Lübeck Nordwest: Jetzt fehlt das Geld
Lübeck: Seit 2006 verfällt das Schlachthofgelände an der Schwartauer Allee. Die vergangenen sechs Jahre passierte hier nichts, weil die Stadt den gesamten Bereich überplante. Jetzt liegt die fertige Planung vor, aber der Stadt fehlt das Geld, die Ideen auch umzusetzen. Es gibt keine Fördermittel mehr.Vor sechs Jahren, im August 2019, einigten sich CDU und SPD auf einen Kompromiss für das Schlachthofgelände. Der Investor stimmte zu. Weiter ging es hier trotzdem nicht. Die Stadt wollte jetzt ein Gesamtkonzept, das auch die Roddenkoppel und weitere Gebiete einschließt. Dann könne man am Städtebauförderprogramm "Stadtumbau West" teilnehmen und etliche Millionen Euro an Bundesförderung bekommen. Das Gesamtvolumen der "städtebaulichen Gesamtmaßnahme Nord-West" liegt bei 90 Millionen Euro.
Die Planungen sind fertig. Es könnte Grünanlagen und eine Promenade an der Roddenkoppel geben. "Allerdings hat sich das Förderumfeld auf Landesebene verändert", schreibt die Stadtverwaltung jetzt. "Die Städtebauförderungsmittel sind mittlerweile fünffach überzeichnet, sodass Kommunen nicht sicher mit Fördermitteln planen können. Außerdem treten im nächsten Jahr neue Förderrichtlinien in Kraft, die geänderte Fördertatbestände und -quoten bringen." Auch wenn Lübeck einzelne Förderungen bekommen würde, kann die Stadt einen Eigenanteil nicht tragen.
Angesichts der "nicht gegebenen Durchführbarkeit dieser komplexen und kostenintensiven Gebietsentwicklung" empfiehlt die Bauverwaltung daher, mit der Gesamtmaßnahme Nordwest aus der Städtebauförderung auszusteigen.
Die Planungen und die Zukunftsaussichten für "Lübeck Nordwest" sind unter www.luebeck.de veröffentlicht.

Sechs Jahre wurde der Stadtumbau Lübeck Nordwest geplant, jetzt fehlt für die Umsetzung das Geld. Foto: JW/Archiv
Text-Nummer: 176076 Autor: VG vom 09.11.2025 um 16.25 Uhr
