FDP: Lehmannkai-Erweiterung kann zum Turbo für Jobs und Wettbewerb werden
Lübeck: Aktuell läuft das Planfeststellungsverfahren zum Ausbau des Lehmannkais. Dazu äußert sich die FDP in einer Mitteilung unter dem Titel „Lehmannkai-Erweiterung kann zum Turbo für Jobs und Wettbewerb werden“. Die FDP wünscht sich, „dass die Chancen und Vorteile des Projekts stärker berücksichtigt werden“.Wir veröffentlichen die Mitteilung der FDP im Wortlaut:
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Hierzu erklären die wirtschaftspolitische Sprecherin Heike Stegemann und der baupolitische Sprecher Dan Teschner: „Der Plan zur Erweiterung des Lehmannkais setzt ein klares Signal: mehr Arbeitsplätze, mehr Wettbewerb, mehr Zukunft für Lübeck. Wir sehen darin einen wichtigen Schritt zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Zusätzliche Umschlagkapazitäten erhöhen die Attraktivität des Hafens im internationalen Wettbewerb. Es greift zu kurz, nur auf den städtischen Hafenbetreiber LHG zu schauen. Der alte Grundsatz gilt: Konkurrenz belebt das Geschäft – und genau das braucht Lübeck, um als maritimer Knotenpunkt weiter voranzukommen.
Vor diesem Hintergrund sehen wir politische Stimmen kritisch, die den Hafenausbau grundsätzlich infrage stellen. Die Wirtschaftsgeschichte ist reich an Fehleinschätzungen politischer Entscheider – zuletzt bei der staatlichen Förderung für das inzwischen insolvente Unternehmen Northvolt. Wenn private Unternehmen investieren, brauchen sie keine Besserwisserei der Politik.
Wichtig sind auch die positiven Effekte auf den Arbeitsmarkt. Investitionen schaffen neue Jobs – direkt im Hafen und in Zulieferbetrieben, Logistik und Dienstleistungen. Das ist eine echte Chance für die Menschen in unserer Region. Lübeck kann nicht allein von historischen Gebäuden, Wald und Wiesen leben. Eine Großstadt braucht Unternehmen, die Wertschöpfung erzeugen.
Mit der Erweiterung des Lehmannkais investieren wir in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Eine leistungsfähige Hafeninfrastruktur ist eine Grundvoraussetzung für Wachstum und Innovation. Das Projekt zeigt, wie kluge Baupolitik und unternehmerische Initiative zusammenwirken können. Wir wollen, dass Lübeck nicht nur mithält, sondern vorn mitspielt. Die Erweiterung des Lehmannkais ist dafür ein entscheidender Schritt.“
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„Wenn private Unternehmen investieren, brauchen sie keine Besserwisserei der Politik“, meinen die wirtschaftspolitischen Sprecher der FDP zum Thema Kai-Erweiterung. Foto: Archiv/HN
Text-Nummer: 176589 Autor: FDP/red. vom 03.12.2025 um 09.51 Uhr

Kommentare zu diesem Text:
Gunnar Baden
schrieb am 03.12.2025 um 10.52 Uhr:
Leider viele leere Sprachhülsen und wenig Substanz. Und dann ist die FDP auch schlecht informiert. Die schwedische Northvolt-Mutter ist zwar insolvent, nicht aber ihre deutsche Tochter. Finanz- und Wirtschaftsausschuss des Landtages haben gerade die nächste Tranche der Förderung freigegeben.
Lübecker
schrieb am 03.12.2025 um 11.58 Uhr:
Vielleicht gibt’s dann ja wieder einen größeren Eisenbahn Anschluss und die DB Cargo AG kann gerettet werden
Auf ein gutes Gelingen !
Hans Hansen
schrieb am 03.12.2025 um 12.23 Uhr:
"Wettbewerb" haha! Mit wem? China?!
Mal gesehen wie viel die pro Kopf in Ausbildung und Infrastruktur investieren?
Dank der FDP herrscht in Deutschland der Neoliberalismus mit seinem Kult der schwarzen Null. In China investiert man in nachhaltige Infrastrukturprojekte und nicht in die Privatprojekte irgendwelcher FDP-Amigos während man Brücken, Straßen und Schulen kaputt spart.
KHD
schrieb am 03.12.2025 um 12.50 Uhr:
Die Hafenerweiterung verschandelt und belastet die direkte Umgebung.
NEIN zum Hafenausbau in der aktuellen Form
ExPope
schrieb am 03.12.2025 um 15.05 Uhr:
Ich biete Großenbrode Kai alternativ an zum Lee 3. Die Trave kann nur mit Lotsen und kleinen Frachtern angefahren werden. Ozeanriesen a La Merk Rederei könnten aber in Großenbrode Kai anlegen. Dort ist auch eine Bahnanbindung und die Autobahn 1.
Lars Fischer
schrieb am 03.12.2025 um 15.58 Uhr:
Wer nicht ausschließlich vom Tourismus lebern will, muss Industrie-Jobs möglich machen - oder wie schon Clinton sagte: "It's the economy, stupid!". Die FDP, die sonst im Land eine Gurkentruppe ist, hat hier vollkommen recht!
Für Naturschutz ist weiß Gott genug Geld ausgegeben worden und sinnvolle Projekte (A20-Ausbau) zum Leidwesen aller Anwohner und Einwohner von SH durch den BUND bis zum Geht-Nicht-Mehr verzögert worden.
Für alle die Gothmund bedroht sehen - das ist auf der anderen Seite der Trave und der Status als Weltkulturerbe hängt auch nicht vom Lehmankai ab.
Alternativ kann ganz Lübeck zum Denkmal erklären (das klappt ja dank schon bei ganzen Straßenzügen in Herrenwyk - dann brauchen wir uns nie wieder Gedanken um Industrie zu machen - oder Jobs oder Einkommen!
Michael
schrieb am 03.12.2025 um 16.45 Uhr:
Ein Rohrkrepierer vor dem Herrn!
Für die Umwelt und die Anwohner ein komplettes Debakel!
Mit wem will die am Boden liegende deutsche Wirtschaft in Konkurrenz treten?
Holger Steffen
schrieb am 04.12.2025 um 11.09 Uhr:
Es ist richtig: Eine Stadt wie Lübeck, lebt nicht nur von Wiesen, Wäldern und historischen Gebäuden. Der Politik aber Besserwisserei vorzuwerfen ist schon ein starkes Stück. Im Statement der FDP kommt nicht einmal das Wort Bürgerbeteiligung vor. Die FDP will über die Köpfe der Kücknitzer Bürger hinweg Fakten schaffen. Das Mühlbachtal als Naherholungsgebiet und Rückzugsort für Wildtiere scheint der FDP auch ziemlich egal zu sein. Die Wirtschaftsradikalität der FDP ist kaum noch zu überbieten. Das Wort Konservativ bedeutet bewahren, behüten und erhalten und zwar in enger Abstimmung mit den Bürgern. Ich bin ein Konservativer und stolz darauf. Die FDP ist nicht der Anwalt der Bürger, sondern vertritt ausschließlich die Interessen der Wirtschaft. Donald Trump spricht demnächst das Grußwort zum Bundesparteitag der FDP...
Holger Steffen
schrieb am 04.12.2025 um 12.33 Uhr:
1. Hat der Senat ein Umweltverträglichkeitsgutachten in Auftrag gegeben?
2. Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, wo ist das Gutachten einsehbar?
3. Ist eine Öffentlichkeitsbeteiligung der Anwohner geplant?
Das ewige Mantra der Wirtschaftslobbyisten "Sozial ist, was Arbeitsplätze schafft" ist bedingt durch den Fachkräftemangel in schwere Schlagseite geraten. Arbeitsplätze zu schaffen, die nicht besetzt werden können, ergibt keinen Sinn.