SPD: Gedenken an Widerstandskämpfer Julius Leber
Lübeck: Am Montag vor genau 81 Jahren wurde der Lübecker Widerstandskämpfer Julius Leber von den Nationalsozialisten ermordet. Aus diesem Anlass gedachten der SPD-Kreisverband Lübeck, die SPD-Bürgerschaftsfraktion und das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold auf dem Lübecker Ehrenfriedhof seines unbeugsamen Einsatzes für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.Wir veröffentlichen die Mitteilung der Lübecker SPD im Wortlaut:
(")Als überzeugter Sozialdemokrat, Reichstagsabgeordneter und Gewerkschafter steht Julius Leber bis heute beispielhaft für eine Politik, die sich nicht anpasst, sondern Haltung zeigt. Leber kämpfte bereits früh gegen Militarismus, soziale Ungleichheit und den aufkommenden Nationalsozialismus, weswegen er 1933 von den Nazis inhaftiert und am 5. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee ermordet wurde.
Zwei Redebeiträge prägten die heutige Gedenkveranstaltung. Frida Staack von der SPD Lübeck würdigte Julius Leber als engagierten Gewerkschafter, der soziale Gerechtigkeit und Demokratie untrennbar miteinander verband, und als Pragmatiker, der überparteilich Widerstand strukturierte. Jan Schenkenberger vom Reichsbanner erinnerte an die Verfolgung von Lübecker Sozialdemokraten durch das NS-Regime, und führte hierzu die Verhaftung und die unmenschlichen Haftbedingungen von Fritz Solmitz an, der ebenso wie Leber sein Leben für seine Überzeugungen hergab. Solmitz und Lebers Schicksal mahnt bis heute zur Verteidigung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde.
„Die Erinnerung an Julius Leber ist kein bloßes Gedenken, sondern ein klarer Auftrag für unser politisches Handeln“, betont Frida Staack. „Gerade angesichts von Angriffen auf demokratische Institutionen und dem Erstarken autoritärer Ideen weltweit, sowie direkt hier vor unserer Haustür müssen wir Haltung zeigen und entschieden widersprechen.“
Für die SPD Lübeck ist klar, dass Demokratie engagierte Verteidigerinnen und Verteidiger braucht. „Der Einsatz gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit ist eine Aufgabe der Gegenwart“, führt Peter Petereit aus, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Lübecker Bürgerschaft. Das Gedenken an Julius Leber sei daher „Verpflichtung und Mahnung zugleich, jeden Tag für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Solidarität einzustehen.“

Vertreter des Kreisverbandes, der Fraktion und vom Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold an der Gedenkstätte für Julius Leber. Foto: SPD
Text-Nummer: 177083 Autor: SPD/red. vom 05.01.2026 um 19.35 Uhr
