Gärten, Strom und Schwimmbäder: Die Bürgerschaft tagte
Lübeck: Am Donnerstag tagte die Bürgerschaft. Trotz langer Diskussionen waren die Entscheidungen wenig überraschend. Die Mehrheit von CDU, Grünen und FDP setzte sich in den strittigen Punkten durch. Spannend wurde es bei der geplanten Stromleitung durch das Bartelsholz. Hier wurde sehr kurzfristig bekannt, dass Lübeck nur noch bis Mitte Februar Vorschläge einreichen kann.Kleingärten
Das von der Verwaltung vorgelegte Kleingartenentwicklungskonzept wurde geändert. Alle Anlagen bleiben erhalten, wenn die entsprechenden Vereine das möchten. Und: "Eine Unterteilung und Etikettierung der Anlagen nach unterschiedlichen Graden der Zukunftsfähigkeit findet dabei nicht statt."
Europäisches Hansemuseum
Einstimmig hat die Bürgerschaft dem Angebot der Possehl-Stiftung zugestimmt, das Europäische Hansemuseum weiterhin zu betreiben. Eigentlich sollte die Stadt die Einrichtung nach zehn Jahren übernehmen. Den notwendigen Zuschuss von 3,75 Millionen Euro pro Jahr kann sich die Stadtkasse nicht leisten (wir berichteten).
Stromleitung im Bereich Bartelsholz
Das Bartelsholz wird wohl nicht mehr zu retten sein. Um eine Abholzung zu verhindern, müsste Lübeck bis Mitte Februar einen Alternativvorschlag vorlegen. Ein Kauf von Grundstücken für eine andere Leitungsführung sei technisch nicht mehr möglich, betonte der Bürgermeister. Nach Beratungen zwischen CDU, Grünen und FDP gab es dann einen neuen Antrag. Man stimme einer Überspannung "unter Zurückstellung von Bedenken" zu. Der Bürgermeister wurde beauftragt, weiter an einer Nordumgehung des Bartelsholzes zu arbeiten und mit den Grundstückseigentümern zu verhandeln.
Schwimmbäder
Dem neuen Preistarif für die Lübecker Schwimmbäder wurde zugestimmt. Erwachsene zahlen ab 1. März sechs Euro statt 4,40 Euro, Kinder drei Euro statt 2,20 Euro (wir berichteten). Neu ist ein Familienpreis, wenn zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder ins Schwimmbad gehen. Dann reduziert sich der Eintritt um einen Euro pro Person. Bei den Eintrittspreisen wird es in Zukunft keine Unterscheidung zwischen Hallen- und Freibädern geben. Die einzige Ausnahme ist das Sommerferien-Ticket für Kinder bei den Freibädern.

Am Donnerstag tagte die Lübecker Bürgerschaft.
Text-Nummer: 177534 Autor: VG vom 29.01.2026 um 21.30 Uhr
