Hubbrücke: Start der Arbeiten frühestens in einem Jahr

Lübeck: Archiv - 07.12.2025, 18.10 Uhr: Seit Anfang Februar 2023 ist die Hubbrücke zur Lübecker Altstadt gesperrt. Ursprünglich war ein Start der Instandsetzungsarbeiten für Ende 2025 angekündigt. Jetzt werden die Arbeiten vermutlich frühestens Ende 2026 beginnen.

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Im Oktober dieses Jahres gab es Aktivitäten an dem Brückenensemble "Hubbrücken". Von einer Arbeitsbühne aus wurden Neigungssensoren an den Türmen angebracht. "Die Sensoren erfassen die Neigungen der beiden Türme ein Jahr vor der Baumaßnahme", schreibt das zuständige Wasserstraßen-Neubauamt auf seiner Internetseite. Das bedeutet, der Baustart wird frühestens in einem Jahr erfolgen.

Zum genauen Umfang und zur Dauer der Sanierung gibt es keine konkreten Angaben. Klar ist, dass die Fußgängerbrücke komplett neu gebaut werden muss. Die Lübecker Bürgerschaft wünscht sich zusätzlich Aufzüge oder ersatzweise eine Straßenbrücke mit Geh- und Radweg. Für Autos bliebe dann eine Spur in beiden Richtungen.

Der Ist-Zustand der Hubbrücken soll weitestgehend erhalten bleiben. Nur Antriebs-, Elektro- und Nachrichtentechnik werden erneuert. Dazu soll ein Anbau erfolgen, der bereits vom Lübecker Welterberat genehmigt wurde. Der Bund geht von Kosten in Höhe von 40 Millionen Euro aus.

Eigentlich sollte an dieser Stelle bereits seit Jahren eine neue Brücke stehen. Der Bund hatte seit 2009 das Geld für einen Nachbau bereitgestellt. Die Stadt lehnte das ab. Wer die Argumente – auch von Lokalpolitikern – noch einmal lesen möchte, findet eine entsprechende Petition noch online unter www.openpetition.de.

Die Hubbrücken

Die Brückenanlage mit der Eisenbahnhubbrücke, der Straßenhubbrücke und der Fußgängerbrücke wurde in den Jahren 1896 bis 1900 errichtet. Seit der Eröffnung des Elbe-Trave-Kanals am 16. Juni 1900 in Gegenwart seiner Majestät des Kaisers haben die Hubbrücken an der Einmündung des Kanals in die Trave unzählige Male der Schifffahrt den Weg freigegeben. Die Eisenbahnbrücke diente bis 2012 der Überführung der Hafenbahn und die Straßenhubbrücke der Überführung der Hafenstraße über den Elbe-Lübeck-Kanal. Damit der Fußgängerverkehr auf dem Hafenkai durch das Heben der Hubbrücken keine Unterbrechung erfährt, war unmittelbar neben den Hubbrücken noch eine genügend hoch angelegte und durch Treppen zugänglich gemachte feste Fußgängerbrücke vorhanden. Diese diente zugleich der Überführung aller erforderlichen Versorgungsleitungen. Sie musste vor gut einem Jahr wegen Baufälligkeit entfernt werden.

Für ein Jahr erheben Messgeräte die Schwankungen der Türme. Dann können Grenzwerte für den Bau festgelegt werden. Fotos: VG

Für ein Jahr erheben Messgeräte die Schwankungen der Türme. Dann können Grenzwerte für den Bau festgelegt werden. Fotos: VG


Text-Nummer: 176674   Autor: VG   vom 07.12.2025 um 18.10 Uhr

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