Ein Geschenk für St. Katharinen zum 800.?

Lübeck - Innenstadt: In diesem Jahr wird der 800. Geburtstag des Franziskanerklosters in Lübeck gefeiert. Dazu könnte es ein besonderes Geburtstagsgeschenk geben. Ein neues Bundesprogramm könnte die Sanierung von St. Katharinen ermöglichen.

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Die Katharinenkirche in der Königstraße gehört der Stadt, die auch für den Unterhalt aufkommt. Das ist nicht billig. Der Unterchor ist seit vielen Jahren gesperrt, um die Besucher zu schützen. Alleine für den Erhalt der Bausubstanz müssen in diesem Jahr 80.000 Euro ausgegeben werden.

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Jetzt gibt es eine Gelegenheit, um die schon lange vorbereiteten Pläne für eine Sanierung umzusetzen. Der Bund hat kurzfristig ein "Denkmalschutz-Sonderprogramm XIV" aufgelegt. Damit können für Sanierungen von Denkmalen mit nationaler Bedeutung 50 Prozent der Kosten übernommen werden. Diesen Status hat St. Katharinen.

Die Kosten werden auf rund 900.000 Euro geschätzt. Damit bliebe immer noch ein städtischer Anteil von 450.000 Euro. "Bereits im Frühjahr 2025 wurde seitens einer Lübecker Stiftung das Interesse an einer finanziellen Unterstützung zur Sanierung der Katharinenkirche geäußert", teilt Kultursenatorin Monika Frank mit. Eine genaue Höhe gebe es zwar nicht, aber die Stadt hofft, dass die Stiftung den vollständigen oder zumindest einen erheblichen Anteil übernimmt.

Jetzt muss die Entscheidung des Bundes abgewartet werden. Sollte Lübeck seinen Anteil nicht aufbringen können, kann der Förderantrag zurückgezogen werden.

Mithilfe des Bundes könnte die Katharinenkirche saniert werden. Fotos: JW/Archiv

Mithilfe des Bundes könnte die Katharinenkirche saniert werden. Fotos: JW/Archiv


Text-Nummer: 176463   Autor: VG   vom 26.11.2025 um 17.20 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Hans Hansen

schrieb am 27.11.2025 um 07.47 Uhr:
Das EINZIGE was in Lübeck langfristig Einnahmen generieren wird, ist Tourismus- und Kulturbetrieb. Gerade der Hafen ist dermaßen von Internationalen Krisen abhängig, dass es heutzutage ein regelrechtes Risikogeschäft ist.

Wenn dann Investitionen in Lübecker Wahrzeichen und Denkmäler anstehen, darf es überhaupt keine Diskussion geben. Hier zu sparen bedeutet einen Teufelskreis in Gang zu setzen. Fehlende Investitionen = Fehlende Einnahmen -> noch weniger Investitionen -> noch weniger Einnahmen usw.

Eine Volkswirtschaft ist etwas VÖLLIG anderes als eine Betriebswirtschaft. Wir müssen endlich die BWLer aus der VWL heraus bekommen. Die haben jetzt 30 Jahre lang unsere Wirtschaft an die Wand gefahren. Es wird Zeit wieder die VWL ans Steuer zu lassen.