Streik im Winterdienst: Ver.di fordert Wertschätzung statt Beleidigungen
Lübeck: Archiv - 12.01.2026, 13.46 Uhr: „Winter, Schnee und Eis bedeutet für die Beschäftigten des LBV.SH eine Dauerbelastung bei eisiger Kälte, aber auch zusätzliche Belastungen durch Anfeindungen auf Social Media“, schreibt die Gewerkschaft „Ver.di“ in einer Mitteilung. „Gerade auch in der zurzeit von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di geführten Tarifrunde der Länder werden die Streikenden auf Social Media beschimpft und beleidigt“, so die Gewerkschaft.Die weitere Mitteilung im Wortlaut: („) Diana Zimmermann ruft dazu auf, dass sich die Bürger bewusst machen, dass diese Beschäftigten, die für alle täglich auch unter schwersten Bedingungen im Einsatz sind, Menschen sind! Sie verdienen unseren Respekt und unsere Anerkennung. Geräumte Straßen sind für die Bürger eine Selbstverständlichkeit. Damit dies so bleibt braucht es gute und attraktive Arbeitsbedingungen, damit diese Arbeit gemacht wird, sagt die stellvertretende Landesbezirksleiterin von ver.di Nord Diana Zimmermann.
Hierfür setzen sich die Kollegen in den Tarifverhandlungen ein. Insbesondere braucht es eine Lohnerhöhung von 7% mindestens aber 300,00 Euro, damit auch zukünftig der Winterdienst gewissenhaft und zuverlässig erbracht werden kann und dieser nicht aufgrund von Personalmangel eingestellt werden muss.
Auch bei etwaigen Streiks der Beschäftigten brauchen die Bürger keine Angst vor ungeräumten Straßen zu haben. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat mit dem LBV.SH eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen, die sicherstellt, dass durch den Streik keine Gefahr für Leib und Leben entsteht.
Dass die Beschäftigten zu Zeiten von verschneiten und vereisten Straßen streiken müssen, liegt daran, dass die Arbeitgeber sich erneut nicht in der Lage sahen, den Beschäftigten ein Angebot zu machen. Dies ist ein Zeichen fehlender Wertschätzung, so Diana Zimmermann. Kritik an den Streiks ist daher an die Arbeitgeber zu richten! Es ist im Interesse aller, dass es zu einem guten Tarifabschluss kommt, damit die Straßen auch in Zukunft stets geräumt sind.
Die Beschäftigten sind sich ihrer Verantwortung bewusst und stellen daher auch den entsprechenden Notdienst sicher. („)

Die Gewerkschaft kritisiert, dass Streikende auf Social Media „beschimpft und beleidigt“ würden. Foto: Archiv
Text-Nummer: 177217 Autor: ver.di/red. vom 12.01.2026 um 13.46 Uhr
