Nach Straßenbahn-Aus: Grüne mahnen zu Tempo bei der Verkehrswende
Lübeck: Archiv: „Im letzten Bauausschuss wurde mit der Straßenbahn zuletzt ein zukunftsweisendes Verkehrsvorhaben gestoppt, das langfristig großes Potenzial für eine nachhaltige Mobilitätswende gehabt hätte“, schreiben die Lübecker Grünen in einer Mitteilung. Sie mahnen jetzt zum „Tempo bei der Verkehrswende“.
Wir veröffentlichen die Mitteilung der Grünen im Wortlaut:
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Im Haushalt für 2026 ist deutlich weniger Geld für den Ausbau der Geh- und Radwege vorgesehen, als ursprünglich von der Bürgerschaft veranlasst. Aufgrund der angespannten Finanzlage muss nun eine klare Priorisierung der Maßnahmen zur Verkehrswende erfolgen.
Dazu Arne-Matz Ramcke, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion: „Wir sind natürlich enttäuscht über die Entscheidung des Bauausschusses, das Projekt einer Straßenbahn in Lübeck vorerst nicht anzugehen. Die Stimmung in der Stadtgesellschaft war positiv, allerdings müssen wir akzeptieren, dass es keine politische Mehrheit für eine Tram gibt. Auch die Verwaltungsspitze stand nicht hinter dem Projekt.
Natürlich sehen auch wir die Haushaltslage der Stadt und die hohen Kosten eines solchen Projektes. Allerdings wären rund 90 Prozent der Kosten zuwendungsfähig gewesen. Der Rest der Investitionen hätte sich zudem über Jahrzehnte verteilt und schlussendlich müssten diese Zahlen auch in Relation zu den Klimafolgekosten bei Nichterreichen der Klimaziele gestellt werden.
Statt mit Mut und Weitsicht einen entscheidenden Schritt Richtung Verkehrswende zu gehen, hat man sich vorerst für Stillstand entschieden und damit eine große Chance für die Zukunft Lübecks vertan. Aber wer hierzu Nein sagt, muss nun auch mit Nachdruck an der Umsetzung der alternativen Lösungen zur Verkehrswende arbeiten. Ein „Weiter so“ geht nicht. Es braucht nun den Willen zu einer ambitionierten Infrastrukturplanung.
Um die selbst gesteckten Ziele im Modal Split erreichen zu können, brauchen wir einen erheblich besser ausgebauten und attraktiveren ÖPNV, bessere Taktungen, eine deutlich verbesserte Radinfrastruktur sowie eine konsequente Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel. Nur so kann Lübeck seine Klimaziele erreichen und eine lebenswerte, nachhaltige Stadtentwicklung sichern.
Mit Blick auf den Haushaltsentwurf des Bürgermeisters mussten wir in diesem Jahr jedoch feststellen: Bei unseren Geh- und Radwegen droht ein herber Rückschritt. Statt der politisch beschlossenen 17,6 Millionen Euro sind im Vorschlag des Bürgermeisters nur noch rund 7 Millionen Euro vorgesehen. Das ist ein Einschnitt, der weh tut – denn damit werden wir 2026 in der Fläche wenig spürbare Verbesserung schaffen können.
Trotzdem lohnt es sich, auf das zu schauen, was bleibt. Wichtige Projekte wie die Neugestaltung der Beckergrube, die neue Park-und-Bike-Anlage am Bahnhof Moisling, der Bau des Radschnellwegs entlang der Ratzeburger Allee und das geplante Fahrradparkhaus in den Lindenarkaden bleiben im Haushalt erhalten. Und auch unser Einsatz für eine sichere, klar erkennbare Fahrradstraße auf der Altstadtinsel geht weiter – hier nehmen wir die nötige Planung wieder auf.
Ein besonders gutes Signal ist die Entscheidung, das On-Demand-Angebot „LÜMO“ bis Ende 2026 fortzuführen. Damit stellen wir sicher, dass Mobilität auch in den Abendstunden und in den Außenbereichen unserer Stadt möglich bleibt. Ein Angebot für die Randzeiten hat Zukunft und ist ein wichtiger Baustein unserer Mobilitätswende.
Ein durchgehender Nachtverkehr besitzt für eine Stadt wie Lübeck einen hohen sozialen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Wert und sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit für eine Großstadt sein. Er ermöglicht sichere und verlässliche Mobilität rund um die Uhr – besonders für Menschen im Schichtdienst, Nachtschwärmer und Reisende und bietet gerade für Frauen sichere Mobilität in den Abend- und Nachtstunden. Auch Wirtschaft und Nachtleben profitieren, da Beschäftigte und Gäste sicher und einfach unterwegs sein können. So fördert der Nachtverkehr eine lebendige, nachhaltige und sichere Stadt für alle.
Wie ein nächtliches ÖPNV-Angebot ab 2027 aussehen soll, werden wir noch gemeinsam beraten – aber es ist wichtig, dass niemand in unserer Stadt vom ÖPNV abgeschnitten wird. Wir werden uns weiter für ein nächtliches Mobilitätsangebot stark machen, das klimafreundlich, flexibel und sozial gerecht ist.”
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Im Haushalt für 2026 ist deutlich weniger Geld für den Ausbau der Geh- und Radwege vorgesehen, als ursprünglich von der Bürgerschaft veranlasst. Aufgrund der angespannten Finanzlage muss nun eine klare Priorisierung der Maßnahmen zur Verkehrswende erfolgen.
Dazu Arne-Matz Ramcke, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion: „Wir sind natürlich enttäuscht über die Entscheidung des Bauausschusses, das Projekt einer Straßenbahn in Lübeck vorerst nicht anzugehen. Die Stimmung in der Stadtgesellschaft war positiv, allerdings müssen wir akzeptieren, dass es keine politische Mehrheit für eine Tram gibt. Auch die Verwaltungsspitze stand nicht hinter dem Projekt.
Natürlich sehen auch wir die Haushaltslage der Stadt und die hohen Kosten eines solchen Projektes. Allerdings wären rund 90 Prozent der Kosten zuwendungsfähig gewesen. Der Rest der Investitionen hätte sich zudem über Jahrzehnte verteilt und schlussendlich müssten diese Zahlen auch in Relation zu den Klimafolgekosten bei Nichterreichen der Klimaziele gestellt werden.
Statt mit Mut und Weitsicht einen entscheidenden Schritt Richtung Verkehrswende zu gehen, hat man sich vorerst für Stillstand entschieden und damit eine große Chance für die Zukunft Lübecks vertan. Aber wer hierzu Nein sagt, muss nun auch mit Nachdruck an der Umsetzung der alternativen Lösungen zur Verkehrswende arbeiten. Ein „Weiter so“ geht nicht. Es braucht nun den Willen zu einer ambitionierten Infrastrukturplanung.
Um die selbst gesteckten Ziele im Modal Split erreichen zu können, brauchen wir einen erheblich besser ausgebauten und attraktiveren ÖPNV, bessere Taktungen, eine deutlich verbesserte Radinfrastruktur sowie eine konsequente Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel. Nur so kann Lübeck seine Klimaziele erreichen und eine lebenswerte, nachhaltige Stadtentwicklung sichern.
Mit Blick auf den Haushaltsentwurf des Bürgermeisters mussten wir in diesem Jahr jedoch feststellen: Bei unseren Geh- und Radwegen droht ein herber Rückschritt. Statt der politisch beschlossenen 17,6 Millionen Euro sind im Vorschlag des Bürgermeisters nur noch rund 7 Millionen Euro vorgesehen. Das ist ein Einschnitt, der weh tut – denn damit werden wir 2026 in der Fläche wenig spürbare Verbesserung schaffen können.
Trotzdem lohnt es sich, auf das zu schauen, was bleibt. Wichtige Projekte wie die Neugestaltung der Beckergrube, die neue Park-und-Bike-Anlage am Bahnhof Moisling, der Bau des Radschnellwegs entlang der Ratzeburger Allee und das geplante Fahrradparkhaus in den Lindenarkaden bleiben im Haushalt erhalten. Und auch unser Einsatz für eine sichere, klar erkennbare Fahrradstraße auf der Altstadtinsel geht weiter – hier nehmen wir die nötige Planung wieder auf.
Ein besonders gutes Signal ist die Entscheidung, das On-Demand-Angebot „LÜMO“ bis Ende 2026 fortzuführen. Damit stellen wir sicher, dass Mobilität auch in den Abendstunden und in den Außenbereichen unserer Stadt möglich bleibt. Ein Angebot für die Randzeiten hat Zukunft und ist ein wichtiger Baustein unserer Mobilitätswende.
Ein durchgehender Nachtverkehr besitzt für eine Stadt wie Lübeck einen hohen sozialen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Wert und sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit für eine Großstadt sein. Er ermöglicht sichere und verlässliche Mobilität rund um die Uhr – besonders für Menschen im Schichtdienst, Nachtschwärmer und Reisende und bietet gerade für Frauen sichere Mobilität in den Abend- und Nachtstunden. Auch Wirtschaft und Nachtleben profitieren, da Beschäftigte und Gäste sicher und einfach unterwegs sein können. So fördert der Nachtverkehr eine lebendige, nachhaltige und sichere Stadt für alle.
Wie ein nächtliches ÖPNV-Angebot ab 2027 aussehen soll, werden wir noch gemeinsam beraten – aber es ist wichtig, dass niemand in unserer Stadt vom ÖPNV abgeschnitten wird. Wir werden uns weiter für ein nächtliches Mobilitätsangebot stark machen, das klimafreundlich, flexibel und sozial gerecht ist.”
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Kommentare zu diesem Text (26):
Hannes
schrieb am 19.11.2025 14.49 Uhr:
Die Grünen haben immer tolle Ideen.
Es fragt sich nur, woher das Geld kommen soll.
Erst alles deindustrialisieren, sowie alles Projekte die gut für die Wirtschaft sind ablehnen und sich dann wundern, dass kein Geld mehr da ist.
Der überwiegende Teil Lübecks Einnahmen gehen direkt in Sozialleistungen unter. Das Geld kann man schon mal nicht mehr anderweitig verplanen.
Die begreifen nicht, dass Lübeck eigentlich pleite ist.
"Ich möchte eine Welt, in der ich aus der Toilette trinken kann ohne Ausschlag zu bekommen.... "
Bernd
schrieb am 19.11.2025 15.02 Uhr:
Jemand mit Vernunft würde erst einmal Fordern das alle Brücken In Ordnung gebracht werden.
Karlchen
schrieb am 19.11.2025 15.12 Uhr:
(...) A ndere Menschen müssen Geld verdienen um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und das jeden Tag, sind dabei auf eigenes Vorwärtskommen schnell und günstig angewiesen.Die haben keine Zeit und Geld sich auf die Strasse zu kleben oder ganztags im Biocafe über die Kapitalisten zu schwatzen und es sich gut gehen zu lassen.
Matthias
schrieb am 19.11.2025 15.12 Uhr:
Moin.
Na Gott sei Dank.
Das hätte lange aufwendige Baustellen ergeben ebenso immense Kosten bei der Planung, Bau und Inbetriebnahme verursacht. Ist ja nicht jeder Busfahrer ein Straßenbahnfaher.
Auch könnt die Straßenbahn die Busse nicht komplett ersetzen.
Lieber den Busverkehr ausbauen und noch zwei oder drei Haltepunkt für den Zugverkehr
Gruß Matthias
Alexy
schrieb am 19.11.2025 15.55 Uhr:
@Hannes
(Die Grünen haben immer tolle Ideen.
Es fragt sich nur, woher das Geld kommen soll)
Das ist doch klar, daher woher es immer kommt: Vom Fleissigen. Sei es Arbeitnehmer, oder Rentner.
Wozu wird man ausgequetzscht sogar noch mit Versteuerung der Rente und zusätzlich noch GKV Beiträge und Pflegevers. nach 50 Jahren Arbeit und bereits Zahlungen, die horrend sind/waren.
Bei den Grünen wächst das Geld wie Manna vom Himmel.Wie der "grüne" Stahl.
Hans Hansen
schrieb am 19.11.2025 16.12 Uhr:
Die Leute...
China übertrifft jedes Jahr seine Klimaziele. Um ein Vielfaches. Die haben begriffen, dass Klimawende DER Wirtschaftsboost schlechthin ist.
Als Nebeneffekt ist China jetzt alleiniger Monopolist auf erneuerbare Energien. Durch diese ewig gestrige Sparmentalität hat Deutschland all sein Know-How an China verkauft.
IGM und Betriebsrat bei VW pochen seit Jahren darauf den Konzern umzubauen und auf elektrifizierten ÖPNV zu spezialisieren. Das wäre eine Poleposition für die Verkehrswende.
Stattdessen baut man weiter auf Individualverkehr... man hat ja wieder die Union in die Regierung gebracht, ein paar Jahre noch fette Dividenden kassieren, nach mir die Sintflut. Und wenn die Dividenden gefährdet sind, gibts ne Massenentlassung. 25.000 Arbeitsplätze pfutsch...
Lübeck ist ein Baustein in diesem Mosaik der Kurzsichtigkeit und neoliberalen Borniertheit. Deutschland ist drittmächtigste Wirtschaftskraft der Welt... und macht Politik wie ein Entwicklungsland... Wo die gigantischen erwirtscahfteten Summen hin gehen? Schaut mal nach oben.. nicht nach unten... Milliardäre mit Rekordvermögen..
Der Chinese macht einfach und wir reden über kaputte Brücken...
Waldemar Wagner
schrieb am 19.11.2025 16.35 Uhr:
Die grüne Verkehrswende ist ein reines Umverteilungsprojekt.
Es soll einfach allen Menschen gleich schlecht gehen!
Dass sämtliche grünen Ideen zur Erreichung irgendwelcher Klimaziele nicht geeignet sind, müsste doch langsam jedem klar sein.
Was passiert denn mit den durch die Nutzung der Straßenbahn frei werdenden Bussen?
Die Dinger werden verkauft – oder noch besser: verschenkt – und fahren dann irgendwo anders durch die Welt.
Der eingesparte Dieselkraftstoff wird auch nicht rückwärts raffiniert und wieder in die Erde eingegraben.
Nein, er wird irgendwo anders hin verkauft und bringt durch seine Verbrennung das CO₂ in die Atmosphäre.
Diese Erkenntnis hat nichts mit dem Leugnen des Klimawandels zu tun!
Die Grünen deuten es gerne so um, damit sie jeden, der ihren politischen Zielen nicht folgt, „böse sprechen“ können.
Tatsächlich machen grüne Ideen alles nur schlimmer!
Mehr und mehr Kraftstoff wird in Ländern verbrannt, die es mit dem Klimaschutz nicht so genau nehmen.
Iost Zwiesel
schrieb am 19.11.2025 17.08 Uhr:
Das ist ja mal eine gute Nachricht. Lübeck hat schon reichlich andere Baustellen, die dringend zu bearbeiten sind. Warum einige Mitmenschen meinen, ein unflexibeles (Schienen-gebunden) Verkehrsmittel aus der guten alten Zeit ist die Lösung unserer Probleme von heute und morgen, habe ich nie so ganz verstanden. Ein Elektrobus kann ggf. umgeleitet werden. Die gute alte Tram nicht. Selbst in Städten wie Hamburg, die über eine gut ausgebaute Schienen-Infrastruktur verfügen, merkt man doch regelmäßig wie anfällig ein Sienen-gebundener ÖPNV ist. Damit der ÖPNV attraktiver wird und mehr Menschen das Auto stehen lassen muss der ÖPNV günstig und verlässlich sein. Wenn die Busfahrt mal wieder 50 statt der etwarteten 20 Minuten dauert und ich dadurch "meinen" Erix verpasse, frage ich auch, ob ich nicht lieber wieder Auto fahren sollte. Aber natürlich verstehe ich auch, dass die Optimierung eines bestehenden Angebotes nicht die gleiche politische "Strahlkraft" hat wie die Forderung nach der Schaffung eines neuen Angebotes.
Kommentator
schrieb am 19.11.2025 17.08 Uhr:
@Matthias Aber im Betrieb wäre die Straßenbahn so viel günstiger und würde übrigens weniger Busfahrer brauchen als wenn man das Bussystem so sehr ausbaut, dass die Ziele trotzdem noch erreicht werden, die man sich gesetzt hat. Und natürlich müsste ein Straßenbahnsystem durch Busse ergänzt werden. Das ist ja klar
Alex
schrieb am 19.11.2025 18.30 Uhr:
"brauchen wir einen erheblich besser ausgebauten und attraktiveren ÖPNV, bessere Taktungen, eine deutlich verbesserte Radinfrastruktur sowie eine konsequente Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel"
Das nehme ich mal als zentrale Aussage aus dem obigen Text mit.
Zudem günstige Fahrpreise, was ja vermutlich im "attraktiveren ÖPNV" enthalten sein sollte.
Deutschland mit China zu vergleichen ist allerdings auch nicht zielführend.
Der Preis, den die Arbeitende Bevölkerung dort dafür zahlt "dass es funktioniert" ist extrem hoch, nicht mit irgendeinem Arbeitsschutzgesetz abgedeckt und wer keine Leistung für die paar Kröten am Tag bringt, fliegt raus.
Dort ist der Mensch eben Teil der günstigen Ressourcen und auch dort landet das Geld in der Oberschicht.
Zudem ist China weltweiter Spitzenreiter beim CO2 Ausstoß, mit 34%, noch weit vor den USA mit 12% und der EU mit 6,4%.
So richtig grün scheint mir das nicht zu sein..
Rainer
schrieb am 19.11.2025 18.45 Uhr:
Wer glaubt, dass unser "kleines" Deutschland mit seinen 1 Prozent der aktuellen Weltbevölkerung von derzeit 8,3 Milliarden Menschen mit Hilfe von Ökostrom die Welt retten kann, ist entweder dumm, ignorant oder überheblich! Da helfen weder megateure Wärmepumpenprojekte noch E-Autos oder Straßenbahnen. Die taugen allenfalls als ökologisches Feigenblatt, wenn man es sich denn überhaupt leisten kann, denn die "grüne Wende" mit ihrem "Dekarbonisierungswahn" kostet aktuell pro Jahr über 50.000 gut bezahlte Arbeitsplätz in Deutschland. Das nimmt garantiert kein gutes Ende!
Stefan Höfel
schrieb am 19.11.2025 19.09 Uhr:
Moin Arne!
Du schreibst „…Die Stimmung in der Stadtgesellschaft war positiv,…“
Wie kommst Du darauf?
Welchen %-Anteil würdest Du nennen?
VG
Stefan
Moppedfahrer
schrieb am 19.11.2025 19.13 Uhr:
@ Hans Hansen
"
Der Chinese macht einfach und wir reden über kaputte Brücken...".
Dafür halten unsere Brücken auch Jahrhunderte und die der Chinesen einige Wochen.
Ach das schönes MÄRCHEN der Klimafreundlichen und effizienten Chinesen.
China vergiftet die ganze Welt, die Prunk- und Protzbauten bröckeln nach kürzester Zeit,das Volk wird überwacht und gemaßregelt und am Ende ist der kleine Bürger, der der leidet.
Informieren sie sich erst einmal, was in China so alles falsch läuft, bevor sie diese über den grünen Klimaklee loben.
Hannes
schrieb am 19.11.2025 19.27 Uhr:
@Hans Hansen
Aber China hat auch noch Wachstum und alle Zahlen aus China sind vom Regime aufgehubscht.
Glaubst du das etwas alles?
Und die sind in Afrika uns sonst wo unterwegs und kaufen alles auf um Rohstoffe zu bekommen.
Jedes Jahr wächst ihre Wirtschaft durch den Verkauf von Artikeln die Unmengen mehr CO² verursachen als nötig.
Dein Beispiel ist wirklich sehr schlecht.
Andreas
schrieb am 19.11.2025 19.34 Uhr:
Mal sehen, wann die Realität die ganze Verkehrswende as absurdum führt, glaubt das wirklich noch jemand? Leere Kassen und kriegen Bauruinen nicht in Wohnraum gewandelt aber so lustige Fantasieprojekte, das lässt sich als Schlagzeile lustig verkaufen. Albern
Das darf doch nicht wahr sein
schrieb am 19.11.2025 19.55 Uhr:
In Lübeck haben sie für jede Lösung das passende Problem.
Misanthrop
schrieb am 19.11.2025 20.15 Uhr:
Wie gut, dass 95% der hier Kommentierenden die finalen Konsequenzen des Klimawandels nicht mehr miterleben müssen. Sonst würden sie mal anders denken oder überhaupt mal denken.
(...)
Fiete Senfgeber
schrieb am 19.11.2025 20.46 Uhr:
Wenn man einen Bruchteil der Gesamtkosten von dreieinhalb Straßenbahn-Linien (bis dahin wohl mind. 800 Mio Euro über 20 Jahre?) in die Taktverdichtung, die Elektrifizierung der Busflotte, denNachtverkehr, den Ausbau der Regionalbahn und den Umsteigekomfort zwischen den Verkehrsträgern investieren würde, dann hätte die Hansestadt ein durchaus zukunftsweisendes und vorbildliches ÖPNV-System! Wenn dann die Bevölkerung noch mobiler mitspielt, könnten durchaus auch 20% ÖPNV-Anteil erreicht werden (inkl. Regionalbahn).
Antony
schrieb am 20.11.2025 5.01 Uhr:
@Misanthrop (schrieb am 19.11.2025 um 20.15 Uhr)
Mit den falschen Maßnahmen die zu unserer Staatspleite führen, weil die "Sondervermögen" uns vorher mit Zinsen auffressen und mit völlig absurden Programmen wie die von R. Habeck wäre dies anders? Siehe CO2 Vergleich China : Deutschland.
Bürger aus HL
schrieb am 20.11.2025 6.18 Uhr:
Als erstes würde ich ein Verbot für Muttitaxi durchsetzen.
Christian Kuhlmey-Becker
schrieb am 20.11.2025 8.54 Uhr:
Leider haben sich in Lübeck wieder die Kleingeister durchgesetzt, die nicht weiter als bis zum nächsten Frühstück denken können. Ein klein wenig Hoffnung macht das Wort "vorerst". Vielleicht setzt sich ja die Vernunft und das Zukunftsdenken doch durch.
Ansonsten sehe ich im Text der Grünen keine inhaltlichen Fehler. In den Kommentaren sieht man doch meist nur dumpfes, pauschalisierendes Grünenbashing, anstatt sich mit Argumenten mit deren Ansichten auseinanderzusetzen. Und die Sanierung der Brücken als Gegenargument zu nutzen bedeutet Äpfel mit Birnen zu vergleichen, zumal bei einer Neubaukombi Straße/Schiene die Kosten wegen der höheren Bundeszuschüsse für Lübeck deutlich günstiger wären.
Stefan Maack
schrieb am 20.11.2025 8.59 Uhr:
Ich wundere mich, wo die Grünen eine positive Stimmung in der Stadtgesellschaft vernommen haben? Auf ihren Parteiveranstaltungen? Mich würde genau wie Stefan Höfl mal ein Prozentanteil interessieren.
@Kommentator
Eine Straßenbahn in Lübeck wird nicht günstiger sein, da der Stadtverkehr für die Unterhaltung und Ausbau der Fahrwege zuständig ist. Etwas, was für die Busse derzeit von der Allgemeinheit bezahlt wird.
Eine vernünftige Einbeziehung der Regionalbahnen und z.B. keine Busparallelverkehre würde schon mal einen ernormen Sprung bedeuten. Eine engere Vernetzung der Umlandverkehre ist auch zwingend notwendig.
@Misanthrop,
Auch eine Straßenbahn wird nichts an den Folgen ändern. Dazu müsste sie z.B. CO2-Neutral gebaut werden. Derzeit und auf längere Sicht ein reines Wunschdenken. Wenn ein Bruchteil derjenigen, die dieses Projekt befürworten, weiterdenken würden als von der Tapete bis zur Wand, dann hätten wir einen gut funktionierenden ÖPNV in Lübeck.
Hans Hansen
schrieb am 20.11.2025 10.34 Uhr:
(...)
Die Leute verstehen nicht, was für eine brutale Wirtschaftsmacht Deutschland besitzt. Sie wird nur leider von einem kleinen Zirkel abgeschöpft und die kleinen Leute denken sie lebten in Klein-Kleckersdorf und nicht in der drittmächtigsten Ökonomie der Welt. Merz weiß ganz genau, wie er sich an dieser Wirtschaft bereichern kann. Ihr leider nicht...
Was Deutschland tut, hat unvorstellbares Gewicht. Fangt mal an auch so zu handeln.
Sabina
schrieb am 20.11.2025 13.24 Uhr:
Man sollte in der Realität bleiben: Lübeck hat ein riesiges finanzielles Defizit, sollte sparen- bevorzugt wird ja immer am Ende der Kette, nämlich bei den Schwächsten, Einsparpotenzial gesucht. Da muss man sich als Bürger überaus wundern, dass ein Riesenprojekt, dessen Finanzierung unklar ist (außer, dass es sich um Steuergelder handeln wird), ernsthaft umgesetzt werden soll(te). Es gibt hier so viel, was wichtiger ist und wofür Geld gebraucht wird. Bei allen Politikern geht die Bodenständigkeit verloren und die miese Finanzlage interessiert auch nicht - ist ja nicht das eigene Geld, das man ausgeben will. Es wäre wirklich beschämend.
Dr. H. Odensack
schrieb am 20.11.2025 13.43 Uhr:
@Waldemar Wagner
Beinahe hätte ich ihren Kommtentar ernst genommen.
Aber so ein Blödsinn kann nur ironisch gemeint sein.
Danke, Sie haben mich sehr erheitert.
cfrohn
schrieb am 21.11.2025 14.37 Uhr:
Sehr erfreulich, daß das Straßenbahnprojekt endlich ad actam gelegt ist. Lübeck ist weder mit Hannover noch mit Freiburg zu vergleichen, das hätte jedem und jeder von vorne herein klar sein können. Zudem würden selbst diese beiden "Paradebeispiele" vermutlich keine neue Straßenbahn installieren, wenn vor Jahrzehneten die Trassen abgebaut worden wären.
Aber wie viel Geld wurde in Lübeck bisher schon für Planung, Gutachten etc. verplempert?
Ist doch immer schön, wenn wichtige Menschen sich in wichtigen Ausschußsitzungen ihrer Wichtigkeit bewusst werden dürfen :)