Verdi: Warnstreik beim Winterdienst war rechtzeitig angekündigt

Schleswig-Holstein: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) ruft in den kommenden Tagen die Beschäftigten des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr (LBV) im Rahmen der Tarifrunde der Länder zu verschiedenen Warnstreiks auf (wir berichteten). Davon ist auch der Winterdienst betroffen. Da der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV.SH) für ganz Schleswig-Holstein zuständig ist, hat der Streik direkte Auswirkungen auf die Infrastruktur in und um Lübeck.

Dazu schreibt die Gewerkschaft ver.di in einer Mitteilung:

(„)Dem LBV sind die geplanten Warnstreiks lange bekannt, die Wetterlage ebenso. Die Gewerkschaft hat hierzu frühzeitig eine Notdienstvereinbarung mit dem LBV abgeschlossen. Diese wurde weder nachverhandelt noch wurde ein besonderer Notstand ausgerufen. Die Vereinbarung stellt sicher, dass die Meistereien im Land trotz des Warnstreiks in der Lage sind, externe Firmen mit der Durchführung des Winterdienstes zu beauftragen.

„Für die Beschäftigten des LBV ist der Winterdienst Ehrensache, und die Entscheidung, in den Warnstreik zu gehen, ist keine leichte – das wird uns aus allen Standorten auch so gespiegelt. Das zeigt, wie engagiert die Kollegen tagtäglich auf der Straße im Einsatz sind. Trotzdem wird es eine hohe Beteiligung an den Warnstreiks geben, denn die Tarifrunde fällt in die kalte Jahreszeit – und die können wir uns nicht aussuchen“, so Sabine Kaiser, zuständige Fachbereichsleiterin von ver.di Nord, heute.

Ob und in welchem Umfang externe Firmen beauftragt wurden, kann ausschließlich der LBV selbst mitteilen.

„Wir haben im Interesse der Beschäftigten und der Autofahrer im Land eine tragfähige Regelung getroffen. Wenn der LBV entsprechende Maßnahmen ergreift, wird die Wetterlage trotz der Streiks beherrschbar bleiben, während die Beschäftigten für ihre Interessen eintreten. Unser Streikziel ist damit erreicht: Wir erhöhen den Druck in einer Phase, die für das Land organisatorisch und finanziell besonders sensibel ist“, so Kaiser weiter.

Mit den Arbeitsniederlegungen erhöht ver.di den Druck auf die Arbeitgeber der Länder, vertreten durch die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), im Vorfeld der dritten Verhandlungsrunde am 11. und 12. Februar 2026 in Potsdam. Die bisherigen Verhandlungsrunden blieben ohne ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber. („)

„Für die Beschäftigten des LBV ist der Winterdienst Ehrensache, und die Entscheidung, in den Warnstreik zu gehen, ist keine leichte“, heißt es in einer Mitteilung des LBV. Foto: Archiv

„Für die Beschäftigten des LBV ist der Winterdienst Ehrensache, und die Entscheidung, in den Warnstreik zu gehen, ist keine leichte“, heißt es in einer Mitteilung des LBV. Foto: Archiv


Text-Nummer: 177641   Autor: ver.di/red.   vom 04.02.2026 um 15.13 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf X (Twitter) +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.