Gewerkschaft ruft Busfahrer zum Warnstreik am Montag auf
Lübeck: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Nord hat die Beschäftigten der Stadtwerke Mobil und Busbetriebe anderer Städte und Kreise zu einem ersten Warnstreik am Montag, 2. Februar 2026, aufgerufen. Die Streikenden aus beiden Bundesländern werden sich in Lübeck zu einer Demonstration und Kundgebung versammeln.„ver.di Nord beteiligt sich damit an einem bundesweiten Aktionstag im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Damit soll den Kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV) deutlich gemacht werden, dass die Beschäftigten geschlossen hinter den Forderungen nach spürbaren Verbesserungen der Arbeitsbedingungen stehen“, erklärt die Gewerkschaft in einer Mitteilung.
„Wir haben inzwischen Verhandlungsrunden mit den Arbeitgebern in beiden Bundesländern geführt. Auf unsere Forderungen wurde mit Gegenforderungen nach Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen reagiert. Das kann man so machen – dann müssen wir den Konflikt eben deutlich hörbarer führen und den Druck erhöhen“, erklärt der ver.di-Nord-Verhandlungsführer Sascha Bähring.
Betroffen von dem Warnstreik sind neben der Stadtwerke Lübeck Mobil und der NAHBUS Nordwestmecklenburg auch unter anderen die KVG (Kiel), die SWN Stadtverkehr (Neumünster), Aktiv Bus (Flensburg), VLP (Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim) und die MVVG Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft mbH.
"Es ist davon auszugehen, dass der öffentliche Personennahverkehr in den betroffenen Regionen weitgehend zum Erliegen kommt", so die Gewerkschaft.
Die Streikenden treffen sich am Montag ab 10 Uhr hinter dem Gewerkschaftshaus am Holstentorplatz in Lübeck zu einer Kundgebung mit anschließender Demonstration rund um das Holstentor. Aufgrund der erwarteten Teilnehmerzahl von mehreren Tausend Personen ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

ver.di Nord ruft Beschäftigte des kommunalen Nahverkehrs in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zu Warnstreiks auf. In Lübeck soll es eine Demo geben. Foto: JW/Archiv
Text-Nummer: 177537 Autor: ver.di/red. vom 30.01.2026 um 09.55 Uhr
