Lübeck beschließt Haushalt mit einem Defizit von 153,7 Millionen Euro
Lübeck: Archiv - 07.11.2025, 08.38 Uhr: Um 23.21 Uhr am Donnerstagabend hat die Bürgerschaft mit 38 Ja- und acht Nein-Stimmen den städtischen Haushalt für das Jahr 2026 beschlossen. Er weist ein Defizit von 153,7 Millionen Euro aus. Es wird erwartet, dass die Kommunalaufsicht die Kreditermächtigung für die Stadt noch kürzen wird.Anlässlich schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen fanden intensive Beratungen in der Verwaltung und in den Fraktionen der Lübecker Bürgerschaft statt. Insbesondere Sozial- und Jugendhilfekosten sowie Tarifsteigerungen belasten den Haushalt in besonderer Weise. Der Bürgermeister betonte, dass rund 100 Millionen Euro für Aufgaben benötigt werden, die vom Land und dem Bund gefordert, aber nicht bezahlt werden.
Die Fraktionen der Lübecker Bürgerschaft haben in intensiven Beratungen den Verwaltungsentwurf mit Änderungen versehen, wie einer Erhöhung der Hundesteuer, der Fortführung des Lümo-Angebots bis Ende 2026 und einer reduzierten Erhöhung der Eintrittspreise bei den Schwimmbädern. Ferner wurden Investitionen für Grundsanierungen und Erweiterungen der Bugenhagen-Schule, der Ahorn-Schule sowie der Schule Grönauer Baum zusätzlich aufgenommen.
Der Haushalt 2026 umfasst nun Aufwendungen in Höhe von 1,34 Milliarden Euro und weist nach dem Beschluss der Bürgerschaft ein Defizit von 153,7 Millionen Euro aus.
„Die Verwaltung hat in finanziell schwierigen Zeiten einen Haushalt 2026 aufgestellt, der die kommunale Handlungsfähigkeit sicherstellt. Das Investitionsniveau der letzten Jahre soll gehalten werden, um den Investitionsstau an Schulen und öffentlicher Infrastruktur weiter abzubauen“, so Bürgermeister Jan Lindenau.
Im Original-Ton hören Sie ein Gespräch von Harald Denckmann mit Bürgermeister Jan Lindenau am Rande der Haushaltssitzung.

Die Sitzung der Bürgerschaft dauerte deutlich länger als geplant. Foto, O-Ton: Harald Denckmann
Hier hören Sie den Originalton:
Text-Nummer: 176037 Autor: Presseamt/VG vom 07.11.2025 um 08.38 Uhr
