Lübecks Haushalt verbessert sich leicht um 3,6 Millionen Euro

Lübeck: Archiv - 03.12.2025, 19.23 Uhr: Der Bereich Haushalt und Steuerung der Stadtverwaltung veröffentlicht quartalsweise Berichte zum städtischen Haushalt. Nach Auswertung des dritten Quartals gibt es eine gute Nachricht: Statt eines bisher erwarteten Defizits von 108,2 Millionen Euro werden es vermutlich nur 104,6 Millionen Euro sein.

Ein Grund zum Jubeln gibt es allerdings nicht. Ursprünglich sollte das Defizit im Jahr 2025 rund 86,4 Millionen Euro betragen. Jetzt sind es immer noch 18,2 Millionen Euro mehr. Ursache sind hauptsächlich immer neue gesetzliche Aufgaben, die Bund und Land beschließen, aber nicht bezahlen. Alleine im Kita-Bereich müssen 9,9 Millionen Euro mehr gezahlt werden, als im Haushalt eingeplant waren.

In der Verwaltung wird offenbar fleißig gespart. Das Defizit fällt rund 13,3 Millionen Euro niedriger aus als im vergangenen Quartal erwartet. Das hat auch negative Folgen. So fehlen in Lübeck Brückenplaner. Die Planungen für den Neubau der Sandbergbrücke und der Karlstraßenbrücke sind gestoppt, bis geeignetes Personal gewonnen werden kann.

Durch die Verzögerungen bei der Umsetzung der neuen Grundsteuer fehlen Lübeck vier Millionen Euro, der Finanzausgleich wird rund eine Million Euro geringer ausfallen. Das große Minus hat Folgen bei den Zinszahlungen. Die steigen um weitere 3,1 Millionen Euro in diesem Jahr.

Der vollständige Bericht ist unter www.luebeck.de abrufbar.

Auch ein Grund für die Einsparungen: Die Stellen für Brückenplaner können in Lübeck nicht besetzt werden. Foto: JW/Archiv

Auch ein Grund für die Einsparungen: Die Stellen für Brückenplaner können in Lübeck nicht besetzt werden. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 176585   Autor: VG   vom 03.12.2025 um 19.23 Uhr

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