Lübeck setzt auf S- statt Straßenbahn
Lübeck: Am Donnerstag wurde in der Bürgerschaft über die Zukunft des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Lübeck diskutiert. Das Projekt "Straßenbahn" wird nicht mehr weiterverfolgt. Die Politik setzt aber auf mehr Bahnhaltepunkte.Intensiv wurden noch einmal die Vor- und Nachteile einer Straßenbahn diskutiert. Letztlich schloss sich eine Mehrheit der Meinung der Verwaltung an, dass eine Straßenbahn nicht weiterverfolgt werden soll.
Für eine Änderung sorgten die fraktionslosen Mitglieder der Bürgerschaft Tim Stüttgen und Gregor Voht. Ihr Vorschlag "für eine deutliche Erweiterung der Anzahl der Bahnhaltepunkte (zum Beispiel Lübeck-Genin) entlang bestehender Gleise – DB und Hafenbahn – im Großraum Lübeck zum Auf- und Ausbaus eines S-Bahn-Streckennetzes" wurde einstimmig angenommen. Auch ihre Idee, dass dabei zu prüfen ist, "inwiefern Ergänzungen des bestehenden Streckennetzes zur besseren Erschließung von Stadtteilen sinnvoll sind (zum Beispiel von den Hafenbahngleisen an der Seelandstraße durch die Kücknitzer Hauptstraße zum Bahnhaltepunkt Kücknitz)", bekam eine deutliche Mehrheit.
Entscheidend war für die Politik das Geld. Ein S-Bahn-Verkehr wird vom Land bezahlt, der Unterhalt einer neuen Straßenbahn nicht.
Hören Sie im Originalton ein Statement von Bürgermeister Jan Lindenau im Gespräch Harald Denckmann.

Die Bürgerschaft hat sich festgelegt: Lübeck setzt auf mehr Bahnhaltepunkte und eine Regio-S-Bahn statt einer Straßenbahn.
Hier hören Sie den Originalton:
Text-Nummer: 176486 Autor: VG vom 27.11.2025 um 18.28 Uhr
