Lübeck bleibt bis März ohne Haushalt
Lübeck: Am 6. November hat die Bürgerschaft den städtischen Haushalt für 2026 beschlossen. Bisher kann die Stadt aber nur dringende Ausgaben tätigen. Die Genehmigung des Haushalts erwartet der Bürgermeister im März. Erst dann können auch Ausschreibungen zum Beispiel für Straßensanierungen gestartet werden.Die Bürgerschaft hatte in der Haushaltssitzung viele Änderungen am Haushaltsentwurf vorgenommen. Aus dem ursprünglich geplanten Defizit von 162,4 Millionen Euro sind so 148,8 Millionen Euro geworden. Die Einsparung ist um rund 150 000 Euro höher, als ursprünglich geschätzt. Die Einarbeitung aller Beschlüsse der Bürgerschaft hat allerdings etwas gedauert. Der endgültige Haushalt konnte der Kommunalaufsicht erst im Januar vorgelegt werden. Mit einer Genehmigung rechnet Bürgermeister Jan Lindenau erst im März.
Trotz der Sparbemühungen geht der Bürgermeister davon aus, dass die Kommunalaufsicht weitere Änderungen verlangt. Eigentlich sollte ein kommunaler Haushalt ausgeglichen sein. Zu dem Minus von 148,8 Millionen Euro aus der Verwaltungstätigkeit kommt ein weiterer Kreditbedarf von 82,3 Millionen Euro für Investitionen.
Erst mit der Genehmigung des Haushalts kann die Stadt Investitionen tätigen. Dazu gehören unter anderem Schulsanierungen, grundhafte Sanierungen von Straßen und Investitionen in den Hafen. Die späten Ausschreibungen können Probleme verursachen, denn viele Firmen haben sich dann bereits mit anderen Auftraggebern geeinigt.
Im kommenden Jahr soll deshalb der Haushalt bereits wieder im September beschlossen werden. Bürgermeister Jan Lindenau ist optimistisch, dass der Zeitplan klappt, denn dieses Jahr liegen die Sommerferien früher.
Im Original-Ton hören Sie einen Auszug aus einem Interview von Harald Denckmann mit Bürgermeister Jan Lindenau zum Haushalt.

Größere Bauarbeiten kann Lübeck in diesem Jahr erst ab März ausschreiben.
Hier hören Sie den Originalton:
Text-Nummer: 177564 Autor: VG vom 04.02.2026 um 19.38 Uhr
