Lübecker Firma soll Güter nach Russland verkauft haben
Lübeck: Archiv: Die Bundesanwaltschaft hat am Montag auf Grund von Haftbefehlen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vier Personen von Beamten des Zollkriminalamts festnehmen lassen. Ein deutsch-russischer Staatsangehöriger wurde vorläufig festgenommen. Die Festnahmen erfolgten in Lübeck und im Kreis Herzogtum Lauenburg.
Zeitgleich haben dort sowie in Frankfurt am Main, im Landkreis Nordwestmecklenburg, in Nürnberg und im Kreis Ostholstein Durchsuchungen begonnen. Die Maßnahmen richten sich gegen fünf weitere Beschuldigte, die sich auf freiem Fuß befinden.
Die festgenommenen Beschuldigten sind dringend verdächtig, als Mitglieder einer kriminellen Vereinigung (§ 129 Abs. 1 StGB) gewerbs- und bandenmäßig gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen zu haben (§ 18 Abs. 1, Abs. 8 AWG i.V.m. jeweils einschlägigen Vorschriften der Europäischen Union).
Den Beschuldigten wird im Wesentlichen folgender Sachverhalt zur Last gelegt:
Nikita S. ist Alleingesellschafter und Geschäftsführer eines in Lübeck ansässigen Handelsunternehmens. Spätestens seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im Februar 2022 benutzten er und die übrigen Beschuldigten das Unternehmen, um zu zahlreichen Gelegenheiten konspirativ Güter für die russische Industrie zu beschaffen und nach Russland auszuführen. Zur Verschleierung der Geschäfte bedienten sich die Beschuldigten mindestens einer weiteren Scheinfirma in Lübeck, Scheinabnehmern in und außerhalb der Europäischen Union sowie eines russischen Unternehmens als Empfänger, für das Nikita S. ebenfalls in verantwortlicher Position tätig ist. Ziel des Vorgehens war die Umgehung von Embargobestimmungen der Europäischen Union (Russland-Embargo-Verordnungen). Hinter dem Beschaffungsnetzwerk standen auf russischer Seite mutmaßlich staatliche Stellen. Zu den Endabnehmern der ausgeführten Güter gehörten mindestens 24 gelistete Rüstungsunternehmen in Russland.
Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen haben die Beschuldigten rund 16.000 Lieferungen nach Russland veranlasst. Der Gesamtwert der verbotswidrigen Geschäfte beläuft sich auf mindestens 30 Millionen Euro. In dieser Höhe hat der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs einen Vermögensarrest angeordnet.
Das Verfahren wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesnachrichtendienst geführt. Mit den umfangreichen polizeilichen Ermittlungen ist das Zollkriminalamt beauftragt.
Die festgenommenen Beschuldigten werden im Laufe des Dienstags dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt. Dieser wird im Falle von Daniel A. über den Erlass eines Haftbefehls entscheiden und den anderen vier Beschuldigten die Haftbefehle eröffnen.
Die festgenommenen Beschuldigten sind dringend verdächtig, als Mitglieder einer kriminellen Vereinigung (§ 129 Abs. 1 StGB) gewerbs- und bandenmäßig gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen zu haben (§ 18 Abs. 1, Abs. 8 AWG i.V.m. jeweils einschlägigen Vorschriften der Europäischen Union).
Den Beschuldigten wird im Wesentlichen folgender Sachverhalt zur Last gelegt:
Nikita S. ist Alleingesellschafter und Geschäftsführer eines in Lübeck ansässigen Handelsunternehmens. Spätestens seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im Februar 2022 benutzten er und die übrigen Beschuldigten das Unternehmen, um zu zahlreichen Gelegenheiten konspirativ Güter für die russische Industrie zu beschaffen und nach Russland auszuführen. Zur Verschleierung der Geschäfte bedienten sich die Beschuldigten mindestens einer weiteren Scheinfirma in Lübeck, Scheinabnehmern in und außerhalb der Europäischen Union sowie eines russischen Unternehmens als Empfänger, für das Nikita S. ebenfalls in verantwortlicher Position tätig ist. Ziel des Vorgehens war die Umgehung von Embargobestimmungen der Europäischen Union (Russland-Embargo-Verordnungen). Hinter dem Beschaffungsnetzwerk standen auf russischer Seite mutmaßlich staatliche Stellen. Zu den Endabnehmern der ausgeführten Güter gehörten mindestens 24 gelistete Rüstungsunternehmen in Russland.
Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen haben die Beschuldigten rund 16.000 Lieferungen nach Russland veranlasst. Der Gesamtwert der verbotswidrigen Geschäfte beläuft sich auf mindestens 30 Millionen Euro. In dieser Höhe hat der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs einen Vermögensarrest angeordnet.
Das Verfahren wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesnachrichtendienst geführt. Mit den umfangreichen polizeilichen Ermittlungen ist das Zollkriminalamt beauftragt.
Die festgenommenen Beschuldigten werden im Laufe des Dienstags dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt. Dieser wird im Falle von Daniel A. über den Erlass eines Haftbefehls entscheiden und den anderen vier Beschuldigten die Haftbefehle eröffnen.
Kommentare zu diesem Text (17):
OV
schrieb am 2.2.2026 11.38 Uhr:
Die Überschrift über der Nachricht ist mal wieder falsch und irreführend. Das sollte unter der Verpflichtung gegenüber dem Gebot der Sorgfalt und Sachlichkeit korrigiert werden.
Co Gli
schrieb am 2.2.2026 12.05 Uhr:
Und nun????? Was ist denn das Problem?
Micha
schrieb am 2.2.2026 12.05 Uhr:
Das normale Vorgehen in Moskau. Das werden nicht die einzigen sein.
Bernd Feddern
schrieb am 2.2.2026 15.29 Uhr:
Bei GELD enden fast alle Charaktere, Moral und Ehre!
Nun ja, Verbrecher bleibt Verbrecher!
Und wie immer wird eine weichgespülte deutsche Justiz reagieren, wie ein Wattebausch...
Otto Schneider
schrieb am 2.2.2026 18.59 Uhr:
@ O.V.
Ihre Behauptung dürfen Sie gerne näher erläutern...
Normal
schrieb am 2.2.2026 20.06 Uhr:
(...)
Gesetz hin oder her.
Die jetzt hochgehenden Wogen meiner Meinung nach sind sinnbefreit und unehrlich.
Der von der EU eingeschlagene Weg der Russlandsanktionen gerät daher nicht nur durch überbordende inflationäre Energiepreise immer mehr zum Eigentor.
STARLIGHT
schrieb am 2.2.2026 20.39 Uhr:
„Erst kommt das Fressen dann die Moral!“ (Berthold Brecht, Dreigroschenoper).
Aber auch die CIA arbeitet nicht anders. Nur widersprach das - wenigstens in der Vergangenheit- nicht unserer „political correctness“.
Powow
schrieb am 3.2.2026 10.13 Uhr:
@normal: "Gesetz hin oder her."
Merkste selber oder?
Alex Tenge
schrieb am 3.2.2026 10.21 Uhr:
@Normal:
Aktuell liegen die Energiepreise grob 6% unter dem Vorjahr. Also lassen wir bitte die Sanktionen bestehen und erhöhen durch weitere Sanktionen den Druck auf Russland. Danke.
Waldemar Wagner
schrieb am 3.2.2026 10.29 Uhr:
Das ist alles eine einzige Farce.
Kauft der Russe bei uns etwas, kommt russisches Geld zu uns, und das ist gut.
Das, was der Russe braucht, kauft er ohnehin irgendwo.
Die dusselige EU wird das nicht ändern!
Dabei kaufen EU-Staaten weiterhin fröhlich Güter wie Öl, Nickel, Erdgas, Düngemittel sowie Eisen und Stahl aus Russland.
Der Amerikaner kauft massenweise Uran.
Wir werden hier komplett veräppelt von unserer demokratisch gewählten Administration.
Powow
schrieb am 3.2.2026 10.50 Uhr:
@waldemar: die Welt ist dir zu kompliziert und du willst lieber wieder einen kaiser wenn ich es Recht verstehe?
Waldemar Wagner
schrieb am 3.2.2026 11.52 Uhr:
Hi Popow, als blindlings systemtreuer Soldat kannst Du mich sicherlich nicht verstehen.
Ich will keinen Kaiser - Was für eine dämliche Umdeutung!
Ich lasse mich nur nicht gern veräppeln.
Holger Steffen
schrieb am 3.2.2026 12.03 Uhr:
Die umfassende Sanktionen gegen Russland zeigen durchaus Wirkung. Durch die wirtschaftlichen Auswirkungen wird Russlands Fähigkeit zur Fortsetzung des Krieges gegen die Ukraine nicht unerheblich verringert. Die wichtigen Einnahmen Russlands aus dem Öl-und Gasgeschäft sind seit der vollumfänglichen Invasion im Februar 22 um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Auch der Export von Kohle und Holz ist stark rückläufig. Der Staatshaushalt Russlands gerät allmählich aus den Fugen. Russland muss seine Goldreserven verkaufen und die Steuern drastisch erhöhen. Der Krieg ruiniert Russlands Wirtschaft. Die Kriegskosten machen rund 30 bis 35 Prozent des russischen Staatshaushalts aus. Russland steht vor dem Staatsbankrott, wenn der Krieg nicht bald aufhört. Putin wird sein Land in den wirtschaftlichen Ruin aber nicht in eine goldene Zukunft führen, wenn er den Krieg nicht bald beendet. Russland hat völkerrechtswidrig die Ukraine überfallen und die Sicherheitsordnung in Europa komplett über den Haufen geworfen und der Schlüssel für einen gerechten und fairen Frieden liegt im Kreml. Dem Altkanzler Gerhard Schröder sollte man die deutsche Staatsangehörigkeit entziehen.
Powow
schrieb am 3.2.2026 15.12 Uhr:
@waldemurks: powow nicht Popow auch dir letzteres vielleicht näher liegt. "Blindlings systemtreuer Soldat" soll wohl ne Beleidigung sein oder? Was für eine dämlich Reaktion auf meine Frage..
(...)
Misanthrop
schrieb am 3.2.2026 15.26 Uhr:
Der Waldi Waldemar will doch keinen Kaiser, er will einen starken Hundeführer.
Damit mal wieder mit starker Hand in Deutschland regiert wird.
(...)
Sven Kruse
schrieb am 4.2.2026 15.45 Uhr:
Zum Einen ist die Floskel vom "Russischen Angriffskrieg absolut unhaltbar, weil Russland diesen Krieg eben nicht (wie uns allen immer weisgemacht werden soll) angefangen hat und zum Anderen sind die von der EU verhängten Sanktionen gegen Russland erwiesenermaßen völkerrechtswidrig. Sie schaden nur uns selbst. Auch, wenn man Dies in diesem Land nicht mehr schreiben oder sagen darf, tue ich es trotzdem. Somit dürfte auch diese ganze Verhaftungsaktion absolut gesetzeswidrig sein.
Misanthrop
schrieb am 4.2.2026 16.23 Uhr:
@Sven Kruse schrieb am 04.02.2026 um 15.45 Uhr:
[...]
"Auch, wenn man Dies in diesem Land nicht mehr schreiben oder sagen darf, tue ich es trotzdem. Somit dürfte auch diese ganze Verhaftungsaktion absolut gesetzeswidrig sein."
Welche Konsequenz hast du jetzt zu befürchten?
A:
Stürmen jetzt Nachts schwer bewaffnete Polizisten deine Wohnung und drehen sie auf links?
B:
Oder wirst du morgen auf der Straße von Maskierten entführt und dein Kadaver in ein paar Jahren irgendwo in einem Massengrab gefunden?
C:
Oder kommt einer hier auf der Seite und sagt dir, dass du totalen BS von dir gibst?
Ich tippe mal auf C. Aber hey, du fühlst dich als Freiheitskämpfer. Endlich mal was im Leben erreicht.
Ist schon ein schlimmes Land, in dem wir leben, wo man für die Scheiße die man redet, dass auch gesagt bekommt. Ganz ganz schlimm. Viel Spaß in der Opferrolle.