Winterlicher und windiger Jahreswechsel
Lübeck: Wie wird das neue Jahr? Harald Denckmann hat die Wettermodelle ausgewertet und gibt einen ersten Einblick – zumindest beim Wetter. Das Jahr 2026 beginnt windig und voraussichtlich auch mit Schnee.
Die Möglichkeit von Schnee zu Beginn des neuen Jahres hatten wir ja bereits angedeutet und ein Hauch der weißen Pracht ist dann auch am zweitletzten Tag des Jahres gefallen. Das scheint aber noch nicht alles zu sein. Auch in den ersten zwei Wochen des neuen Jahres sind gelegentliche Schneefälle durchaus noch denkbar. Wenn man sich einmal den erwarteten Temperaturverlauf ansieht, legen die Temperaturwerte es nahe, dass durchziehende Niederschlagsgebiete durchaus in Form von Schnee herunterkommen könnten. Das könnte gleich zu Beginn des neuen Jahres recht unangenehm werden.

Ein Tiefdruckgebiet mit Kern über Norwegen erscheint in den Modellen und dürfte bereits am 1. Januar in den Abendstunden für reichlich Wind in unserer Region sorgen. Für die Westküste Schleswig-Holsteins bedeutet das Sturmwarnung, bei uns sollte diese Lage wie so oft etwas milder verlaufen. Windböen bis Stärke acht und hier und da einmal abfallende Äste könnte es in unserer Region durchaus einmal geben. Das Tiefdruckgebiet zieht dann aber schnell ab zugunsten winterlicher Witterung mit Temperaturen, die sich grob in etwa um den Nullpunkt herum bewegen. Bis auf wenige Ausnahmen in der kommenden Woche, wo es schon einmal bis minus fünf Grad in der Nacht heruntergehen kann, bewegt es sich Tag und Nacht meist um den Gefrierpunkt herum. Dabei können die Gewässer einmal kurz anfrieren, zum Betreten reicht es aber auf keinen Fall.
Ein weiteres Sturmtief, das dem vom Jahresbeginn sehr ähnelt, ist dann etwa im Bereich 8. bis 10. Januar abzusehen. Da könnten die Winde aus heutiger Sicht auch bei uns durchaus etwas heftiger ausfallen. Böen um Windstärke neun bis zehn werden auch für unsere Region in den Modellen bereits angedeutet. Das kann sich bis dahin natürlich noch verändern. Über die genaue Entwicklung und die begleitenden Warnungen des Deutschen Wetterdienstes berichten wir ohnehin unverzüglich, wenn es soweit ist.
Da man derzeit viele Zeitgenossen trifft, die husten und schniefen, vielleicht an dieser Stelle auch noch einmal ein kurzer Blick auf die diesbezüglichen Seiten des Robert Koch-Instituts. Atemwegserkrankungen werden derzeit als 'hoch' eingeschätzt. Durch Rückmeldungen aus dem Grippe-Web weiß man, dass momentan etwa sieben Millionen Menschen in Deutschland an Atemwegserkrankungen leiden, das sind etwa 8,5 Prozent der Gesamtbevölkerung. Das ist zwar hoch, aber auch das, was üblicherweise saisonal zu erwarten ist. Diese Zahlen wurden am 19. Dezember 2025 veröffentlicht. Weitere Informationen dazu auf den 'Grippe-Web' Seiten des Robert Koch-Instituts.
Ansonsten wünschen wir allen unseren Lesern weltweit ein gesundes und frohes neues Jahr. Vielen Dank für die vielen guten Wünsche, die uns in den vergangenen Tagen erreicht haben, von Kalifornien über die Philippinen bis in den Fernen Osten. Möge das neue Jahr den Frieden bringen, den wir den Menschen in den Krisenregionen dieser Welt alle wünschen.

Das neue Jahr beginnt mit Tiefdruckgebieten. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv, Grafik: Harald Denckmann
Text-Nummer: 177013 Autor: Harald Denckmann vom 31.12.2025 um 15.47 Uhr
