BfL kritisieren Steuer-Erhöhungen

Lübeck: Archiv - 06.11.2025, 14.37 Uhr: Die geplanten Steuer- und Gebührenerhöhungen in Lübeck, von der Hundesteuer über Parkgebühren bis hin zu Kurabgaben, „treffen vor allem diejenigen, die ohnehin unter steigenden Lebenshaltungskosten leiden“, erklären die „Bürger für Lübeck“ (BfL) in einer Mitteilung. Das seien Steuererhöhungen auf Kosten der Bürger und der Tiere. „Während die Stadtverwaltung über ihre Verhältnisse lebt, sollen jetzt die Bürgerinnen und Bürger die Zeche zahlen.“

Wir veröffentlichen die Mitteilung der BfL im Wortlaut:

(„)
Besonders absurd: Nur wenige Tage nachdem das überfüllte und unterfinanzierte Lübecker Tierheim öffentlich um Hilfe bat, beschlossen CDU, Grüne und FDP eine deutliche Erhöhung der Hundesteuer – auf 160 Euro pro Hund, bei als „gefährlich“ eingestuften Hunden sogar auf 680 Euro jährlich.

Zur jüngsten Informationsveranstaltung des Tierheims erschienen gerade einmal zwei Mitglieder der Bürgerschaft – von ehemals zwanzig Interessierten zur Kommunalwahl 2023. Dieses Desinteresse steht sinnbildlich für die mangelnde Unterstützung des Tierschutzes in Lübeck.

„Die Hundesteuer sollte endlich dort ankommen, wo sie gebraucht wird – bei den Tieren“, heißt es aus Tierschutzkreisen. „Wer einen Hund hält, zahlt sicher lieber Steuern, wenn er weiß, dass sein Geld dazu beiträgt, Not leidenden Tieren einen sicheren Zufluchtsort zu bieten.“

Das Lübecker Tierheim braucht dringend eine verlässliche kommunale Finanzierung, um seine wichtige Arbeit über die gesetzliche 28-Tage-Frist hinaus fortsetzen zu können. Auch die Aufnahme von Tieren aus sogenannten „Animal-Hoarding“-Fällen muss abgesichert werden.

Solange das nicht geschieht, bleibt die Frage offen, ob CDU, Grüne und FDP künftig selbst Platz in ihren Fraktionsbüros schaffen wollen – für all jene Hunde, deren Halter sich die steigende Steuerlast nicht mehr leisten können.

Hintergrund:
Die Hundesteuer wurde ursprünglich als Luxussteuer eingeführt. Heute sind Hunde jedoch weit mehr als Statussymbole – sie sind Helfer, Freunde, Therapeuten und Begleiter für einsame Menschen. Eine Steuerpolitik, die Hundehalter bestraft und Tierheime in die Krise treibt, ist weder sozial noch tierschutzgerecht.
(„)

Die geplanten Erhöhungen von der Hundesteuer über Parkgebühren bis hin zu Kurabgaben, „treffen vor allem diejenigen, die ohnehin unter steigenden Lebenshaltungskosten leiden“, meint die BfL. Foto: Archiv/HN

Die geplanten Erhöhungen von der Hundesteuer über Parkgebühren bis hin zu Kurabgaben, „treffen vor allem diejenigen, die ohnehin unter steigenden Lebenshaltungskosten leiden“, meint die BfL. Foto: Archiv/HN


Text-Nummer: 176024   Autor: BfL/red.   vom 06.11.2025 um 14.37 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf X (Twitter) +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.