Warnstreiks: Nach UKSH auch Hochschulen und Studentenwerke betroffen

Lübeck: Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, werden im Rahmen des bundesweiten Branchenstreiktags der Hochschulen, am 28.01.2026, die Beschäftigten der Hochschulen und Studentenwerke sowie die studentisch Beschäftigten in Schleswig-Holstein zum Warnstreik aufgerufen. Sowohl in Kiel als auch in Lübeck soll es Streikkundgebungen geben.

Die Mitteilung von ver.di Nord: („) „Beschäftigte aus Dutzenden Hochschulen und Studierendenwerken setzen an diesem Tag ein bundesweit starkes Zeichen in Richtung Arbeitgeber: Diese müssen sich bei den Tarifverhandlungen endlich bewegen“, sagte Franziska Dieckmann, bei ver.di Nord zuständig für Hochschulen und Forschung in Schleswig-Holstein.

„Gerade in Zeiten großer technologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen braucht es eine starke Wissenschaft – dazu gehören gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung. Ohne die studentischen Beschäftigten würde der Hochschulbetrieb nicht funktionieren. Sie brauchen endlich einen Tarifvertrag, der verlässlich und im Zweifelsfall einklagbar ist“, so Dieckmann weiter.

ver.di will erreichen, dass der Tarifvertrag auch für studentische Hilfskräfte gilt.

Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder werden am 11. Februar in Potsdam fortgesetzt. ver.di fordert sieben Prozent mehr Geld, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Zudem sollen die Zuschläge für Arbeit zu ungünstigen Zeiten, zum Beispiel nachts, um 20 Prozentpunkte erhöht werden. Für Nachwuchskräfte fordert die Gewerkschaft monatlich 200 Euro mehr sowie die unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung. Für die bundesweit rund 300.000 studentisch Beschäftigten an Hochschulen fordert ver.di einen eigenen Tarifvertrag. Darin sollen einheitliche Stundenentgelte von 17,00 Euro im ersten Jahr, 18,00 Euro im zweiten Jahr und 19,00 Euro im dritten Jahr der Beschäftigung vereinbart werden. Darüber hinaus wird eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten sowie ein Mindeststundenumfang von 40 Stunden im Monat gefordert, um damit ein weites Feld prekärer Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen Dienst zu beenden. („)

Sowohl in Kiel als auch in Lübeck soll es am 28.01.2026 Streikkundgebungen geben. Foto: Archiv

Sowohl in Kiel als auch in Lübeck soll es am 28.01.2026 Streikkundgebungen geben. Foto: Archiv


Text-Nummer: 177448   Autor: Ver.di/red.   vom 26.01.2026 um 14.57 Uhr

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