Lübeck plant einen Eigenbetrieb Hafen
Lübeck: Archiv: Bürgermeister Jan Lindenau legt der Bürgerschaft eine Vorlage zur strategischen Neuordnung der städtischen Hafenverwaltung zur Entscheidung vor. Die Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck soll in ihrer Sitzung am 27. November darüber entscheiden.
Mit der Vorlage wird der Grundstein für die Entwicklung einer zukunftsorientierten und wirtschaftlich leistungsfähigen Organisation des Port of Lübeck gelegt. Ausgangspunkt war ein Bürgerschaftsauftrag aus dem Jahr 2022 zur Erstellung eines Konzeptes für die strategische Entwicklung des Port of Lübeck auf der Grundlage des Hafenentwicklungsplans 2030.
Folgende Eckpunkte sind mit der strategischen Neuordnung verbunden: Zum 1. Januar 2027 werden die wirtschaftlichen Tätigkeiten des städtischen Bereichs Lübeck Port Authority (LPA) in den neuen Eigenbetrieb „Hafen Lübeck“ (EHL) überführt. Ziel ist es, die Investitionsfähigkeit des Hafens zu stärken, die Transparenz zu erhöhen und die Wettbewerbsposition Lübecks im Ostseeraum als Kernhafen im europäischen TEN-T-Netzwerk langfristig zu sichern. Der Eigenbetrieb wird mit einem Stammkapital von fünf Millionen Euro ausgestattet und übernimmt künftig die Verantwortung für die städtische Hafeninfrastruktur, die Hafenbahn sowie das strategische Hafenmanagement. Die im Eigentum der Hansestadt befindlichen Hafengrundstücke und -anlagen werden dem Betriebsvermögen zugeordnet.
Der bestehende Bauausschuss wird künftig als Ausschuss für Bauen und Hafen die Aufgaben des Werkausschusses übernehmen. Guido Kaschel, bisher Bereichsleiter der LPA, soll der neue Werkleiter werden.
„Mit der Gründung des Eigenbetriebs schaffen wir in einem ersten wichtigen Schritt eine moderne und handlungsfähige Struktur, um die Zukunft des Port of Lübeck mit unseren Partnern in der Hafen- und Logistikwirtschaft aktiv zu gestalten“, betont Bürgermeister Jan Lindenau. „Der Hafen ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Region. Durch die neue Organisation können wir Investitionen gezielter steuern und die Entwicklung des Standortes nachhaltig sichern.“
Senatorin Joanna Hagen, zuständig für den Fachbereich Planen und Bauen, erklärt: „Der Port of Lübeck ist wesentlicher Baustein einer abgestimmten städtebaulichen Entwicklung. Die organisatorische Neuordnung stellt mit dem Eigenbetrieb Hafen Lübeck sicher, dass die Projekte des Hafenentwicklungsplans 2030 zielgerichtet umgesetzt werden und der Hafen auf künftige Anforderungen vorbereitet ist.“
Die Gründung des Eigenbetriebs „Hafen Lübeck“ ist Teil eines mehrstufigen Zukunftsmodells, das die Hansestadt Lübeck im Dialog mit der LHG entwickelt hat. In weiteren Phasen sollen die Kompetenzen im Hafenmanagement, im trimodalen Verkehr, bei der Digitalisierung der Prozesse ausgebaut, in der Vermarktung und bei Marktchancen stärker genutzt werden.
„Unser Ziel ist es, den Hafen Lübeck als leistungs- und wettbewerbsfähige Drehscheibe im Ostseeraum zu positionieren, auch vor dem Hintergrund der Fertigstellung der festen Fehmarnbeltquerung“, so Lindenau abschließend. „Dafür schaffen wir jetzt die richtigen Strukturen.“
Innerhalb des Port of Lübeck umfasst der öffentliche Hafen die Anlagen Skandinavienkai, Vorwerker Hafen, Seelandkai, Schlutupkai I und II, Konstinkai sowie kleinere Hafenteile wie z.B. den Ostpreußenkai, Kohlenhofkai, Burgtorkai, Hansekai, Roddenkoppel und Behnkai. Der Umschlag an den öffentlichen Hafenanlagen betrug im Jahr 2024 rund 21,5 Millionen Tonnen brutto und im Jahr 2025 bis einschließlich August rund 14 Millionen Tonnen brutto.
Folgende Eckpunkte sind mit der strategischen Neuordnung verbunden: Zum 1. Januar 2027 werden die wirtschaftlichen Tätigkeiten des städtischen Bereichs Lübeck Port Authority (LPA) in den neuen Eigenbetrieb „Hafen Lübeck“ (EHL) überführt. Ziel ist es, die Investitionsfähigkeit des Hafens zu stärken, die Transparenz zu erhöhen und die Wettbewerbsposition Lübecks im Ostseeraum als Kernhafen im europäischen TEN-T-Netzwerk langfristig zu sichern. Der Eigenbetrieb wird mit einem Stammkapital von fünf Millionen Euro ausgestattet und übernimmt künftig die Verantwortung für die städtische Hafeninfrastruktur, die Hafenbahn sowie das strategische Hafenmanagement. Die im Eigentum der Hansestadt befindlichen Hafengrundstücke und -anlagen werden dem Betriebsvermögen zugeordnet.
Der bestehende Bauausschuss wird künftig als Ausschuss für Bauen und Hafen die Aufgaben des Werkausschusses übernehmen. Guido Kaschel, bisher Bereichsleiter der LPA, soll der neue Werkleiter werden.
„Mit der Gründung des Eigenbetriebs schaffen wir in einem ersten wichtigen Schritt eine moderne und handlungsfähige Struktur, um die Zukunft des Port of Lübeck mit unseren Partnern in der Hafen- und Logistikwirtschaft aktiv zu gestalten“, betont Bürgermeister Jan Lindenau. „Der Hafen ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Region. Durch die neue Organisation können wir Investitionen gezielter steuern und die Entwicklung des Standortes nachhaltig sichern.“
Senatorin Joanna Hagen, zuständig für den Fachbereich Planen und Bauen, erklärt: „Der Port of Lübeck ist wesentlicher Baustein einer abgestimmten städtebaulichen Entwicklung. Die organisatorische Neuordnung stellt mit dem Eigenbetrieb Hafen Lübeck sicher, dass die Projekte des Hafenentwicklungsplans 2030 zielgerichtet umgesetzt werden und der Hafen auf künftige Anforderungen vorbereitet ist.“
Die Gründung des Eigenbetriebs „Hafen Lübeck“ ist Teil eines mehrstufigen Zukunftsmodells, das die Hansestadt Lübeck im Dialog mit der LHG entwickelt hat. In weiteren Phasen sollen die Kompetenzen im Hafenmanagement, im trimodalen Verkehr, bei der Digitalisierung der Prozesse ausgebaut, in der Vermarktung und bei Marktchancen stärker genutzt werden.
„Unser Ziel ist es, den Hafen Lübeck als leistungs- und wettbewerbsfähige Drehscheibe im Ostseeraum zu positionieren, auch vor dem Hintergrund der Fertigstellung der festen Fehmarnbeltquerung“, so Lindenau abschließend. „Dafür schaffen wir jetzt die richtigen Strukturen.“
Innerhalb des Port of Lübeck umfasst der öffentliche Hafen die Anlagen Skandinavienkai, Vorwerker Hafen, Seelandkai, Schlutupkai I und II, Konstinkai sowie kleinere Hafenteile wie z.B. den Ostpreußenkai, Kohlenhofkai, Burgtorkai, Hansekai, Roddenkoppel und Behnkai. Der Umschlag an den öffentlichen Hafenanlagen betrug im Jahr 2024 rund 21,5 Millionen Tonnen brutto und im Jahr 2025 bis einschließlich August rund 14 Millionen Tonnen brutto.
Kommentare zu diesem Text (4):
Alex
schrieb am 10.11.2025 8.36 Uhr:
Also der Bauausschuss soll einen gut laufenden Hafen leiten?
Ist das DER Bauausschuss, der immer so tolle Planungen bei der sonstigen Infrastruktur macht? So Schlachthof vielleicht?
Am besten alles so lassen wie es ist, dann läuft der Laden auch (weiter).
Horsti
schrieb am 10.11.2025 11.07 Uhr:
"zukunftsorientierten und wirtschaftlich leistungsfähigen Organisation"... So wie die Stadtverwaltung und ihr Bürgermeister? Das wird die Lizenz zum Geld verbrennen.
Thomas
schrieb am 10.11.2025 16.27 Uhr:
Was haben denn 3 Jahre Verwaltungsplanung neben den neuen 5 Mille Startgeld (Steuergeld) gekostet und wie hoch sind dann die neuen zusätzlichen Verwaltungskosten?
Wie viele Schultoiletten werden dadurch nicht saniert?
Elbsegler
schrieb am 10.11.2025 17.19 Uhr:
@Alex - "gut laufender Hafen"?? Meinen Sie den Lübecker Hafen, dessen Umschlagsvolumen von 2006 bis 2023 kontinuierlich um insgesamt 28% zurückgegangen ist und bei dem die LHG als mit Abstand größter Hafenbetrieb seit 10 Jahren Verluste schreibt, die nur durch jährliche Pachtverzichte der Stadt von 3 Millionen kaschiert werden?