Erster Spatenstich im neuen Wohngebiet Quartier 91
Stockelsdorf: Archiv - 17.12.2025, 14.53 Uhr: Mit dem feierlichen ersten Spatenstich hat die Firma Marco Fibelkorn Baumanagement am Mittwoch die Errichtung von zwei Mehrfamilienhäusern im neuen Wohnquartier in der Ahrensböker Straße 80 b bis 82 in Stockelsdorf gegeben. Auftraggeber ist die Gemeinde Stockelsdorf.Den symbolischen ersten Spaten nahmen unter anderem Marco Fibelkorn von der Marco Fibelkorn Baumanagement, Bürgermeisterin Julia Samtleben und Jan-Christian Ohm, Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt, in Anwesenheit des Projektleiters Jan Bohnsack und des verantwortlichen Architekten Wolfgang Kriese vor. Auch Vertreter aus der Kommunalpolitik sowie viele weitere Verantwortliche und Mitstreiter begleiteten den „Baubeginn“.
„Bereits seit 2020 arbeiten wir gemeinsam an der Planung dieses Wohnquartiers“, erklärte Fachbereichsleiter Jan-Christian Ohm. „Das Projekt hat uns vor besondere Herausforderungen gestellt. Die Bauleitplanung hing vom Abschluss der städtebaulichen Verträge ab, die wiederum mit dem Bauträgervertrag für den Erwerb der jetzt zu errichtenden beiden geförderten Wohngebäude verzahnt sind. Der hängt inhaltlich mit dem Förderbescheid der IB SH zusammen, für den die Ausführungsplanung der Gebäude stehen muss. Insofern hat man etwas wie das Henne-Ei-Problem. Bevor man mit dem einen anfängt, muss das andere eigentlich fertig sein und umgekehrt. Aus diesem Grund kann auch leider niemand aus dem Innenministerium teilnehmen, weil der Termin für den Spatenstich erst sehr spät feststand.“
Der Spatenstich setzte voraus, dass auch die Baugenehmigung vorlag, die wiederum von der Rechtskraft des Bebauungsplans abhing, der erst am 10. Oktober 2025 in Kraft gesetzt werden konnte. Die Räumung der vorhandenen Bebauung und deren Abriss konnten erst Ende November sichergestellt werden.
Gebaut werden insgesamt 18 Wohnungen im 1. Förderweg (6,65 Euro pro Quadratmeter), die bezahlbaren Wohnraum bieten. Das Projektvolumen beträgt insgesamt rund 5,6 Millionen Euro. Eine weitere Besonderheit ist, dass der Anteil an gefördertem Wohnraum für das ganze Quartier in den vorderen beiden Gebäuden der Gemeinde konzentriert wird. Das hat zu einer hundertprozentigen Quote an Förderwohnungen geführt, wodurch die Gemeinde einen Förderzuschuss von knapp 1,7 Millionen Euro bekommt. Dadurch wird sich das Projekt auch wirtschaftlich rechnen, führt Herr Ohm aus.
„Die 18 Wohnungen werden eine Entlastung für den angespannten Wohnungsmarkt in Stockelsdorf bieten“, erläuterte Bürgermeisterin Julia Samtleben. „Ich bin sehr froh, dass wir mit Marco Fibelkorn einen verlässlichen Partner an unserer Seite haben. Trotz aller Herausforderungen für die Baubranche konnten wir gemeinsam die rechtzeitige Projektumsetzung erreichen. Die Fördermittel vom Land Schleswig-Holstein fließen nur, weil wir den Baubeginn noch in 2025 realisieren konnten. Die Mittel werden jahresweise vergeben. Für 2026 haben wir noch eine Mittelreservierung für ein weiteres gefördertes Bauvorhaben in der Max-Hamerich- Straße. Wir sind besonders froh, dass unsere politischen Gremien trotz der angespannten Haushaltslage diese Projekte zur Schaffung geförderten und damit bezahlbaren Wohnraums ermöglicht. Das ist schon ungewöhnlich, dass eine Kommune so viel Geld in die Hand nimmt, um selbst Entlastung für die Bürger auf dem Wohnungsmarkt zu erreichen.“
Im Januar beginnt nach Abschluss der Tiefbauarbeiten der Rohbau, der schon im April fertig sein soll. Der Abschluss der Bauarbeiten ist für Ende 2027 geplant. Doch die Arbeiten im „Quartier 91“ gehen erst los: Mit dem Projekt der Gemeinde entstehen insgesamt 64 neue Wohneinheiten. Die Besonderheit ist, dass ein Großteil der Fahrzeuge in Tiefgaragen verschwindet und die Häuser mit Aufzügen versehen sind. Daher eignen sie sich insbesondere für die ältere Generation, die ihre Einfamilienhäuser in Stockelsdorf gern räumen möchte, damit diese wieder Familien zur Verfügung stehen. „Wir haben sehr viele Anfragen von Stockelsdorfern, die ihre Häuser verkaufen wollen“, sagt Marco Fibelkorn.

Die Gemeinde Stockelsdorf hofft auf eine Entspannung am Wohnungsmarkt. Foto: Gemeinde Stockelsdorf
Text-Nummer: 176875 Autor: Gemeinde Stodo/red. vom 17.12.2025 um 14.53 Uhr
