Facebook-Posts: Linke fordern Rücktritt von Senator Hinsen

Lübeck: „Die Linke“ Lübeck kritisiert in einer Mitteilung scharf zwei Facebook-Posts des Lübecker Senators Ludger Hinsen. Hinsen hätte den Angriff der USA auf Venezuela öffentlich als „rechtmäßige Verteidigung im Rahmen eines angeblichen Drogenkriegs“ verteidigt. In einem weiteren Beitrag hätte er versucht, „öffentlich-rechtliche Medien pauschal als nicht neutral darzustellen“.

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Facebook-Post zum Thema „Venezuela“

Wir veröffentlichen die Mitteilung der Linken im Wortlaut:

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Am 4. Januar 2026 erklärte Senator Hinsen auf seinem Facebook-Account den Angriff der USA auf Venezuela öffentlich als rechtmäßige Verteidigung im Rahmen eines angeblichen „Drogenkriegs“. Bereits einen Tag später kritisierte er öffentlich-rechtliche Medien scharf, weil diese einen Brandanschlag auf die Berliner Infrastruktur nicht eindeutig als linksradikal einordneten und seiner Auffassung nach zu wenig darüber berichteten. Seine These: Wäre die Tat rechtsmotiviert gewesen, hätten sich die Medien überschlagen.

Die Linke Lübeck weist die Darstellungen des Senators entschieden zurück.

Es gibt keinen rechtfertigenden Grund für einen Krieg. Venezuela führt keinen „Drogenkrieg“ gegen die USA, sondern verfügt über wertvolle Ressourcen. Die massive Drogenproblematik in den USA ist kein Problem, das sich militärisch lösen lässt, sondern das Ergebnis einer gescheiterten, repressiven Drogenpolitik. Harte Strafverfolgung und lange Haftstrafen haben weder Konsum noch Abhängigkeit reduziert und Kürzungen im Bereich Drogen-Prävention und niedrigschwelliger Unterstützungsangebote tun ihr Übriges.

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Facebook-Post zum Thema Medien.

Ebenso kritisch bewertet Die Linke den Versuch, öffentlich-rechtliche Medien pauschal als nicht neutral darzustellen.

In einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung sind solche Angriffe auf die Pressefreiheit verantwortungslos. Vorverurteilungen zu Tatmotiven, noch bevor Ermittlungen abgeschlossen sind, tragen nicht zur Aufklärung bei, sondern schüren Misstrauen.

„Herr Senator Hinsen, ziehen Sie die Konsequenzen und treten Sie zurück. Nutzen Sie die Zeit, um Ihre Medienkompetenz zu reflektieren. Auch ein Blick über den Tellerrand der Kriminalisierung suchtkranker Menschen sowie ein ehrlicher Blick auf die historischen und politischen Hintergründe von Kriegen wären dringend angebracht“, erklärt Bianca Szygula, Kreissprecherin der Linken in Lübeck.
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„Herr Senator Hinsen, ziehen Sie die Konsequenzen und treten Sie zurück. Nutzen Sie die Zeit, um Ihre Medienkompetenz zu reflektieren“, rät Bianca Szygula, Kreissprecherin der Linken. Foto/Screenshots: HN

„Herr Senator Hinsen, ziehen Sie die Konsequenzen und treten Sie zurück. Nutzen Sie die Zeit, um Ihre Medienkompetenz zu reflektieren“, rät Bianca Szygula, Kreissprecherin der Linken. Foto/Screenshots: HN


Text-Nummer: 177383   Autor: Linke/red.   vom 21.01.2026 um 14.59 Uhr

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