Neue Boote und Amphibienstaffeln: Lübeck verbessert Schutz bei Hochwasser
Lübeck: Lübeck ist regelmäßig von Hochwasser betroffen. Auch wenn schwere Hochwasser eher selten sind, bereitet sich Lübeck auf eine solche Einsatzlage vor. Jetzt gibt es zwei neue Bootsgruppen und zwei Amphibienstaffeln.
Die beiden neuen Einsatzgruppen mit ihren Booten. Foto: HL
Mit Beginn des neuen Jahres sind die DLRG Lübeck sowie der DRK Kreisverband Lübeck mit seiner Wasserwacht als private Träger zur Mitwirkung im Katastrophenschutz der Hansestadt Lübeck anerkannt worden. Beide Organisationen stellen jeweils eine Bootsgruppe Hochwasser gemäß Erlass über die Gliederung des Moduls Wasserrettung im Katastrophenschutz des Landes Schleswig-Holstein auf.
Die beiden Bootsgruppen bestehen jeweils aus neun Einsatzkräften und sind in zwei Trupps mit je einem Boot gegliedert. Zu den Kernaufgaben der Einheiten zählen insbesondere die Rettung von Menschen und Tieren aus überfluteten Bereichen. Darüber hinaus übernehmen sie den Transport von Personen und Material in schwer zugänglichem Gelände, die Versorgung von durch Hochwasser eingeschlossenen Personen sowie die Absicherung hochwassergefährdeter Bereiche.
Neben den beiden Bootsgruppen übernimmt die Hansestadt Lübeck zusätzlich eine von landesweit vier vorgehaltenen Amphibienstaffeln im Bereich Wasserrettung. Die Amphibienstaffel wird personell durch Einsatzkräfte der DLRG sowie der Freiwilligen Feuerwehr gestellt und erweitert die Einsatzmöglichkeiten im Hochwasser- und Katastrophenschutz.
„Wir freuen uns, dass wir in der Hansestadt Lübeck unseren Katastrophen- und Bevölkerungsschutz mit dieser zusätzlichen Wasserrettungseinheit verstärken werden. Neben der technischen Ausrüstung steht fortan also auch weiteres Personal für den Lübecker Katastrophenschutz zur Verfügung“, so Thomas Köstler, Leiter der Feuerwehr Lübeck. „Ich möchte mich bei allen freiwilligen Helfer:innen für ihr Engagement bedanken.“
Neben dem öffentlichen Träger der Feuerwehr Lübeck, der sich aus rund 820 Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr sowie etwa 400 Beamten der Berufsfeuerwehr zusammensetzt, engagieren sich im Katastrophenschutz der Hansestadt Lübeck bereits rund 200 ehrenamtliche Helfer privater Träger. Dazu zählen unter anderem das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Arbeiter-Samariter-Bund sowie der Malteser Hilfsdienst. Durch die Mitwirkung von DLRG und Wasserwacht kommen künftig rund 50 weitere ehrenamtliche Einsatzkräfte hinzu. Damit wird der Bevölkerungsschutz in Lübeck weiter gestärkt und die vorhandenen Strukturen werden gezielt ergänzt.
Neben den Aufgaben in der Wasserrettung können die beiden Einheiten auch in anderen Katastrophenlagen eingesetzt werden. Mit ihrem Personal und Material können sie insbesondere bei logistischen Aufgaben sowie im Betreuungs- und Sanitätsdienst eingesetzt werden.

Der Katastrophenschutz wird in Lübeck ausgebaut. Foto: Helge Normann/Archiv
Text-Nummer: 177410 Autor: Presseamt/red. vom 22.01.2026 um 18.15 Uhr
