Bürger für Lübeck fordern 1-Euro-Jobs für Asylbewerber

Lübeck: Archiv - 11.12.2025, 14.41 Uhr: „Die Wählergemeinschaft Bürger für Lübeck (BfL) bringt einen neuen Vorstoß zur Förderung der Integration von Asylbewerbern in die Lübecker Stadtgesellschaft ein“, heißt es in einer Mitteilung der BfL. „In einem Antrag, der in der nächsten Sitzung der Bürgerschaft eingebracht wird, fordert die BfL die Schaffung von 1.000 gemeinnützigen Arbeitsgelegenheiten („1-Euro-Jobs“) für Asylbewerber, die derzeit nicht in den regulären Arbeitsmarkt integriert sind.“

Wir veröffentlichen die Mitteilung der BfL im Wortlaut:

(„)
Ziel der Initiative ist es, Menschen mit Fluchthintergrund eine verlässliche Tagesstruktur, eine sinnstiftende Beschäftigung und eine frühe gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen – auch dann, wenn ihre Deutschkenntnisse noch nicht ausreichen, um einer regulären Erwerbstätigkeit nachzugehen.

Die geplanten Tätigkeiten sollen ausschließlich im öffentlichen Interesse liegen und keine regulären Arbeitsplätze verdrängen.

Rechtsgrundlage für solche Arbeitsgelegenheiten bilden das Asylbewerberleistungsgesetz und die Durchführungsverordnung Asyl. Diese sehen eine Aufwandsentschädigung von 80 Cent pro Stunde für Tätigkeiten in Asylunterkünften sowie in kommunalen oder gemeinnützigen Einrichtungen vor. Wer eine angebotene Tätigkeit ohne begründeten Anlass ablehnt, muss mit einer Kürzung der staatlichen Leistungen rechnen.

Der Vorsitzende der BfL und Mitglied der Lübecker Bürgerschaft, Lothar Möller, erklärt: „Viele Asylbewerber wollen arbeiten, dürfen jedoch nicht oder finden keinen Zugang zum Arbeitsmarkt. Mit diesen Arbeitsgelegenheiten schaffen wir eine sinnvolle Brücke: Wir fördern Integration, vermitteln Werte wie Pünktlichkeit und Verantwortung und sorgen gleichzeitig dafür, dass diese Menschen nicht untätig bleiben müssen.“

Zugleich betont Möller die sicherheitspolitische Relevanz des Vorstoßes: „Wer eine Aufgabe hat, entwickelt Perspektiven. Eine sinnvolle Beschäftigung ist ein zentraler Beitrag zu einem friedlichen und geordneten Zusammenleben in unserer Stadt.“

Die BfL sieht in dem Konzept ein praktisches, niedrigschwelliges und schnell umsetzbares Integrationsinstrument, das sich bereits in anderen Kommunen bewährt hat und nun auch in Lübeck Anwendung finden sollte.

Der Antrag wird in der kommenden Sitzung der Lübecker Bürgerschaft offiziell eingebracht.
(„)

Die BfL fordert die Schaffung von 1.000 gemeinnützigen Arbeitsgelegenheiten („1-Euro-Jobs“) für Asylbewerber. Die Bürgerschaft soll darüber beraten. Foto: Archiv

Die BfL fordert die Schaffung von 1.000 gemeinnützigen Arbeitsgelegenheiten („1-Euro-Jobs“) für Asylbewerber. Die Bürgerschaft soll darüber beraten. Foto: Archiv


Text-Nummer: 176764   Autor: BfL/red.   vom 11.12.2025 um 14.41 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf X (Twitter) +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.