Bartelholz: Bündnis lehnt Überspannung ab
Lübeck: Im Streit um den Verlauf einer neuen Stromtrasse im Bereich des Bartelsholz hat sich die Stadtverwaltung für eine Leitung über den Wald ausgesprochen. Das Bündnis "Lübecker Stadtwald Retten!" lehnt das ab.Wir veröffentlichen die Mitteilung des Bündnisses "Lübecker Stadtwald Retten!" im Wortlaut:
Der Vorhabenträger Tennet weigert sich weiterhin, den Wald nördlich zu umgehen, und hat stattdessen eine Überspannung des Waldes angeboten. Dies allerdings nur, wenn die Stadt von ihrer Forderung der Nordumgehung abrückt.
Die Stadtverwaltung möchte auf dieses Angebot eingehen und hat eine entsprechende Vorlage für die Bürgerschaft erarbeitet. Diese soll zunächst in den USO (Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung), dann in den Hauptausschuss und am 27.11. zur Abstimmung in die Bürgerschaft.
In der Bürgerschaftssitzung am 24.07.2025 wurde beinahe einstimmig beschlossen, dass die Stadt auf eine Nordumgehung des Waldes hinwirkt. Diesen Beschluss jetzt einfach zurückzunehmen, halten wir für falsch und vor allem voreilig.
Zudem halten wir eine Überspannung grundsätzlich für inakzeptabel, da auch hierfür fünf Hektar Wald temporär gerodet werden müssten. Es müssten zudem drei Masten im Wald errichtet werden, welche diesen mit einer Höhe von 85 Metern deutlich überragen würden.
Zum Bündnis gehören (alphabetisch sortiert): BUND Lübeck, Ende Gelände Lübeck, Frauenverband Courage Lübeck, Freunde des Stadtwaldes Lübeck, Fridays for Future Lübeck, #GemeinsamBuddeln, Greenpeace Lübeck, Kreisjägerschaft Lübeck, La Rage Lübeck, NABU Lübeck, Naturfreigeist, Naturschutzbeirat Lübeck, Naturwald Akademie, Fridays for Future Lübeck, Psychologists for Future Lübeck, Stadtverwaldung und Umweltgewerkschaft Lübeck.(")
Die Vorlage der Stadtverwaltung ist unter www.luebeck.de veröffentlicht.

Das Bündnis lehnt auch eine Stromleitung über den Wald hinweg ab. Foto: Bündnis/Archiv
Text-Nummer: 176231 Autor: Bündnis/red. vom 16.11.2025 um 09.58 Uhr
