Arbeitslosigkeit steigt weiter an
Lübeck: Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, ist die Arbeitslosigkeit im Dezember 2025 im Vergleich zum Vormonat und zum Vorjahr angestiegen. In der Hansestadt Lübeck waren im Dezember 2025 9.875 Arbeitslose gemeldet.„Unser Arbeitsmarkt ist weniger exportabhängig und hat weniger Höhen und Tiefen als andere Arbeitsmärkte in Deutschland. Er entwickelt sich langsamer als andernorts, aber auch stetiger und stabiler. Die Beschäftigung ist bei uns weiter gestiegen und der Anstieg der Arbeitslosigkeit verlangsamt sich. In wachsenden Bereichen – wie etwa sozialen Dienstleistungen oder Gesundheitsweisen – sind Arbeitskräfte enorm knapp. Auch technische Fachkräfte in Bereichen wie Infrastruktur, Energie und Rüstung werden für die Transformation dringend gebraucht. Dabei kann der Fachkräftebedarf nur zu einem Teil aus dem Pool der Arbeitslosen gedeckt werden, da ihre Profile nur unzureichend zu den Anforderungen der Stellen passen. Hier unterstützen wir gerne bei der Qualifizierung und Einarbeitung. Weiterbildung ist auch eine gute Möglichkeit, Personal zu halten und ihr Wissen an neue Technologien anzupassen. Gerne steht der Arbeitgeber-Service Unternehmen als Partner rund um alle Fragen zur Nachwuchs- und Personalgewinnung sowie Qualifizierung zur Seite“, so Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Lübeck.
„Durch den demografischen Wandel und steigende Fachkräftebedarfe eröffnen sich Chancen für Un- und Angelernte. Wir können Arbeitslose, aber auch Beschäftigte mit verschiedenen Programmen dabei unterstützen, den Berufsabschluss nachzuholen. Werden Sie zur gesuchten Fachkraft! Nutzen Sie Ihre Chancen und lassen Sie sich in der Agentur für Arbeit beziehungsweise im Jobcenter zu den Möglichkeiten beraten“, bietet der Agenturchef an.
In der Hansestadt Lübeck waren im Dezember 2025 9.875 Arbeitslose gemeldet. Die Arbeitslosigkeit sank um 84 (0,8 Prozent) zum Vormonat und stieg um 337 (3,5 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr an. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat auf 8,2 Prozent zurück und stieg um 0,2 Prozentpunkte zum Vorjahr an.
Im Kreis Ostholstein waren im Dezember 2025 5.639 Arbeitslose gemeldet. Die Arbeitslosigkeit stieg um 382 (7,3 Prozent) zum Vormonat an und ging um 294 (5,0 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die Arbeitslosenquote stieg zum Vormonat um 0,4 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent an und ging um 0,3 Prozentpunkte zum Vorjahr zurück.
Jahresrückblick 2025
Trotz der schwächelnden Konjunktur blieb die Beschäftigung stabil und wuchs weiter. Der aktuelle Wert von Ende Juni 2025 zeigt im Agenturbezirk Lübeck einen kontinuierlichen Anstieg der Beschäftigung seit 2006. Zwischen Lübeck und Fehmarn waren 171.511 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, ein Anstieg um 1.094 (0,6 Prozent) zum Vorjahr und um 42.610 oder 33,1 Prozent seit 2006.
Demografiebedingt sinkt die Zahl der Beschäftigten unter 25 Jahren (-202 oder 1,2 Prozent) und die der Älteren ab 55 Jahren steigt (+734 oder 1,8 Prozent). Zuwächse wurden insbesondere bei Teilzeitbeschäftigten (+1.245 oder 2,1 Prozent auf 61.509) und ausländischen Beschäftigten (1.563 oder 7,5 Prozent auf 22.454) verzeichnet. Überproportional gestiegen ist dabei die Beschäftigung von Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit (+372 oder 29,4 Prozent auf 1.638) sowie mit Staatsangehörigkeiten aus den Top 8 Asylherkunftsländern (+591 oder 16,7 Prozent auf 4.139).
Den stärksten Anstieg gab es im Gesundheitswesen (+445), Heime und Sozialwesen (+357) sowie Information und Kommunikation (+293), während Handel, Instandhaltung, Reparatur von Kfz (-303) sowie Arbeitnehmerüberlassung (-198) den stärksten Rückgang hatten.
106.836 (+ 928 oder 0,9 Prozent) Beschäftigte waren in der Hansestadt Lübeck und 64.675 (+166 oder 0,3 Prozent) im Kreis Ostholstein tätig.

Die Arbeitslosigkeit stieg in Lübeck um 337 (3,5 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr an. Foto: Archiv
Text-Nummer: 177114 Autor: Arbeitsagentur/red. vom 07.01.2026 um 10.17 Uhr
