A20: Handelskammern begrüßen Rücknahme der Klage
Lübeck: Die IHK Schleswig-Holstein begrüßt die Rücknahme der Klage durch den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gegen den Weiterbau der A 20 bei Bad Segeberg (Wir berichteten). „Damit besteht Baurecht zwischen Weede und Wittenborn und der Weg ist endgültig frei für einen entscheidenden Meilenstein in der schleswig-holsteinischen Verkehrs- und Wirtschaftsentwicklung”, sagt Thomas Buhck, Präsident der IHK Schleswig-Holstein.„Endlich wird das Nadelöhr in Bad Segeberg beseitigt. Nach 16 Jahren Planungs- und Klageverfahren braucht die Wirtschaft sichtbare Fortschritte – gerade bei diesem zentralen Infrastrukturprojekt“, betont Buhck. Er unterstreicht zugleich, dass nach einer Phase der Unsicherheiten die Finanzierung durch den Bund nun verlässlich aufgestellt ist: „Der Bund hat klare Erwartungen formuliert – das Land hat geliefert. Mit dem vorliegenden Baurecht ist der Handlungsauftrag eindeutig.“
Die Entlastung der Stadt Bad Segeberg und der Lückenschluss mit Anbindung der A20 an die A21 seien dringend notwendig, um Unternehmen verlässliche Transportwege und bessere Erreichbarkeit zu ermöglichen. „Unsere Mitgliedsunternehmen und Pendler stehen seit Jahren im Segeberger Dauerstau und die langen Fahrzeiten belasten die Wirtschaft. Der Bau muss daher nun schnellstmöglich beginnen. Das stärkt unseren Wirtschaftsstandort und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe“, so Buhck.
Besonders heben die IHKs den konstruktiven, außergerichtlichen Dialog zwischen Bund, Land und Umweltverbänden hervor. Dieser habe gezeigt, dass gemeinsame Lösungen auch bei herausfordernden Infrastrukturvorhaben möglich sind – ein positives Signal für künftige Projekte. Buhck: „Unser Dank gilt BUND, NABU und besonders Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen für ihren lösungsorientierten Einsatz.“
Für die IHKs ist klar: Die Rücknahme der Klage ist der Startschuss für das Gesamtprojekt A 20. Buhck fordert daher Tempo bei der Realisierung: „Was Baurecht hat, muss auch gebaut werden – und zwar zügig! Der Weiterbau bei Bad Segeberg muss bereits im kommenden Jahr beginnen können, so wie von der Landesregierung und uns gefordert.“
Mit Blick auf die westlichen Abschnitte der A 20 mahnt die IHK-Organisation, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen, damit die Anschlussstücke an den geplanten Elbtunnel endlich Baureife erreichen. „Unsere Wirtschaft braucht endlich Fortschritte, nicht nur auf dem Papier, sondern auf der Baustelle.“

Die IHK Schleswig-Holstein begrüßt die Rücknahme der Klage durch den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gegen den Weiterbau der A 20 bei Bad Segeberg. Foto: Archiv
Text-Nummer: 176155 Autor: IHK/red. vom 13.11.2025 um 09.07 Uhr
