesucht. Habe es aber nicht auf diese Weise entsorgt. Muss mir echt Gedanken machen, wo ich die ollen Plünnen lasse. Ich kann auch nicht aufgrund meiner Gehbehinderung durch die Gegend laufen, um irgendwelche Sozialkaufhäuser aufzusuchen. Leider wurde unser Altkleider Container vom Parkplatz von Lidl und Rewe in der Moislinger Allee entfernt.
M. Schauseil
schrieb am 24.9.2025 12.40 Uhr:
Zunehmend werden auch Taschen und Boxen mit Sachen, die der Besitzer nicht mehr haben möchte, an Gartenzäune zum Mitnehmen gestellt. Nur bleiben sie dort stehen und sind spätestens nach einem Regen meist nur noch für den Abfall geeignet.
Vielleicht könnte besser kommuniziert werden, dass man hierzulande Müll trennt und entsprechend entsorgt und noch brauchbar Dinge z.B. bei der Brockensammlung oder Sozialkaufhaus abgeben kann.
OV
schrieb am 24.9.2025 12.41 Uhr:
Seit keine Lumpen mehr in den Hausmüll dürfen, ersticken die Sammelcontainer für Altkleider und deren Betreiber im Müll aus Schmutz und Dreck. Wiederverwertbare Kleidung ist in den Hintergrund gerückt worden und die Sammelbehälter werden zweckentfremdet. Entweder geht die Stadtreinigung dazu über und setzt wie z.B. in Hamburg verstärkt Waste-Watcher ein, die den Verstößen gegen die illegale Müllentsorgung konsequent nachgehen oder alle Sammelcontainer müssen komplett verschwinden und die Recyclinghöfe werden zur einzigen Anlaufstelle für Altkleider analog zur Entsorgung von Elektroschrott.
Oliver
schrieb am 24.9.2025 12.56 Uhr:
Die Menge an Kleider-Müll könnte man reduzieren, wenn nicht jede von "Fast Fashion" beeinflusste Person ihren Kram billig bei (...), (...) und Co. bestellen würde und dann den ganzen Mist nur zwei-, dreimal anziehen und dann was neues kaufen weil das alte nicht mehr angesagt genug zu sein scheint.
Es werden viel zu oft Klamotten gekauft, obwohl der Kleiderschrank gut gefüllt ist und die Auswahl an Klamottengeschäften in der Stadt zu groß.
Einfach mal weniger kaufen und nicht jeden Trend mitmachen.
Jan H
schrieb am 24.9.2025 13.16 Uhr:
Gutes vorschaubild wo Klamotten auf den Boden liegen das ist Sperrmüll ???
Aber vielleicht hattet ihr ja kein anderes Bild
Ja manche Plätze werden aber wirklich als Mülleimer benutzt
Muellwuehlen
schrieb am 24.9.2025 13.53 Uhr:
Schön dass sich nach Jahren endlich mal jemand darum kümmert. Schade dass Hausverwaltungen es verboten haben Kleidung u. anderes im Treppenhaus zum Verschenken abzustellen. Nachbarn freuen sich nämlich sehr über solche Fundstücke (u. a. Kleidung). Hier könnten Vermieter es erlauben, z. B. in einem Kellerraum oder sonstwo draussen in einer Garage oder in einem Fahrradraum der auch draussen ist, solche zu verschenkenden Dinge abstellen zu dürfen. Es kann nun wirklich keinesfalls schwer sein, Menschen zu finden (gegen Mindestlohnbezahlung) die täglich einmal einen zugeteilten Container aufsuchen und dort Ordnung schaffen oder zumindest Meldung abgeben wenn Kleidungsmüll dort herumliegt. Diese Person kann das dann aufsammeln und zum Wertstoffhof bringen. Die Öffnungszeiten müssten aber dringend erweitert werden (z. B. rund um die Uhr). Die Hausverwaltungen machen das doch auch so, sie haben Müllwühlfirmen beauftragt die regelmäßig kommen und in den Mülltonnen herumgrapschen um mehr Platz zu schaffen. Nützt aber nichts weil trotzdem sehr viel daneben abgestellt wird-zu viele Menschen in der Stadt. Natürlich liefert herumliegende Kleidung im Treppenhaus eine Brandgefahr und deshalb könnte doch in jedem Stadtteilbüro o. ä. es möglich gemacht werden, dort Kleidungsmüll abzugeben und dann dürfte jede Person eben auch kommen und schauen ob sie was gebrauchen kann - kostenlos natürlich. Wie ein Umsonstladen. Oder: Jede Schulklasse geht einmal wöchentlich zu diesen Containern und räumt dort auf - auf den Schulhöfen könnte man dann alles in Containern lagern und was noch gebraucht werden kann könnte man in den Turnhallen der Schulen am Wochenende z. B. zum kostenlosen abholen bereitlegen.
Martin Walter
schrieb am 24.9.2025 14.37 Uhr:
Womöglich würden bessere Informationen darüber wo welche Dinge entsorgt werden am nützlichsten sein.
Die richtige Nutzung der gelben Tonne oder des gelben Sacks scheinen bei vielen Mitbürgern nicht mehr oder noch nie wirklich angekommen zu sein. Zeitungen ob elektronisch oder in Papierform werden nicht von allen gelesen. Internetseiten schon gar nicht. Helfen könnten vielleicht stadtweit verteilte Postwurfsendungen oder Handzettel. Menschen in größeren Wohnanlagen erreicht man so vielleicht besser.
Wer über die Nutzung von gelber Tonne und gelbem Sack nicht im Klaren ist, der weiß womöglich auch nicht was er alles in die Restmülltonne werfen soll. Von Biotonnen ganz zu schweigen. Altpapier ist eigentlich selbsterklärend, aber warum werfen die Nachbarn ihre Kartons inklusive Styropor in die Tonne? Wer ist so unüberlegt und wirft Kunststoffbeutel in den Papiermüll? Bei diesen Kleinigkeiten fängt es aber an. Der ausgeleerte Aschenbecher samt Pizzaresten im Pizzakarton landet auch gern im Altpapier. Kennen sie so nicht? Solche Typen gibt es aber. Wenn dann die Windeln und sonstiger Restmüll in der gelben Tonne landen, weil die Restmülltonne mit Plastikmüll überfüllt ist, dann dankt man doch insgeheim seinen Nachbarn und freut sich auf den Winter, weil es dann nicht so stinkt. Außerdem sind dann weniger lärmende Kinder unterwegs. Nichts gegen Kinder, aber warum müssen manche von denen kontinuierlich Schreien, während die Mütter auf der Bank daneben sitzen? Das kenne ich sonst nur aus der Bahn, wo Eltern ihre Kinder im Kinderwagen solange schreien lassen bis sie aufgeben, weil sie merken, dass es nicht fruchtet. Habe da mal ein beruhigendes "Schhh" von mir gegeben und wurde von der Mutter angefaucht und zurechtgewiesen ich hätte bei ihrem Kind nicht zu intervenieren. Kulturschock meinerseits.
Zurück zum Müll: Altpapiercontainer, Flaschencontainer, Kleidercontainer. Allesamt häufig überfüllt. Vor allem auch durch Fehlnutzung. Liegt wohl auch an mangelnder Kommunikation was dort hineingehört. Knaller war das große Plastikfass mit Glasscherben neben einem Glascontainer. Oder Spiegel, Bilderrahmen, Aufreihungen noch schöner Gläser über eine ganze Reihe von Containern, falls sie noch jemand brauchen könnte.
Kleidercontainer, das eigentliche Thema: Ständig an vielen Orten Restmüll, Sperrmüll, Tüten, Möbelteile, Kinderwagen und oft einfach nur jede Menge Klamotten und Schuhe, weil der Container voll ist oder geplündert wurde. Was man tun kann? Häufiger leeren. Wer das tun sollte? Wen es nicht mehr lukrativ für private Anbieter ist, die tatsächlich auch Kleiderkammern und Second Hand Handel betreiben, aber immer mehr Müll und unbrauchbaren Schrott in den Containern haben, der unverkäuflich ist und keinerlei Standards erfüllt, dann müssen die städtischen Entsorgungsbetriebe diese Aufgabe übernehmen und dafür Gebühren erheben können. Das wird nur als Zuschlag auf die derzeitigen schon hohen Müllgebühren geben. Es sei denn es finden sich andere private Unternehmen, die mit Altkleidern und dem dazugehörigen Service rund um die Sammelbehälter noch Gewinn erwirtschaften. Rein soziale Einrichtungen wie Brockensammlung, Flüchtlingshilfe und Vorwerker Heime könnten sich auch engagieren, aber vermutlich haben sich nicht die Infrastruktur den kompletten Altkleideranfall der Hansestadt zu verarbeiten.
Ansonsten fällt mir noch die Müllverbrennungsanlage in Stapelfeld ein. Da landet womöglich jetzt schon mehr von dem was insgesamt in Lübeck entsorgt wird als man vermutet.
Justin_Time
schrieb am 25.9.2025 11.44 Uhr:
@Jean Pierre Hintze
Die Idee mit dem Pfand ist wirklich eine Überlegung wert, nicht schlecht, das muss man schon sagen, das hat Hand-und-Fuß. 👏👍
Beim Falschenpfand haben sich auch erst alle dagegen gesträubt, jetzt ist es Normalalltag.
Ich verabscheue diese Superbilligmode und diese Einstellung, 1x tragen, dann in die Tonne. Wer kommt auf solche Ideen...🙄
Torsten Graumann
schrieb am 25.9.2025 12.26 Uhr:
Moin,
es gibt heutzutage sicher auch die Möglichkeit der Videoüberwachung solcher Sammelstellen. Dann könnte man die Verursacher oftmals über ihr Kfz-Kennzeichen ermitteln. Die dadurch eigenommenen Bußgelder würden einerseits die Kameras refinanzieren als auch die Kosten für die korrekte Entsorgung einspielen.