Lübeck möchte mehr Wohnraum durch Nachverdichten
Lübeck: Die Verwaltung hat eine neue Wohnraumstrategie für Lübeck erarbeitet. Der zentrale Ansatz ist das Nachverdichten. Mit dem Leitbild "+1" sollen Gebäude aufgestockt oder in der zweiten Reihe gebaut werden.In einem Dialog mit drei moderierten Workshops brachten Experten aus dem Innenministerium Schleswig-Holstein, der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), Wohnungsverbänden sowie der Architektur fachliche Impulse ein. Im Anschluss folgten intensive Diskussionen über die aktuellen Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt sowie über mögliche Zielsetzungen und Maßnahmenansätze für die Hansestadt Lübeck.
Insgesamt stehen 20 Ziele in der neuen Strategie. Sie reichen von einer Zweckentfremdungssatzung bis zum Ankauf von Flächen durch die Kommune.
Zentrales Thema ist Leitbild „+1“. Es steht für das Bekenntnis, vorhandene Gebäude und Flächen effizienter zu nutzen, etwa durch Aufstockungen oder Nachverdichtungen – also das Bauen in bereits erschlossenen Bereichen. "Das Thema ist hochaktuell, da die jüngste Änderung des Baugesetzbuchs („Bauturbo“) neue planungsrechtliche Möglichkeiten eröffnet, um schneller zusätzliches Baurecht für Wohnraum zu schaffen", so die Verwaltung.
"Wir haben in einem offenen und konstruktiven Dialog gemeinsam Wege erarbeitet, wie wir den Wohnungsmarkt in Lübeck zukunftsfähig gestalten können. Entscheidend ist nun die konsequente Umsetzung", betont Bausenatorin Joanna Hagen.
Das Konzept ist unter www.luebeck.de veröffentlicht.

Lübeck möchte mit einer neuen Strategie mehr Wohnraum schaffen. Symbolbild: Karl Erhard Vögele
Text-Nummer: 176163 Autor: Presseamt/VG vom 12.11.2025 um 18.11 Uhr
