Mehr Schäden: Vollsperrung der Mühlentorbrücke möglich

Lübeck - Innenstadt: Seit Montag, 24. November 2025, wird die vierte Sonderprüfung an der Mühlentorbrücke in diesem Jahr durchgeführt (wir berichteten). Gemäß Information des Bauwerksprüfers besteht aktuell die Möglichkeit, dass nach Bewertung der Gesamtheit aller begutachteten Schäden eine Zustandsnote von 4,0 vergeben werden muss. Diese Zustandsnote hätte eine umgehende Vollsperrung der Brücke zur Folge.

Am Freitagmorgen, 5. Dezember, um 04:00 Uhr endet der Prüflauf mit dem Einsatz an der Oberseite der Brücke. In der Zeit von 00:45 bis 04:00 Uhr begutachtet der Prüfer die Schäden an den Bauteilen oberhalb der Brücke. Die geplante Vollsperrung der Fahrbahn in dieser Nacht ermöglicht den Einsatz einer Arbeitsbühne, die dem Prüfer eine direkte Inaugenscheinnahme am Bauteil ermöglicht.

Die bisherige Prüfung der Schäden an der Unterseite hat eine weitere Schadensentwicklung ergeben, zum Beispiel Abplatzungen an den Widerlagerkonstruktionen und Risse in einigen Blechen. Zusätzlich unterliegt das Bauwerk auch einer jahreszeitlich bedingten Belastung, wobei besonders die Lagerkonstruktionen beansprucht werden. Eindringende Feuchtigkeit und die sinkenden Temperaturen haben eine weitere Verschlechterung der Konstruktion an den Pfeilern und Lagersockeln begünstigt. Die bestehenden Schäden, beispielsweise die Spalte an den Sockeln, weisen nachweisliche Vergrößerungen der Spaltbreiten auf.

Gemäß Information des Bauwerksprüfers besteht aktuell die Möglichkeit, dass nach Bewertung der Gesamtheit aller begutachteten Schäden eine Zustandsnote von 4,0 vergeben werden muss. Diese Zustandsnote hätte eine umgehende Vollsperrung der Brücke als Sicherheitsvorkehrung zur Folge, um eine eventuelle Gefährdung aller Verkehrsteilnehmer durch eine weitere Nutzung und Belastung auszuschließen. Die Einschätzung wird den Verantwortlichen der Hansestadt Lübeck unmittelbar nach Ende der Prüfung gegen 4 Uhr am Freitagmorgen noch vor Ort mitgeteilt.

Für den Fall, dass es zu einer Vollsperrung der Mühlentorbrücke kommen sollte, sind bereits erste Maßnahmen vorbereitet. Diese würden dann vorgezogen.

Umleitung der Buslinien
Die betroffenen Buslinien würden ab Freitag, 5. Dezember 2025, bis zum offiziellen Fahrplanwechsel ab 14. Dezember eine an die geplante Linienführung angepasste Umleitung fahren.

Die Linien 1, 2, 6, 7, 8, 9, 16 und 26 fahren stadteinwärts ab Mühlentorteller in die Hüxtertorallee, links über die Rehderbrücke, Wahmstraße und ab Kohlmarkt weiter im Linienweg.

Stadtauswärts wird ab Haltestelle Kohlmarkt ebenfalls durch die Wahmstraße, Krähenstraße und Hüxtertorallee zum Mühlentorteller und weiter im Linienweg gefahren. Die Haltestellen Hüxtertorallee und Krähenstraße werden in beiden Richtungen angefahren.

Die Linie 4 fährt stadteinwärts ab Mühlentorteller in die Hüxtertorallee, links über die Rehderbrücke, Wahmstraße, links Sandstraße, links in die Königstraße und weiter im Linienweg. Die Haltestelle Sandstraße wird in Richtung Heiweg nicht angefahren.

Stadtauswärts wird ab Gustav-Radbruch-Platz über Falkenstraße und Hüxtertorallee zum Mühlentorteller gefahren und weiter im Linienweg. Die Haltestellen Blanckstraße und Hüxtertorallee werden mit angefahren.

Die Linien 15 und 25 fahren in beiden Richtungen ab/bis Kohlmarkt über Wahmstraße und Krähenstraße zur/ab Haltestelle Blanckstraße und weiter im Linienweg. Die Haltestellen Sandstraße, Fegefeuer, Stadthalle und Hüxtertoralle entfallen für diese Linien. Die Haltestelle Krähenstraße wird in beiden Richtungen mit angefahren.

Insbesondere die Verkehrsteilnehmenden mit Bus und Auto sowie der Lieferverkehr werden gebeten, sich auf diese mögliche Ad hoc-Maßnahme vorzubereiten und gegebenenfalls Umleitungen einzuplanen. Fußgänger und Radfahrer können weiterhin die vorhandene Behelfsbrücke neben der Mühlentorbrücke nutzen, die die Hansestadt Lübeck bereits rechtzeitig neu errichtet hat.

Änderung der Verkehrsführung in der Innenstadt
Die Umleitung der Fahrwege des ÖPNV führt zu Einschränkungen und kurzfristigen Änderungen der Verkehrsführung in der Innenstadt und auf den ebenfalls vom Individualverkehr genutzten Ausweichstrecken.

Dazu gehören:

– Einseitige Sperrung der Wallstraße für die Richtung zur Mühlentorbrücke.

– Umleitung der Zufahrt zum Domviertel über den Mühlendamm, während die Ausfahrt über die Mühlenstraße und die Wallstraße erhalten bleibt.

– Umleitung der Buslinien über die Wahmstraße.

In Zusammenarbeit mit dem Service der Stadtwerke Lübeck Mobil werden alle Informationen über einen möglichen, vorübergehend angepassten Fahrplan, in bewährter Weise und umgehend über die einschlägigen Informationskanäle bereitgestellt. Aktuelle Informationen zu Fahrplanänderungen stehen auch online unter www.swhl.de zur Verfügung.

Verkehrsteilnehmer können sich laufend über Informationen und den Projektfortschritt online unter www.luebeck.de informieren.

Aufgrund ihres schlechten Zustands droht der Mühlentorbrücke eine Vollsperrung. Foto: HL

Aufgrund ihres schlechten Zustands droht der Mühlentorbrücke eine Vollsperrung. Foto: HL


Text-Nummer: 176600   Autor: Presseamt/red.   vom 03.12.2025 um 13.36 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Tom Behnsen

schrieb am 03.12.2025 um 13.42 Uhr:
Ach watt wen man den Ross mit den Schleifenpapir wegmachen dan geht es doch schon wieder. 1 Spehrung scheint völligs übertriem!

AL

schrieb am 03.12.2025 um 13.48 Uhr:
Also ganz ehrlich:
Lübeck einfach sperren und rundherum um den Altstadtkern komplett schliessen.

Überall nur Chaos und keinerlei Investitionen für die Bürger, die ein intakte Infrastruktur benötigen? Wielange ist die Hubbrücke jetzt gesperrt, weil niemand in der Lage ist, Lager zu fertigen? Das ist ein Scherz hoch drei. In China, Japan, Indien, usw. hat man Drehmaschinen mit 20 Meter Spitzenweite und macht so etwas in 3 Monaten.

Hauptsache ist, man hat Millionen investiert ,um in der Ratzburger Allee 25 Meter breite Radwege zu haben udn die Beckergrube für Millionen zu verschlimmbessern und 3 Jahre zu sperren.

Andreas S.

schrieb am 03.12.2025 um 14.01 Uhr:
Na, zu einer Sperrung wird es sicher nicht kommen :-)

Da wird Herr Lindenau, samt dem Bauamt, für 3,9 plädieren :-))

Schaden erst einmal abgewandt.....

Oliver

schrieb am 03.12.2025 um 14.12 Uhr:
Wie wäre es wenn Leute und Familien, die unbedingt große und/oder mehrere Autos brauchen einfach aus der Innenstadt rausziehen würden in Gegenden um die Altstadt herum ziehen würden, sodass sie nicht laufend die Brücken zu Schrott fahren? Im Gegenzug könnten in der Stadt eher die wohnen, die eh fast nur mit ÖPNV, Rad oder Scooter, meinetwegen auch Mofa usw. unterwegs sind.

Wer unbedingt mit Auto pendeln muss, einfach raus aus der Innenstadt. Die Innenstadt war nie für so viel Autoverkehr ausgelegt, die wurde damals noch zu Zeiten gebaut wo Kutschen fuhren, da wurde nie über eine Zukunft voller maschineller Fahrzeuge nachgedacht.

Die Innenstadt sollte am besten wieder möglichst autofrei bleiben.
Taxen, Busse und Lieferverkehr reichen aus, alles andere nutzt die Brücken nur unnötig zusätzlich ab, der Rest kann außerhalb parken und mal die Füße benutzen oder halt nicht mit dem verdammten Auto anreisen.
Es ist einfach nur pure Bequemlichkeit.
Die Stadt könnte wesentlich weniger mit Metallschrott zugemüllt sein, wenn nicht jeder unbedingt eine eigene Karre, teilweise sogar fast nur für Strecken innerhalb Lübecks, wo auch jeder Bus hinkommt, haben wollen würde.

Es war abzusehen, dass irgendwann alle Brücken dicht sind, wenn es auf ewig so weiter geht. Kein Platz zum Parken und alle Straßen zu eng, aber laufend neue Parkausweise ausstellen.... Finde den Fehler.

Michael St.

schrieb am 03.12.2025 um 14.39 Uhr:
Wie lange wird die Rehderbrücke das aushalten?!
Das kommende Verkehrschaos in der City und rund um die Alstadtinsel, insbesondere in der Vorweihnachtszeit, würde unvorstellbar, die Belieferung des Handels unzumutbar schwierig. Die auf Jahre gesperrte Beckergrube tut ihr übriges.
Das alles kommt nicht überraschend, ist seit zig Jahren vorhersehbar und teils sogar in Zeitplänen festgeschrieben, die nicht von großem Sachverstand geprägt zu sein scheinen.
Stattdessen wurden und werden immer wieder Abermillionen von Euros in diverse unnütze Straßenumgestaltungen und die mehrfach erneuerte Fußgängerzone gesteckt, alles zu Lasten des Handels und zum enormen Nutzen der Bauwirtschaft. Honi soit qui mal y pense?

Anwohner

schrieb am 03.12.2025 um 14.44 Uhr:
@oliver
ich wohne in der Stadt und mein Arbeitsplatz liegt außerhalb der Stadt wo immer noch kein ÖPNV hinfährt !
Wohnung im Randgebiet ? Wäre schön wenn verfügbar und auch bezahlbar für Ottonormal ohne WB Schein !
Aber vielleicht können sie ja hier für Alternativen sorgen, solange bleibt mein Auto in der City !
Es gibt auch Menschen die keinen lockeren Behördenarbeitsplatz haben der mit einem Coffe-to-go Becher schnell erreichbar ist

ExPope

schrieb am 03.12.2025 um 14.51 Uhr:
Brücken Einstürze gab es schon in Deutschland. Die Statik ist auf 50 Jahre ausgelegt. Im Hamburger Freihafen ist eine 100 Jahre alte Stahlbrücke. Sandstrahlen und Rostpreimer auftragen. Anschließend 3 Deckanstriche mit Bitumen, oder VC Tar und VC 17 M. Ist Jahrzehnte nichts getan worden, hilft nur der Abriss und Neubau.

Autofahrer

schrieb am 03.12.2025 um 14.57 Uhr:
Ach herrlich, Lübeck schafft es noch von der Stadt der 7 Türme zur Stadt der 7 unpassierbaren Brücken.
Wird Zeit, dass der Russe mit 'nem Brückenlegepanzer kommt, damit der Verkehr wieder rrrollt.

Misanthrop

schrieb am 03.12.2025 um 15.06 Uhr:
Wenn ich schaue, wieviele mit ihrem 2t SUV zu zweit zum Weihnachtsmarkt kutschieren, statt den ÖPNV zu nutzen, wäre das schon ein massiver Gewinn für unsere Brücken.

Außerdem sagen doch eh alle, dass die Innenstadt tot ist. Wenn die dann auch bitte nicht mehr mit ihren Autos die Brücken belasten würden.
Dann wäre der Lieferverkehr auch obsolet, da es ja eh keine Geschäfte mehr gibt. Wieder ein Gewinn.

Und ein weiterer Gewinn wäre es, wenn man Anwohnerparkplätze auf ein Fahrzeug pro Mieter/Eigentümer begrenzen würde.

Niemand braucht auf der Insel ein Auto. Einzig der ÖPNV sollte nach rein fahren dürfen. Und natürlich der Lieferverkehr, da die Insel ja eigentlich gar nicht so tot ist, wie es uns die paar Empörten glauben lassen wollen. Und natürlich auch die Rettungsdienste.

Der Rest hat zwei gesunde Beine und kann laufen oder den ÖPNV nutzen. Würde die Innenstadt halt nur wieder lebens- und liebenswert machen.

Randy

schrieb am 03.12.2025 um 15.44 Uhr:
@Misanthrop (schrieb am 03.12.2025 um 15.06 Uhr:
Wenn ich schaue, wieviele mit ihrem 2t SUV zu zweit zum Weihnachtsmarkt kutschieren, statt den ÖPNV zu nutzen, wäre das schon ein massiver Gewinn für unsere Brücken...)

1. Gibt es dafür gar keine Parkplätze, also können Sie dies gar nicht gesehen haben. Die Parkplätze und Parkhäuser sind in der Innenstadt schon am Montag morgen ohne Weihnachten zu 90% besetzt. Zudem gibt es in der Innenstadt fast überall Einfahrtsbeschränkungen für Nichtanwohner.

2. Ein Standard-Linienbus kann ein Leergewicht von 18 Tonnen haben, während ein E-Bus bis zu 20 Tonnen wiegen kann, plus Mitfahrer.

Letztere schädigen die Brücken nicht massiv? ;O)

Autofreund

schrieb am 03.12.2025 um 15.46 Uhr:
Weg den alten Mist und eine moderne, dem heutigen Standard entsprechende tragfähige Autobrücke, mit Fahrrad-u.Fußwegen bauen!
Warum wird in Lübeck bloß so verbissen an dem alten Schrott festgehalten?
Wenn eine Reparatur nicht mehr möglich, oder total unwirtschaftlich ist, bleibt nur ein Neubau!

Oliver

schrieb am 03.12.2025 um 15.51 Uhr:
@Anwohner
schrieb am 03.12.2025 um 14.44 Uhr:
"oliver
(...)
Aber vielleicht können sie ja hier für Alternativen sorgen, solange bleibt mein Auto in der City !
Es gibt auch Menschen die keinen lockeren Behördenarbeitsplatz haben der mit einem Coffe-to-go Becher schnell erreichbar ist"

1. Hab ich geschrieben dass es priorisiert um große Fahrzeuge und zweit-/dritt-/...Wagen geht
2. Gibt es auch genügend Leute, die keinen "behördenarbeitsplatz haben der mit einem Coffee-to-go becher schnell erreichbar ist" und es trotzdem gebacken bekommen mit öpnv und ohne Auto täglich zur Arbeit zu kommen. Gerade hamburg-pendler z.b. beweisen es tagtäglich dass es ohne Auto geht.
3. Wird dir eh nicht anderes übrig bleiben sich vom Auto zu verabschieden, spätestens dann wenn die nächsten ein oder zwei Brücken die Note 4,0 erreichen und der Autoverkehr in der Stadt zusammenbrechen wird.

Justin_Time

schrieb am 03.12.2025 um 16.38 Uhr:
Ich liebe es zunlesen, eiendie Leute nur mir einer Hirnhälfte denken!

Vom anderen etwas fordern, das sie aufgeben sollen od zubtun und zu lassen haben, ohne selberdaran beteiligt zu sein und schön gemütlich aus der Ferne ihren Unsinn verbreiten.

So kriegste Deutschland auch kaputt, wenn alle so denken würden. Tun zum Glück aber nur gefühlte 50%. So wie hier in den Kommentaren, Artikeln, Bundesweit. Und man wundert sich, dass alles den Bach runter geht.

Birgit

schrieb am 03.12.2025 um 16.46 Uhr:
Hallo zusammen, wenn ich mich richtig erinnere, wurde die Brücke im Sommer 2025 mit 3,9 begutachtet und freigegeben. Daran habe ich nie geglaubt. Jetzt aber wird die Reißleine gezogen werden MÜSSEN.
Schade, wenn man das Wichtige nicht vom Unwichtigen unterscheiden kann und sinnlose Projekte (Beckergrube) vorantreibt.
Ist ja das Geld von uns Steuerzahlern.

Benito

schrieb am 03.12.2025 um 16.52 Uhr:
>"Die Haltestellen Hüxtertorallee und Krähenstraße werden in beiden Richtungen angefahren."


da frage ich mich, warum die das in so einem Notfall-Fahrplan schaffen, aber in dem regulären neuen Fahrplan ab dem Fahrplanwechsel die Busse da nicht halten sollen

Misanthrop

schrieb am 03.12.2025 um 17.23 Uhr:
Autofahrer schrieb am 03.12.2025 um 14.57 Uhr:
"Ach herrlich, Lübeck schafft es noch von der Stadt der 7 Türme zur Stadt der 7 unpassierbaren Brücken."

Es würde nur dem UNESCO Weltkulturerbe gerecht werden, wären die Autos aus der Innenstadt verbannt.

"Wird Zeit, dass der Russe mit 'nem Brückenlegepanzer kommt, damit der Verkehr wieder rrrollt."

Ganz ruhig, Blauner ... Wenn du Hilfe brauchst, bekommst du sie auch.

Randy schrieb am 03.12.2025 um 15.44 Uhr:

"1. Gibt es dafür gar keine Parkplätze, also können Sie dies gar nicht gesehen haben. Die Parkplätze und Parkhäuser sind in der Innenstadt schon am Montag morgen ohne Weihnachten zu 90% besetzt. Zudem gibt es in der Innenstadt fast überall Einfahrtsbeschränkungen für Nichtanwohner."

Genau, die sind schon voll. Weil die Innenstadt gar nicht dafür ausgelegt ist, solch eine Menge an Autos aufzunehmen. Und warum stehen jetzt schon digitale Signalanlagen Kronsforder-Allee - St. Jürgen Ring, die vor der Überlastung der Altstadt warnen?

"2. Ein Standard-Linienbus kann ein Leergewicht von 18 Tonnen haben, während ein E-Bus bis zu 20 Tonnen wiegen kann, plus Mitfahrer.
Letztere schädigen die Brücken nicht massiv? ;O)
Was wiegt schwerer?"

200 Busse des ÖPNV oder 121.000 private und gewerbliche KFZ. Was wiegt wohl schwerer? Und ja, nicht alle 121.000 Autos fahren am Tag durch Lübeck. Und genauso wenig fahren die 200 Busse über die Insel.

Justin_Time schrieb am 03.12.2025 um 16.38 Uhr:

"Ich liebe es zunlesen, eiendie Leute nur mir einer Hirnhälfte denken!"

Immerhin können wir schreiben.

"Vom anderen etwas fordern, das sie aufgeben sollen od zubtun und zu lassen haben, ohne selberdaran beteiligt zu sein und schön gemütlich aus der Ferne ihren Unsinn verbreiten."

Du forderst doch auch immer ständig so vieles, was andere zu unterlassen haben. Also bleib mal auf dem Boden.

(...)

Bernd Feddern

schrieb am 03.12.2025 um 18.23 Uhr:
Regulär sollten wohl alle Lübecker Brücken die imaginäre Note 5,0 erhalten.
Es wird jedoch mit Menschenleben gespielt und es wird wieder 3,99 werden!
Vor einem 1/4 Jahr Note 3,9 ? Alle Brücken Schrott, weil nichts getan wurde!
Hoffen auf Wunder?
Ooh du heiliger BM, mache alle Brücken heil... - sonst heißt Lübeck bald Genua und hat weniger Einwohner!

Herr Rehder

schrieb am 03.12.2025 um 19.03 Uhr:
Und wenn die Rehderbrücke dann schrottreif ist (falls das nicht schon der Fall ist) was ist dann??? Nur noch lächerlich! Es muss halt einfach mal neugebaut werden. Was nutzt der achsotolle Denkmalschutz wenn er die Infrastruktur extrem in Mitleidenschaft zieht. Es muss was passieren,schleunigst.

Bärbel

schrieb am 03.12.2025 um 20.09 Uhr:
Ich kann die Rehderbrücke schon rufen hören:
„Erschiess mich!!!

Randy

schrieb am 03.12.2025 um 20.21 Uhr:
@Misanthroph
(200 Busse des ÖPNV oder 121.000 private und gewerbliche KFZ. Was wiegt wohl schwerer? Und ja, nicht alle 121.000 Autos fahren am Tag durch Lübeck. Und genauso wenig fahren die 200 Busse über die Insel)

Ich zweifele diese Zahlen, die wohl eher aus Ihrer persönlichen Phantasie der "privaten und gwwerblichen Basta- IchhabeimmerRecht - Statistk" stammen , mal freundlich an. Viele Linien fahren im 10- bzw. 12 -Minuten Takt ab 4.00 Uhr morgens bis in die Nacht. Soviel weiß ich.

Um diese von Ihnen gestellte Frage , die Sie so oberflächlig , einfach und subjektiv stellen beantworten zu können, sollte man mehr Fachwissen als dünne Parolen gegen andere Verkehrsteilnehmer haben. m. A. n sogar "staatlich geprüfter Statiker" sein.

Und das sind weder Sie noch ich.

andre klar

schrieb am 04.12.2025 um 01.24 Uhr:
Die Ursache der Brückenschäden sind nicht die Einzel-PKW, ob SUV oder nicht, sondern die LKW mit ihren viel höheren Achslasten, zumal diejenigen LKW, die sich nicht an Gewichtsbeschränkungen im Straßenverkehr halten, was aber praktisch nicht kontrolliert wird.:
https://de.wikipedia.org/wiki/Vierte-Potenz-Gesetz

Misanthrop

schrieb am 04.12.2025 um 08.27 Uhr:
@Randy schrieb am 03.12.2025 um 20.21 Uhr:

"Ich zweifele diese Zahlen, die wohl eher aus Ihrer persönlichen Phantasie der "privaten und gwwerblichen Basta- IchhabeimmerRecht - Statistk" stammen , mal freundlich an. Viele Linien fahren im 10- bzw. 12 -Minuten Takt ab 4.00 Uhr morgens bis in die Nacht. Soviel weiß ich."

Aha... Soviel du weißt. Also eine rein subjektive Vermutung. Durch nichts begründet. Dein Bauchgefühl sagt dir das. Tolle Basis für ne Argumentation.

"Um diese von Ihnen gestellte Frage , die Sie so oberflächlig , einfach und subjektiv stellen beantworten zu können, sollte man mehr Fachwissen als dünne Parolen gegen andere Verkehrsteilnehmer haben. m. A. n sogar "staatlich geprüfter Statiker" sein.
Und das sind weder Sie noch ich."

Dann machen wir doch mal Mathe. Ist für viele sehr kompliziert, aber vielleicht schaffst du es ja.

Es fahren ca. 20 Buslinien über die Altstadtinsel. Da ab 4 Uhr noch nicht der 10min Takt gefahren wird und das auch nicht mehr nach 20 Uhr, rechnen wir das mal einfach mit alle 15min ein Bus. Das macht dann:
Pro Stunde 4 mal 20 Buslinien gleich 80 Busse pro Stunde. Für einen Zeitraum von 20 Stunden macht das dann 1600 Busse am Tag.

Innerhalb von Lübeck variiert die Pkw-Dichte je nach Stadtbezirk stark — im Stadtbezirk Innenstadt (zu dem die Altstadtinsel gehört) liegt sie bei 383 Pkw pro 1000 Bewohner:innen (Stand 1.1.2023). Das sind dann so ca. 5380 Fahrzeuge. Ohne Touristen, ohne Lieferverkehr, ohne Taxen, ohne Leute, die da mit ihrem Auto zum arbeiten hinfahren.

Die Rechnungen sind natürlich sehr vereinfacht, da weder alle Busse noch alle Autos über die Mühlentorbrücke fahren. Aber es soll einfach mal ein Gefühl dafür vermitteln, dass es manchmal doch ganz anders ist, als es einem das Bauchgefühl suggerien mag.
Um das genau zu bestimmen, muss man Verkehrszählungen machen, etc. Ist, halt alles sehr komplex.

Und da stimme ich dir zu:
Da ist ein Statiker gefragt, der uns sagen kann, was eine Brücke mehr belastet.

Randy

schrieb am 04.12.2025 um 09.59 Uhr:
@Misantroph (4.12.25)

Zitat: "Und da stimme ich dir zu:
Da ist ein Statiker gefragt, der uns sagen kann, was eine Brücke mehr belastet.(Zitat Ende)

Ja, genauso ist es. Die Belastung ist für Laien nicht zu errechnen. Es gibt dort Komponenten, die der Laie nicht kennt, bzw. die er/sie/d noch nie gehört hat.Und diese entscheidende Fachwissen haben Laien nicht. Mal abgesehen davon, daß Ihre Zahlen über Nutzung Nonsens sind. Lübeck ist normalerweise wochentags bis auf Anwohner menschenleer. Am Wochenende lediglich Touristen in der Innenstadt ,die per Bus anreisen und diese dürfen gar nicht in die Innenstadt, ebenso ist der Lieferverkehr eingeschränkt auf wenige Stunden morgens , und die Allerwenigsten Fahren einen SUV, der 2 t. wiegt . Die Mehrheit von Ihnen, ich behaupte mal 70% fahren Kompaktwagen und Kleinwagen. ;O)

Zum Anderen sind Ihre Berechnungen ebenso falsch wie plakativ.

T.J.

schrieb am 04.12.2025 um 10.06 Uhr:
Die Schäden an den Brücken liegt doch daran das die Stadt Jahre lang versäumt hat (verschoben). Die Brücken Reparieren, instand zusetzen oder gleich Neu zu bauen. Statt dessen wird das Geld für Nebensächlichkeiten wie Beckergrube, Radschnellweg, Überweg St Jürgen Ring oder die unnötigen umbauten an Kreisverkehren.
Dafür hat die Stadt Geld und Baufirmen aber für die Brücken nicht. Beispiel die Hubbrücke. Warum wird die Mühlentor Brücke erst Ende 2026 angefangen und nicht in Januar. Die Probleme sind seit Jahren bekannt. Es kostet Steuergeld für Umleitungen 2Jahre Beckergrube und jetzt bei der Mühlentor Brücke.

Kralle

schrieb am 04.12.2025 um 10.13 Uhr:
@Miesmuschel

Als ob Lübeck, die Stadt der Barbiere, 1€ Läden, Spielhallen, Wettbüros, Handyläden und Shisha ähnlich wie Venedig millionenfach überrannt/überfahren wird von bösen SUV Fahrern. Lübeck hat Leerstand ohne Ende, eine veheerende Situation bei Brücken, wo jahrelang kaum investiert wurde und steigt leider immer weiter sehenden Auges ab in die Verbandsliga.
Da hilft das Ausruhen auf dem "UNO Welterbetitel" auch nichts mehr.

Käpten Dotterbart

(eMail: fose-danta@gmx.de) schrieb am 04.12.2025 um 10.34 Uhr:
Macht endlich die Beckergrube für den Normalverkehr wieder befahrbar. Dann läuft der Verkehr wenigstens über die Burgstraße. Straßen wurden für Autos gebaut und instand gehalten. Und nicht für Fahrräder oder Theaterbesucher die auf der Straße sitzend und Champagner trinkend den fließenden Verkehr behindern oder total zum Erliegen bringen

Lübecker

schrieb am 04.12.2025 um 10.43 Uhr:
Jetzt ist vielleicht der Zeitpunkt gekommen, drüber nachzudenken, Lübeck zu "schließen". Ein paar wenige Brücken für Einsatzfahrzeuge, Lieferverkehr und Taxen. Ansonsten komplett autofrei, natürlich auch für Anwohner.
Ich sehe nicht, wofür die Innenstadt noch gebraucht wird, denn im Umland ist ausreichend Infrastruktur (Einzelhandel, Ärzte usw.) vorhanden. Dort bin ich auch mit dem Auto willkommen und wenn es etwas nicht geben sollte, kann es immer noch bestellt werden.

Barny

schrieb am 04.12.2025 um 10.45 Uhr:
Oha, wenn ich die Kommentare von Oliver und Misantrop hier lese, dann wird auch klar warum es in Deutschland immer rauher zugeht.
Selbstverherrlichung und Ignoranz gegen alle anderen wird nichts ändern.

Die Brücken sind alt und politisch gewollt vernachlässigt worden, um Geld zu sparen.

Das die Korrosion weiter fortschreitet,tritt selbst bei unbelastet stehenden Stahl- und Betonteilen auf.
Und einmal beschädigte Teile reparieren sich nicht selbst.

Das kennt jeder Autofahrer, deswegen gibt es die HU!

Nur unsere Lübecker Verwaltung will das nicht akzeptieren, da Papier geduldig ist.

Die Brückenzustände sind das Resultat von unverantwortlicher Lübecker Politik und der Verwaltung!

Sikle

schrieb am 04.12.2025 um 12.21 Uhr:
Angesichts der enormen Zahl an Bussen, die derzeit über die Rehderbrücke und durch die Wahmstraße fahren, wirkt es nur wie eine Frage der Zeit, bis auch diese Brücke Schaden nimmt. Es fühlt sich so an, als würde man sehenden Auges in ein vermeidbares Problem hineinlaufen.

Grummelbrumm

schrieb am 04.12.2025 um 20.56 Uhr:
Die Schilder stehen bereits seit heute (04.12.). Also ist von einer Vollsperrung auszugehen.