Großkontrolle auf der A1

Ostholstein: Archiv: Am Donnerstagnachmittag (20.11.2025) wurde durch Kräfte der Landespolizei Schleswig-Holstein, der Bundespolizei sowie des Zolls eine Vollkontrolle des Fahrzeugverkehrs auf der Bundesautobahn 1 in Ostholstein durchgeführt. Hierbei konnten über 100 Verstöße festgestellt werden. Vierzehn Verkehrsteilnehmern wurde die Weiterfahrt untersagt. Ein Fahrzeugführer versuchte sich der Kontrolle zu entziehen und wendete auf der Autobahn.



Gegen 12:00 Uhr trafen sich mehr als 80 Einsatzkräfte der Polizeidirektion Lübeck, der Bundespolizeiinspektion Kiel und des Hauptzollamts Kiel auf dem Rastplatz Neustädter Bucht Ost zu einer gemeinsamen Einsatzbesprechung. Durch die Gemeinsame Fahndungsgruppe Schengen-Süd beim Polizei- Autobahn- und Bezirksrevier Scharbeutz wurde eine Vollkontrolle des Fahrverkehrs auf der Bundesautobahn 1 in Fahrtrichtung Fehmarn ausgearbeitet und durchgeführt. Auch mögliche Neben- und Ausweichrouten behielten die eingesetzten Kräfte durch mobile Einheiten im Auge.

Beim Aufbau der Kontrollstelle und den nötigen Verkehrslenkungsmaßnahmen unterstützte auch die Autobahnmeisterei Scharbeutz. Das Technische Hilfswerk stellte an der Raststätte unter anderem Zelte und Leuchtmittel auf. Sowohl die dänische Polizei als auch der dänische Zoll wohnten der Kontrolle mit einer Abordnung bei und unterstützten die deutschen Einsatzkräfte unter anderem als Sprachmittler.



Seitens der Bundespolizei kam bei der Kontrolle das automatische Kennzeichenerfassungsgerät zum Einsatz. Im Bereich von Schwerlastkontrollen wurden durch die Beamten insbesondere Lastkraftwagen und Sattelzugkombinationen überprüft. Hierbei wurde auch Großröntgentechnik des Zolls genutzt. Insgesamt konnten neben weiteren Ordnungswidrigkeiten 89 Verstöße gegen das geltende Fahrpersonalgesetz festgestellt werden.

Auch der übrige Fahrzeugverkehr wurde im Rahmen der Vollkontrolle durch die Beamten in Augenschein genommen. Hierbei wurden mehr als 10 Strafverfahren gegen Verkehrsteilnehmer etwa wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis oder des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Durch einen eingesetzten Rauschgiftspürhund der Polizeidiensthundestaffel Lübeck konnte zudem eine illegale Menge Cannabis aufgefunden und sichergestellt werden.

Insgesamt untersagten die Polizeibeamten 14 Verkehrsteilnehmern aufgrund unterschiedlicher Verstöße die Weiterfahrt.

Ein 27-jähriger Fahrzeugführer mit Wohnsitz in Ostholstein versuchte sich den Kontrollmaßnahmen zu entziehen, indem er im Bereich der Zuführung zur Kontrollstelle auf der Autobahn wendete und sein Fahrzeug auf dem Standstreifen entgegen der Fahrtrichtung führte. Durch eine sofort eingeleitete Fahndung konnte der Personenkraftwagen wenig später in Neustadt in Holstein angehalten werden. Hierbei stellten die Beamten fest, dass sich der Niederländer nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis befand und zudem mutmaßlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ihm wurde daraufhin eine Blutprobe entnommen.

Das Polizei- Autobahn- und Bezirksrevier Scharbeutz ermittelt gegen den Fahrer nun unter anderem wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs und sucht Zeugen insbesondere im Bezug auf das Verhalten des Beschuldigten als Falschfahrer auf der Autobahn. Hinweise werden unter 04524 7077100 entgegengenommen.
Am Donnerstagnachmittag wurde durch Kräfte der Landespolizei Schleswig-Holstein, der Bundespolizei sowie des Zolls eine Vollkontrolle auf der Bundesautobahn 1 in Ostholstein durchgeführt. Fotos: Polizei
Am Donnerstagnachmittag wurde durch Kräfte der Landespolizei Schleswig-Holstein, der Bundespolizei sowie des Zolls eine Vollkontrolle auf der Bundesautobahn 1 in Ostholstein durchgeführt. Fotos: Polizei

Text-Nummer: 176358    Autor: Polizei/red.    vom 21.11.2025 14.49 Uhr

Kommentare zu diesem Text (7):

Tollwut

schrieb am 21.11.2025 14.58 Uhr:
Klasse weiter so . Nur müssten die Strafen verzehnfacht werden

Klaus HL

schrieb am 21.11.2025 16.15 Uhr:
Ja, mehr Kontrolle und viel höhere Strafen bei Vergehen! Warum, verdammt nochmal, passiert da nichts?
Autolobby???

Martin S.

schrieb am 21.11.2025 16.47 Uhr:
Respekt, sowas logistisch durchzuführen ist bestimmt nicht leicht!

Barny

schrieb am 21.11.2025 17.41 Uhr:
Wie hier anlasslose sämtliche Kraftfahrer und Bürger kontrolliert werden ist besorgniserregend.

Pauschal die Fahrzeuge in einer Fahrtrichtung unter Generalverdacht zu stellen und mit modernsten Gerätschaften durchleuchten ist Willkür.

Wie viele Fahrzeuge da insgesamt kontrolliert wurden steht natürlich nicht im Artikel.

Niemand wird so oft kontrolliert wie die rechtlosen Autofahrer.

Otto Schneider

schrieb am 21.11.2025 20.19 Uhr:
@ Barny

"... Willkür..."
"... rechtlose Autofahrer..."

Was stimmt hier in der Wahrnehmung nicht?!

Hier geht es um Ahndung schwerer gefährdwnde Vergehen im Straßenverkehr,
und Sie versuchen,
das zu relativieren!?!

Das lässt Schlüsse auf Sie zu,
die Sie sich selbst nicht wünschen,
und die Allgemeinheit ebenso nicht!

Esmeralda

schrieb am 21.11.2025 20.39 Uhr:
@Barny

Wo und wann wird bitte häufig kontrolliert?!
Bin seit den 90-er Jahren mit dem Auto unterwegs und wurde vielleicht 2x kontrolliert!!!

Hauke Schmidt

schrieb am 24.11.2025 9.33 Uhr:
Mir erscheint der Aufwand solcher Großkontrollen doch schon sehr groß. Ich vermisse dagegen eine gleichmäßig verteilte höhere Präsenz der Polizei im Straßenverkehr, vor allem auf Autobahnen. Ich denke, verantwortungslose Autofahrer sollten mit einer viel höheren Wahrscheinlichkeit damit rechnen müssen, zur Verantwortung gezogen zu werden. Diese „Nach-einem-Blitzer-gebe-ich-wieder-Stoff-Mentalität“ sollte deutlich weniger Chancen haben.