Angeblicher Juwelier beklaut Kunden
Lübeck: Am Donnerstag, 8. Januar, muss sich ein 32-Jähriger vor dem Schöffengericht Lübeck verantworten. Er soll sich als Juwelier und Antiquitätenhändler ausgegeben haben. Bei einem Hausbesuch habe er dann Wertgegenstände im Wert von 150.000 Euro gestohlen, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft Lübeck.Im Jahr 2023 soll ein damals 87-jähriger Zeuge aufgrund einer Zeitungsannonce Kontakt mit dem mittlerweile 32-jährigen Angeklagten aufgenommen haben, weil der Zeuge wertvolle Gegenstände seiner verstorbenen Frau und Silberbesteck veräußern wollte. In der besagten Annonce soll sich der Angeklagte als Juwelier und Antiquitätenhändler ausgegeben haben.
Nach einem vorangegangenen ersten Treffen in der Wohnung des Zeugen in Lübeck, soll der Angeklagte in Begleitung einer unbekannten weiblichen Person den Zeugen am 30. November 2023 erneut aufgesucht haben, um den Zeugen dieses Mal zu bestehlen. Während der Angeklagte mit dem Zeugen ein Verkaufsgespräch geführt haben soll, soll die unbekannte Begleiterin in der Wohnung unbemerkt zahlreiche Wertgegenstände im Gesamtwert von 150.000 Euro an sich genommen haben. Mit der Diebesbeute sollen der Angeklagte und seine Begleiterin später die Wohnung des Zeugen verlassen haben.
Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen besonders schweren Diebstahls erhoben.

Der Prozess findet vor dem Schöffengericht statt.
Text-Nummer: 177058 Autor: StA./red. vom 04.01.2026 um 15.35 Uhr
