MHL-Kammerchor präsentiert Höhepunkte der Romantik
Lübeck - Innenstadt: Der Kammerchor der Musikhochschule Lübeck (MHL) präsentiert am 3. Februar um 19 Uhr in St. Aegidien sein aktuelles Programm. Unter Leitung von Professor Johannes Knecht stehen mit vier- und achtstimmiger Chormusik Höhepunkte der deutschen Romantik auf dem Programm.Unter dem Motto „Komm, heiliger Geist“ singen über 30 MHL-Studierende Werke von Brahms, Rheinberger, Reger und Schönberg, die den Bogen aufspannen zwischen Tradition und Innovation in der Romantik. Die Motette „Warum ist das Licht gegeben“ von Johannes Brahms steht zusammen mit Josef Gabriel Rheinbergers „Kyrie“ aus dem Cantus Missae für die überlieferte Tradition der Romantik. Dagegen loten Georg Schumanns „Komm heil’ger Geist“ und Arnold Schönbergs achtstimmiges „Friede auf Erden“ neue Grenzen der Tonalität und Harmonik aus und fordern den Chor zum Äußersten.
„Es ist vielleicht einzigartig mitzuerleben, mit welcher Passion die jungen Musikerinnen und Musiker sich an die extrem anspruchsvollen Motetten von Brahms, Reger und Schönberg wagen. Ich kann da nur staunen“, so Johannes Knecht, Professor für Chorleitung an der MHL, über seine jungen Sängerinnen und Sänger aus allen Studiengängen, mit denen er in jedem Semester anspruchsvolle Chormusik erarbeitet. „Die Werke in unserem Konzert kreisen um existenzielle Erfahrungen. Angesichts menschlicher Zerstörungswut wird der Ruf nach weltweitem Frieden immer lauter. Wir haben unser Konzert deshalb „Komm, heiliger Geist“ genannt. Wer könnte uns sonst retten?“, fragt Johannes Knecht. Ein Klang in strahlendem D-Dur lässt in der Schönberg-Motette zum Schluss zugleich Hoffnung und Bitte aufleuchten: „Friede auf Erden“.
Ein homogener Chorklang und eine ausdrucksstarke Interpretation sind das Ziel der vokalen Ausbildung an der MHL. Das ist in diesem Konzert nachzuhören.
Der Eintritt ist frei.

Der Kammerchor der Musikhochschule Lübeck ist mit seinem aktuellen Programm am Dienstag in St. Aegidien zu Gast. Foto: Marcus Kaben/MHL
Text-Nummer: 177531 Autor: MHL/red. vom 29.01.2026 um 15.38 Uhr
