Kai-Erweiterung: Zander kritisiert Kritik der Grünen
Lübeck: Archiv - 26.11.2025, 09.47 Uhr: Die Kommunalpolitische Vereinigung (KPV) Lübeck zeigt sich in einer Mitteilung irritiert über die jüngste Kritik der Grünen an den Erweiterungsplänen des Lehmannkais. ,,Dass die Grünen wirtschaftliche Entwicklungen in Lübeck regelmäßig ablehnen, überrascht uns nicht", erklärt Andreas Zander, Vorsitzender der KPV Lübeck, „überraschend ist jedoch, dass sich der Co-Fraktionsvorsitzende der Grünen, Dr. Flasbarth, in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Lübecker HafengesellschaftWir veröffentlichen die Mitteilung der KPV im Wortlaut:
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Anstatt sich konstruktiv für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der LHG einzusetzen, äußere Dr. Flasbarth Kritik an einem privatwirtschaftlich erfolgreichen Wettbewerber im Lübecker Hafen. "Man gewinnt den Eindruck, dass Dr. Flasbarth den Hafenbetrieb im Ostseeraum nicht in seiner ganzen komplexen wirtschaftlichen Bedeutung erfasst", so Zander. "Das Unternehmen Lehmann verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Hafenwirtschaft und weiß sehr genau, wie realistische und zukunftsfähige Hafenplanung aussieht."
Zander fordert Dr. Flasbarth auf, seine Rolle klar zu trennen: "Wer Aufsichtsratsvorsitzender der LHG ist, sollte sich mit öffentlichen Forderungen, die den Anschein politischer Einflussnahme zugunsten der eigenen Ideologie erwecken könnten, zurückzuhalten. Entweder nimmt Dr. Flasbarth seine Verantwortung im Aufsichtsrat vollumfänglich wahr - oder er legt sein Mandat nieder und konzentriert sich auf seine politische Klientelpolitik als Co-Fraktionsvorsitzender der Grünen."
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Flasbarth: Überkapazitäten fatal für die Hafenwirtschaft
Axel Flasbarth hatte seine Sichtweise bereits am 24.11.2025 in einem Kommentar auf HL-live.de wie folgt dargelegt: „Als Mitglied (und Vorsitzender) des Aufsichtsrates der LHG ist es meine gesetzlich festgelegte Aufgabe, die Interessen des Unternehmens zu vertreten. Das mache ich hier, indem ich darauf hinweise, dass eine solche Erweiterung der Hafenflächen im Markt nicht benötigt wird und zu enormen Überkapazitäten führen würde, mit fatalen Konsequenzen für die Lübecker Hafenwirtschaft, also auch für die LHG und ihre Mitarbeiter. Und als Mitglied der Lübecker Bürgerschaft ist es meine Aufgabe, Schaden von der Hansestadt und ihren Bewohnern abzuwenden. Das mache ich hier, indem ich auf die gravierenden Folgen dieser Hafenerweiterung für die Menschen in Siems, Dänischburg und Gothmund hinweise und auf die enormen Folgekosten für die Steuerzahler (Vertiefung) in Lübeck und darüber hinaus. In meinen Augen - und das mag natürlich jeder anders sehen - nehme ich damit meine Aufgaben und Verantwortung in beiden Rollen wahr.“

Die Politik streitet um die Erweiterung der Hafenanlagen. Foto: Archiv/HN
Text-Nummer: 176440 Autor: KPV/red. vom 26.11.2025 um 09.47 Uhr
