Investor verspricht preiswerten Wohnraum auf dem Priwall
Lübeck - Travemünde: Archiv - 29.09.2025, 08.41 Uhr: Seit Jahren versucht die Stadt, das Schwesternwohnheim des ehemaligen Priwall-Krankenhauses zu verkaufen, um dort preiswerten Wohnraum zu schaffen. Jetzt gibt es Interesse eines Investors, der auf 1-Zimmer-Apartements mit Gemeinschaftsräumen setzt.
Seit Jahren stehen die Gebäude des ehemaligen Schwesternwohnheims an der Mecklenburger Landstraße leer und verfallen. Nun gibt es eine realistische Chance auf eine neue Nutzung – mit sozialem Mehrwert. Der Bargteheider Unternehmer Felix Kröger hat ein Konzept vorgestellt: Statt Abriss oder Luxuswohnungen will er günstigen Wohnraum für Einheimische und Beschäftigte im Tourismus schaffen – ökologisch, nachhaltig und privat finanziert.
„Die Gebäude sollen nicht verschwinden, sondern weiterleben – angepasst an die heutigen Bedürfnisse“, erklärt Kröger. Sein Konzept sieht vor, aus den bestehenden Zimmerstrukturen 1-Zimmer-Apartments mit eigenem Bad zu machen. Die Küchen werden gemeinschaftlich, aber funktional modern konzipiert. Das spart Kosten und schafft Raum für Begegnung.
„Ich will eine echte Hausgemeinschaft ermöglichen – keinen anonymen Wohnblock“, betont Kröger. Um Probleme in der Gemeinschaft zu minimieren, sollen Aufenthaltsräume regelmäßig und intensiv von Reinigungsfirmen gepflegt werden. Auch vor Witterung geschützte Fahrradabstellplätze mit Lademöglichkeiten und Elektro-Parkplätze für Autos gehören zum Konzept.
Ein besonderes Highlight: Die Gebäude sollen komplett begrünt werden. Damit passen sie sich perfekt in die reizvolle Umgebung ein. Der Investor würde das Projekt zum größten Teil mit eigenen Mitteln finanzieren. Die Mieten sollen bewusst deutlich unter dem Marktpreis liegen. Angesprochen werden vor allem Menschen, die auf dem regulären Wohnungsmarkt oft Schwierigkeiten haben: Pflegekräfte, Gastronomieangestellte, Reinigungspersonal und Saisonkräfte.
„Die Stadt Lübeck konnte die Gebäude bislang nicht veräußern. Ich biete eine sinnvolle, realisierbare Lösung – im Interesse der Stadt und der Menschen, die hier leben und arbeiten“, sagt Felix Kröger. Er hofft nun, auf zielführende Verhandlungen mit der Stadt.

Der Investor möchte das Gebäude erhalten und eine Hausgemeinschaft schaffen. Fotos: HN/Archiv
Text-Nummer: 175267 Autor: PM/red. vom 29.09.2025 um 08.41 Uhr
