Handwerks-Parcours an vier Lübecker Schulen

Lübeck: Archiv - 29.09.2025, 19.05 Uhr: An den "BOeasy-Projekttagen" im September 2025 in Lübeck beteiligten sich neun Betriebe und vier Schulen: die Astrid-Lindgren-Schule, die Geschwister-Prenski-Schule, die Heinrich-Mann- Schule und die Willy-Brandt-Schule. Jugendliche konnten Handwerksberufe auf spannende Weise kennenlernen.

"Die Teilnehmerbefragung spricht für sich: 76 Prozent der Jugendlichen bewerteten den Berufeparcours konzeptionell als gut oder sehr gut, niemand als schlecht. Mehr als 70 Prozent wünschen sich eine Wiederholung im nächsten Jahr. Auch die beteiligten Betriebe äußerten sich ausnahmslos positiv und sprachen sich für eine Fortsetzung aus. Das Besondere am Konzept BOeasy basiert auf 400 Interviews mit Schülern, Eltern, Lehrern und Betrieben. Im Ergebnis setzt BOeasy – im Unterschied zu herkömmlichen Projekten – auf Vielfalt statt Einheitslösungen. Denn wenn wir dem Fachkräftemangel wirksam begegnen wollen, müssen wir möglichst viele Schülerinnen und Schüler erreichen“, erläutert Initiator Christian Stadter. "Zum einen werden Jugendliche dort abgeholt, wo sie von ihrem Leistungsvermögen her stehen. Aufgaben gibt es in drei Schwierigkeitsgraden – leicht, mittel und schwer. Außerdem werden Jugendliche auf ihren bevorzugten Lernkanälen angesprochen."

Die Jugendlichen führen Experimente durch, probieren Werkzeuge aus und sammeln so Praxiserfahrungen. Dazu beantworten sie Fragen zu MINT-Themen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sowie zu ihrem Berufewissen. Besonders beliebt war die Station zu den fünf Sinnen: In den verschlossenen 15 Boxen konnten Materialien und Werkzeuge ertastet, erschnüffelt oder erraten werden – mit dem Ziel, den dazugehörigen Beruf zu erkennen.

Im Anschluss an den Parcours fanden Werkstatttage in den beteiligten Betrieben statt. Diese sollen in Qualitätspraktika münden, die Jugendlichen den Weg in eine Ausbildung im Handwerk eröffnen. „Die Jugendlichen hatten hier die Chance, Handwerksberufe praktisch kennenzulernen und sich selbst auszuprobieren – das hat spürbar Begeisterung geweckt“, meint Elektromeister Axel Horn. Auch Pauline Schwenck von SKALP, die Haarschneider, betont: „Das Projekt ist wichtig und richtig.“

Die Schülerinnen und Schüler konnten Handwerksberufe kennenlernen. Foto: Veranstalter

Die Schülerinnen und Schüler konnten Handwerksberufe kennenlernen. Foto: Veranstalter


Text-Nummer: 175279   Autor: beruf.zukunft e.V./red.   vom 29.09.2025 um 19.05 Uhr

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