Schüler Union kritisiert Pole Dance in St. Marien

Lübeck: Archiv: In St. Marien gab es erneut eine Pole Dance-Vorführung, die bundesweit Schlagzeilen machte. Die Jugendorganisation der Lübecker CDU, die Schüler Union, fordert von der Kirchenleitung, sich von solchen Veranstaltungen zu distanzieren.

Wir veröffentlichen die Mitteilung der Schüler Union Lübeck im Wortlaut:

(")Die Schüler Union Lübeck äußert deutliche Kritik an der am Adventswochenende in der St.- Marien-Kirche in Lübeck aufgeführten Stripshow. Aus Sicht der Schüler Union überschreitet eine solche Veranstaltung die Grenze dessen, was in einem kirchlichen Raum insbesondere in der Adventszeit angemessen ist. Kirchen sind für viele Menschen Orte des Glaubens, der Besinnung und der Würde. Gerade während der Adventszeit haben sie eine besondere religiöse und kulturelle Bedeutung. Veranstaltungen, die diesem Charakter widersprechen, können religiöse Gefühle verletzen und dem Anspruch eines sakralen Raumes nicht gerecht werden.

Dazu erklärt Ferry Eskelsen, Kreisvorsitzender der Schüler Union Lübeck: „Die Kirche ist ein heiliger Ort mit Regeln, an die wir uns halten müssen. Es geht hier um Anstand und Respekt, und genau diesen Respekt sollte man uns Christen entgegenbringen.“

Als Jugendorganisation der CDU fühlt sich die Schüler Union Lübeck christlich-demokratischen Werten verpflichtet. Meinungs- und Kunstfreiheit sind zentrale Bestandteile unserer Gesellschaft, gehen jedoch mit Verantwortung und Sensibilität einher, insbesondere im Umgang mit religiösen Räumen.

Die Schüler Union Lübeck spricht sich daher dafür aus, künftig bei der Nutzung kirchlicher Räume stärker auf deren Charakter und die Erwartungen der Gläubigen Rücksicht zu nehmen. Die Schüler Union Lübeck fordert die zuständige Kirchenleitung auf, im Sinne der Gläubigen Stellung zu beziehen und sich klar von derartigen Veranstaltungen zu distanzieren.(")
Die Schüler Union kritisiert die Vorführungen in St. Marien.
Die Schüler Union kritisiert die Vorführungen in St. Marien.

Text-Nummer: 176982    Autor: SU/red.    vom 28.12.2025 10.12 Uhr

Kommentare zu diesem Text (16):

Arne

schrieb am 29.12.2025 7.44 Uhr:
Der eigentliche Skandal ist, dass sich hier eine Jugendorganisation einer Partei, die sich von den positiven Werten des Christentums entfernt hat und immer weiter entfernt, zu den Rettern des Abendlandes erklären möchte. Erstmal vor der eigenen Tür kehren.

Travemünder

schrieb am 29.12.2025 7.55 Uhr:
Ich kann mich diesen Ausführungen nur anschließen. Welchen Zweck verfolgen die Poler*innen bzw. die Pastorin mit so einer Veranstaltung. Werden die Frauen dadurch freier? Oder sollen so mehr Männer in die Kirchen kommen. Wichtig scheint heute zu sein mit solchen Aktionen aufzufallen. (...)

KaiausHL

schrieb am 29.12.2025 9.21 Uhr:
Pole Dance? Interressant!! Wo doch einst Stimmen aus St.Marien gegen den
Beate Uhse-Shop in der oberen Mengstrasse gewettert haben!
Endlich mal wieder was zum Lachen, DANKESCHÖN!, weiter so! :-)

Jane M.

schrieb am 29.12.2025 9.38 Uhr:
Weil etwas in Strip Clubs praktiziert wird ist es verwerflich?
Auch ein normaler Tanz kann anzüglich sein (wenn das das Problem ist) - auch ein Flirt kann anzüglich sein, oder eine Berührung. Ich will nicht wissen wie oft sowas in der Kirche passiert.
An einer Stange allein sehe ich kein Problem.

Hans-Georg Kloetzen

schrieb am 29.12.2025 10.10 Uhr:
Als alter Mann sage ich dazu:
Die Bubies der Schüler Union haben die Aufführung vermutlich gar nicht gesehen, denn eine Stripshow war das ganz sicher nicht, was die Tänzerin Anke Kestermann dort gezeigt hat. Sie trug einen lockeren züchtigen Anzug, der ihre Beine bedeckte und darüber eine Art Schürze, die beim Spagat zwischen ihre Beine fiel. Poledance ist ein Sport, der viel Kraftaufwand erfordert.
Kirchen sind Orte der Begegnungen. Die meiste Zeit des Jahres sind sie leer, es sein denn wenige Gläubige finden sich zum Gebet und Innehalten ein, oder Touristen bestaunen die alten Kirchen. Meine Meinung dazu: Ich finde es gut, dass sich die Kirchen für weltliche Dinge öffnen und sich nicht immer so trauerartig ernst nehmen.
Und das sollten sich die Mitglieder der Schüler Union mal hinter die Ohren schreiben: Es wäre toll, sie würden sich mal an ihre oberste Instanz wenden, nämlich die Bundes-CDU, und ihr mal vermitteln, was denn christliche Werte sind, von denen die Mitglieder bzw. der Kreisvorsitzende Ferry Eskelsen, so überzeugt sind. Dass "C" hat die Union schon lange verspielt.

Trumputin

schrieb am 29.12.2025 10.40 Uhr:
Ich glaube, wenn Gott so auf Teile seines Bodenpersonals und seiner Schäfchen herunterblickt, dann wird er wohl manchmal sehr nachdenklich und fragt sich, ob er bei der Erschaffung des Menschen alles richtig gemacht hat. Vielleicht wird er ja auch böse und denkt über kleine Strafen nach, wie z.B. eine kleine Sintflut (es regnet ja auch schon richtig viel), oder er schickt ein wenig Feuer vom Himmel wie damals in Sodom und Ghomorra (gerüchtweise hat er bereits einen gewissen Herrn Putin mit der Planung beauftragt). Wenn er milde gestimmt ist, reichen vielleicht ein paar kräftige Blitze an den richtigen Stellen, wer weiß das schon.

Travemünder

schrieb am 29.12.2025 11.03 Uhr:
@Hans Georg Klötzen:
Haben Sie mal darüber nachgedacht, das unsere Kirchen in vielen Fällen das „C“ auch schon verloren haben? Wenn man Ihren Gedanken so folgt, dann gibt es demnächst Boxveranstaltungen oder Frauenringen im Schlamm in der Kirche, das ist ja auch nichts verwerfliches, oder ? Den Ausdruck Bubies“ sollten Sie tunlichst vermeiden, Sie möchten sicherlich auch nicht mit irgendeinem verletzenden Begriff betitelt werden. Auch Ihren Frust über die Bundes CDU kann ich durchaus verstehen, aber die Junge Schülerunion ist hier in diesem Zusammenhang die falsche Adresse.

rinkatinka

schrieb am 29.12.2025 11.14 Uhr:
Wenn schon junge Menschen eine solche Veranstaltung (ich sage bewusst "Veranstaltung", denn sowas ist kein Gottesdienst für mich) kritisieren, wie hoch mag dann die Ablehnung bei den Älteren sein? Einerseits kommen sicher ein paar Neugierige zusätzlich dazu - dafür bleiben aber verschreckte sonst treue Gottesdienstbesucher weg. Wo ist also der Gewinn?
Neue Wege zu gehen ist der Kirche wichtig. Aber diese sollten auch für alle begehbar sein.

Otto aus Gelsenkirchen

schrieb am 29.12.2025 12.30 Uhr:
Toll, was eure Kirche da macht! Bei uns im Ruhrgebiet machen die das nicht. Sagt mal rechtzeitig Bescheid wenn ihr das wieder macht, ich komme dann mit unserem ganzen Fußballverein (wir mieten dann extra einen Bus). Wir freuen uns schon riesig darauf!

Hans-Georg Kloetzen

schrieb am 29.12.2025 13.58 Uhr:
@Travemünder:
Wenn Sie schon meinen Kommentar kritisieren, sollten Sie wenigstens meinen Namen richtig schreiben.
Warum ist die Junge Schülerunion nicht die richtige Adresse? Wenn es ihr das "C" so wichtig ist, soll sie sich, wie ich ja schrieb, an die Mutterpartei wenden.

Felix

schrieb am 29.12.2025 16.07 Uhr:
Herzlichen Dank an Herrn Kloetzen, dass Sie hier die Debatte unaufgeregt versachlichen. Auch ich war (wie wahrscheinlich die gesamte Schüler-Union) bei der Aufführung nicht zugegen und maße mir daher kein Urteil an, noch bin ich irgendwo Kirchenmitglied.

Mit weniger als zwei Sekunden googlen hätte man aber direkt sämtliche Statements (von Künstlerin, Besuchende und Pastorin) im Videoformat finden können. Sogar bei der die CDU doch sonst immer so pushenden Presse, die auch die Zeitung mit den vier Buchstaben herausgibt.
Da finde ich die Recherche-Arbeit seitens Schüler-Union (fröhlich ausgedrückt) irgendwas etwas zwischen mangelhaft, erbärmlich und lächerlich.

So hat man eher den Eindruck, dass dieser Fall von ziemlich weit rechtsaußen stehenden Medien aufgegriffen wurde, um ein kleines Skandälchen aufzubauschen.

Jens Zimmermann

schrieb am 29.12.2025 17.17 Uhr:
Lieber Herr Kloetzen.
Der Schüler Union ist das "C" - Gott sei Dank - noch wichtig.
Und deshalb richtet sie ihre Kritik in dieser Angelegenheit an die Kirche.
Das ist nicht nur legitim, in meinen Augen hier in der Sache grundsätzlich sogar gerechtfertigt.

Für Fragen an unsere Bundespartei empfehle ich das Kontaktformular der Bundesgeschäftsstelle der CDU. Dort nimmt man Ihre Anregungen gerne auf.

Die Schüler Union möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich ermutigen, sich nicht einschüchtern zu lassen und weiter politisch engagiert zu bleiben, und bei Notwendigkeit auch künftig weiter den Finger in die Wunde zu legen.

Stecknitzfahrer

schrieb am 29.12.2025 18.39 Uhr:
Die CDU Lübeck hat ein Populismus-Problem, wenn sie meint Sachverhalte dermaßen verdrehen zu müssen.

https://www.kirche-ll.de/aktuelles/nachrichten/details/stangentanz-in-st-marien-kirchenkreis-weist-vorwuerfe-zurueck.html

Felix

schrieb am 29.12.2025 18.51 Uhr:
Herr Zimmermann,

die Schüler-Union möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich ermutigen, nicht über jedes billige populistische Stöckchen von rechtsaußen zu springen, weiter politisch engagiert bei relevanten Themen zu bleiben (denn wenn ich nach "Schüler-Union" im Archiv bei hl-live nachlese, findet sich da erschreckend wenig) und bei Notwendigkeit auch künftig weiter den Finger in die eigene Partei zu legen, denn dort gibt es genug aufzuräumen.

Es bedarf definitiv engagierter Schülerinnen und Schüler im demokratischen Spektrum. Und wenn diese sich mit um die brachliegende Kinder- und Jugendförderung in Lübeck, einem veralteten Bildungssystem, der Chancenungleichheit in der Bildung, maroden Schulsystemen und einer nicht vorhanden Zukunft kämpft: Immer gerne.

Mauerblümchen

schrieb am 29.12.2025 19.02 Uhr:
Soweit ist es schon gekommen, ein Bordell in unserer Kirche.

ruck

schrieb am 30.12.2025 21.07 Uhr:
Poldance in der Kirche ein Hohn für christliche Menschen die noch an Gott glauben oder überhaupt noch gläubig sind. Eine Schande für die Christliche Kirche und sich wundern wenn Menschen nicht mehr in die Kirche gehen wollen. Ich würde sofort aus der Kirche austreten keine Kirchensteuer mehr bezahlen wenn dieser Unsinn weitergehen sollten.Leute wacht auf lasst es euch nicht gefallen meidet die nächste Messe. Eine Schande was uns die Kirche dort vorgibt. Das nächste ist dann Sex auf dem Altar oder vielleicht sogar nackt aus der Biebel lesen . Wie traurig warum wir so tief gefallen sind. Das tut im Herzen und der Seele weh. Ein böser Fake ein Alptraum und was kommt danach ...
evchen@sfr.fr