Stifterpreis für die Daniela-Appel-Stiftung
Lübeck: Die Daniela-Appel-Stiftung, die sich für die kulturelle Förderung junger Menschen mit Behinderung in Lübeck einsetzt, hat den Stifterpreis Schleswig-Holstein 2025 gewonnen. Damit ist sie die erste Lübecker Stiftung, die den Stifterpreis erhält. Die Auszeichnung wird seit 2005 im zwei- bis dreijährigen Turnus verliehen. In diesem Jahr übernahm Ministerpräsident Daniel Günther die Schirmherrschaft, der Preis wurde am Freitag von Innenministerin Magdalena Finke in Neumünster überreicht."Das außergewöhnliche persönliche Engagement der Stifterin hat uns überzeugt", erläutert Landespastor Heiko Naß die Entscheidung der Jury, der Daniela-Appel-Stiftung den ersten Preis zu verleihen. "Wir wünschen Ihnen, dass diese wunderbare, segensreiche Arbeit, die Sie mit Ihrer Stiftung leisten, und die schon so viele Menschen beglückt hat, noch viele weitere Kreise ziehen möge."
Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro fließt nun in weitere Projekte der Stiftung.
Den 2. Preis erhielt die Tausendfüßler-Stiftung aus Kaltenkirchen (3.000 Euro), den 3. Preis die Bürgerstiftung Elmshorn (2.000 Euro).
„Allein schon die Nominierung war eine große Ehre“, freut sich Dr. Daniela Appel, Absolventin der Musikhochschule Lübeck und promovierte Sprachwissenschaftlerin. Eine Jury, die aus hochrangigen Vertretern der Bereiche Politik, Medien, Kirche und Stiftungswesen zusammengesetzt war, hatte zehn Stiftungen wegen ihres herausragenden gesellschaftlichen Einsatzes in die engere Wahl für den Stifterpreis gezogen. „Der Stifterpreis ist ein Ansporn, den Weg der Inklusion weiterzugehen. Inklusion ist ein weites Feld und ein dickes Brett zu bohren“, so die Gründerin.
Aber die Arbeit lohnt sich: Immer mehr Lübecker Vereine, Schulen und Institutionen sind bereit, inklusive kulturelle Projekte für junge Menschen mit Behinderung anzubieten. Die Daniela-Appel-Stiftung ermutigt und unterstützt sie dabei, sei es durch den Kauf von Musikinstrumenten, spezieller Hilfsmittel oder durch die Finanzierung von Schwerbehinderten-Assistenzen, um die gleichberechtigte Teilhabe aller zu ermöglichen.
„Ich selbst habe keine Kinder“, erläutert Lehrerin Daniela Appel ihre Beweggründe. „Meine Mutter litt an einer Augenerkrankung, die zur Erblindung führte. Und so wuchs der Wunsch in mir, mich für Kinder mit Behinderung auf kulturellem, besonders musikalischem Gebiet einzusetzen. Und ich kann sagen: Mein Entschluss vor zehn Jahren, diese Stiftung zu gründen, war die beste Entscheidung meines Lebens.“

„Mein Entschluss vor zehn Jahren, diese Stiftung zu gründen, war die beste Entscheidung meines Lebens“, sagt Daniela Appel. Foto: Stiftung
Text-Nummer: 176575 Autor: Stiftung/red. vom 02.12.2025 um 14.57 Uhr
